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Grünes Band: Tour 5 - Vom Loquitztal zur Märchenburg

Wandern
A. Hub -

01/01 Blick auf das Grüne Band von A. Hub

Rundwanderung zwischen Probstzella und Lauenstein

Ausgangspunkt: Probstzella, Haus des Volkes, zu erreichen über die B 85, Wegebeschaffenheit: Im Bereich der ersten beiden Kilometer längere Abschnitte auf Betonplatten-Kolonnenwegen, sonst auf Forstwegen, zwischen Lauenstein und der Fischbachsmühle auf einem Waldpfad (Trittsicherheit erforderlich). Wegemarkierungen: Bergbausymbol "Schlägel und Eisen" entlang des Schieferpfades, Wetzsteinmacherweg R44 um den Ratzenberg, Fischbachmühlenweg R43 von Lauenstein zur Fischbachmühle.

Tourbeschreibung: Probstzella liegt malerisch in einem tiefen
Talkessel des Schiefergebirges, in dem die Zopte in die Loquitz mündet.
Die umliegenden Berge ragen teilweise mehr als 200 Meter in die Höhe.
Das "Haus des Volkes" prägt das Ortsbild von
Probstzella. Das Gebäude mit Hotel und Gaststätte ist das größte
Ensemble im Bauhaus-Stil in Thüringen. In dem dazugehörigen Park, den
man über den Marktplatz erreicht, befindet sich die Naturpark-Infostelle
"Fenster zum Grünen Band". Hier sieht man typische Pflanzen aus
seltenen und gefährdeten Lebensräumen am Grünen Band. Info-Tafeln
erläutern die Besonderheiten der Zwergstrauchheiden, Bergwiesen und
Schieferhalden und zeigen Fotos einiger Tierarten, die dort jeweils
heimisch sind. Im "Haus des Volkes" befindet sich in der untersten Etage
die Ausstellung zum Grünen Band Deutschland, die unter anderem die
ehemalige Grenzübergangsstelle dokumentiert (Öffnungszeiten: werktags
16:00 - 20:00 Uhr, sonn- und feiertags 14:00 - 20:00 Uhr).

Für unsere Rundwanderung verlassen wir das "Haus des
Volkes" unten an der Bahnhofstraße, der wir nach rechts folgen.Vor dem
Marktplatz gehen wir links in die Mühlgasse. Hinter der Bahnunterführung
halten wir uns links und folgen den Bergbau-Zeichen des
"Schieferpfads", der auf dem Kolonnenweg steil nach oben führt. Während
der Wanderung lohnt sich ab und zu ein Blick zurück auf das idyllisch im
Tal gelegene Probstzella.

900 Meter nach Verlassen des Kolonnenwegs besteht
eine Abkürzungsmöglichkeit: Wer am Ende des schmalen Waldpfades den
breiten Forstweg überquert und den Wegweisern nach Lauenstein folgt,
verkürzt die Rundwanderung um 3,5 Kilometer. Um zur Thüringer Warte zu
gelangen, folgt man den Markierungen des Schieferpfades und des
Wetzsteinmacher-Wegs "R44" nach rechts entlang des breiten Forstweges.

Das Grüne Band erstreckt sich nördlich von
Lauenstein entlang eines kleinteiligen Mosaiks aus extensiv genutzten
Wiesen, Altgrasfluren, Äckern und Fichtenwäldern sowie einigen
kleinflächigen Borstgrasrasen, Nasswiesen und Flachmooren.

Am Nordhang des Ratzenbergs zerstörte der Orkan
"Kyrill" im Januar 2007 den gesamten Fichtenbestand. Seitdem haben
Wanderer hier freie Sicht auf das Tal der Zopte und können die
natürliche Sukzession beobachten. Einen noch besseren Ausblick nach
allen Seiten bietet die Thüringer Warte (siehe Tour 4).

Bei der Gedenktafel zum "Köchinnengrab" besteht die
Möglichkeit, die Wanderung in Richtung Gräfenthal zu verlängern, um von
dort mit einem Linienbus nach Probstzella zurückzufahren (nur werktags
Linienbusverkehr). Dazu folgt man den Bergbau-Zeichen entlang des
Kolonnenwegs und lernt dabei einen Abschnitt des Grünen Bandes im
Bereich von Zwergstrauchheiden kennen (siehe Tour 4).


Für die Rundwanderung zurück nach Probstzella folgt
man am "Köchinnengrab" dem "R 44" nach links in die Lauensteiner
Rodungsinsel. An den trockenen, wenig gedüngten Standorten in
Hangbereichen befinden sich Bärwurz-Wiesen, die in Bayern fast nur noch
im Landkreis Kronach vorkommen. Neben der namensgebenden Bärwurz wachsen
hier weitere seltene Pflanzenarten, wie Rotschwingel, Rotes Straußgras,
Perücken-Flockenblume, Zierliches Labkraut und Berg-Platterbse. Für
seltene und gefährdete Tagfalterarten wie Dukatenfalter, Großer
Perlmuttfalter, Rostbraunes Wiesenvögelchen, Schwalbenschwanz und
Wachtelweizen-Scheckenfalter sind die blütenreichen Extensivwiesen ein
wertvoller Lebensraum.

An besonders nährstoffarmen Standorten haben sich
kleinflächige Borstgrasrasen und Silikatmagerrasen ausgebildet. Neben
dem charakteristischen Borstgras wachsen dort Pechnelke, Heidenelke und
Berg-Sandglöckchen.

Die eindrucksvolle Burg Lauenstein erscheint in der
romantischen Berg- und Tallandschaft wie in einem Märchenfilm. Wir
folgen dem "R44" nach LAuenstein und gehen dort rechts neben dem
Großparkplatz und zugleich links neben der Burg auf der schmalen Straße
weiter. Durch eine Lücke in der Leitplanke gelangt man auf den
Fischbachmühlenweg "R43", der zur gleichnamigen Mühle führt.

Wir überqueren die B 85 und die Bahnstrecke und
halten uns danach links. Nach der Villa "Falkenstein", im Bereich einer
Rechtskurve der Asphaltstraße, erreichen wir einen Forstweg, auf dem der
Schieferpfad verläuft. Diesem folgen wir zum Grenzturm. "Täter - Opfer -
Mitläufer" lautet der Titel der sehenswerten Dauerausstellung in diesem
Turm. Der Schieferpfad führt schließlich zurück zum "Haus des Volkes".


Weitere Infos

Die Burg Lauenstein stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie gehörte unter anderem zeitweise den Grafen von Orlamünde. Die Bayerische Schlösserverwaltung bietet täglich außer montags Führungen an. Weitere Information Tel. 09263 400, www.ludwigsstadt.de. In Lauenstein und in der Fischbachsmühle besteht Gelegenheit zu einem Besuch der Confiserien, die für feinste Pralinen berühmt sind. Weitere Informationen: www.rennsteigregion-im-frankenwald.de


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Anfahrt

Anreise mit PKW zum Ausgangspunkt Probstzella, Haus des Volkes, zu erreichen über die B 85,

Anfahrt (ÖPNV)

ÖPNV-Anschluss stündlich mit Regionalzügen aus Saalfeld und Lichtenfels/Kronach.
Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Beginn der Tour Schwierigkeit: schwer Dauer: 5.3 h Länge: 15.2 km Höhenmeterdifferenz: 557 m Maximale Höhe: 676 m Minimale Höhe: 337 m

Service

Rundweg
Einkehrmöglichkeit

Was zeichnet die Tour aus

60% Kondition

Kontakt

FRANKENWALD TOURISMUS Service Center

Adolf-Kolping-Straße 1

96317  Kronach

zentrale@frankenwald-tourismus.de

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