Touren im Frankenwald –“ Wandertouren

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FrankenwaldSteigla Zeyerner Geschichte

Wandern
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Björn Stumpf -

02/34 Deutscher Fransenenzian von Björn Stumpf

Naturpark Frankenwald e.V. -

03/34 Kapelle am Kindleinsknock von Naturpark Frankenwald e.V.

Björn Stumpf -

04/34 Naturschutzgebiet Zeyerner Wand von Björn Stumpf

nn -

05/34 Pfarrkirche von nn

Naturpark Frankenwald e.V. -

06/34 Ausblick auf Zeyern vom Kindleinsknock von Naturpark Frankenwald e.V.

Björn Stumpf -

07/34 Salbeiwiese von Björn Stumpf

Björn Stumpf -

08/34 Deutscher Fransenenzian von Björn Stumpf

Björn Stumpf -

09/34 Gewönlicher Fransenenzian von Björn Stumpf

Naturpark Frankenwald e.V. -

10/34 Markierungszeichen FrankenwaldSteigla Zeyerner Geschichte von Naturpark Frankenwald e.V.

Ottmar Fugmann -

11/34 Zeyerner Wand von Ottmar Fugmann

Naturpark Frankenwald e.V. -

12/34 Kapelle am Kindleinsknock von Naturpark Frankenwald e.V.

Björn Stumpf -

13/34 Naturschutzgebiet Zeyerner Wand von Björn Stumpf

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14/34 Pfarrkirche von nn

Naturpark Frankenwald e.V. -

15/34 Ausblick auf Zeyern vom Kindleinsknock von Naturpark Frankenwald e.V.

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16/34 Salbeiwiese von Björn Stumpf

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17/34 Gewönlicher Fransenenzian von Björn Stumpf

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27/34 Markierungszeichen FrankenwaldSteigla Zeyerner Geschichte von Naturpark Frankenwald e.V.

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Ottmar Fugmann -

34/34 Zeyerner Wand von Ottmar Fugmann

!!!DIESER WEG IST AUFGRUND VON BAUARBEITEN NICHT BEGEHBAR!!!


Weite atmen - Tiefe Wälder, helle Lichtungen, Hochflächen mit überraschenden Ausblicken: Wandern im Frankenwald eröffnet unerwartete Horizonte für Auge und Seele! Vor der Größe der Natur werden unsere alltäglichen Ängste und Sorgen nichtig und klein. Wir atmen Weite und finden zu uns selbst.



Alles, was wir um uns sehen, ist das Produkt der Vergangenheit: Im Fall der Kultur ist es das Ergebnis von Jahrhunderten, im Fall der Landschaft das von Jahrmillionen. Selten werden Ihnen die Spuren der Ereignisse so kompakt und eindrücklich vor Augen geführt wie auf unserem Weg "Zeyerner Geschichte". Tafeln am Wegesrand verdeutlichen, in welchen großen und kleinen Baudenkmälern sich die Vergangenheit verewigt hat.



Das Adelsgeschlecht derer von Zeyern hinterließ seine Spuren ebenso wie der tief verwurzelte Glaube, die Pest, der Dreißigjährige Krieg und die Holzverarbeitung samt Flößerei. Während Sie den Tafeln folgend die Zeyerner Kultur erforschen, durchlaufen Sie auch die eindrucksvollen Spuren der Landschaftsgeschichte: Tief hat sich vor Urzeiten die Altrodach ins Gestein gegraben, die Zeyerner Wand zeugt bis heute von ihrem machtvollen Aufprall.



Der Weg zeigt den deutlichen Kontrast von Tälern und Hochflächen, von Wiesen und Wäldern. Immer wieder und manchmal wunderbar unvermittelt gibt er den Blick frei auf die Weite des Landes. Nach Süden in Richtung Staffelberg, nach Osten bis zum Döbraberg und ins Fichtelgebirge. Einmal überrascht eine Lichtung mitten im Wald mit einem Kornfeld - eben auch das ist ein Geschichtszeugnis unserer Kulturlandschaft!



 


Wegbeschreibung



Eine Wanderung in die Vergangenheit - ein treffender Name für diesen abwechslungsreichen Rundwanderweg, denn er berührt etliche Stätten, die an ferne Tage in der Vergangenheit des Kirchdorfes erinnern. Neben mehreren Kapellen sehen wir den einstigen Ansitz derer von Zeyern, die Überreste der

ehemaligen Schneidmühle Friedersdorfer Mühle und die ehemalige Dorfstatt Friedersdorf im Bereich des Rodachufers. Auf der Anhöhe sehen wir die ehemalige Einzel Finkenflug. Die Kapellen und zahlreiche Bildstöcke und Kreuze erinnern an die tiefe Gläubigkeit der Menschen in vergangenen Tagen.

Glanzpunkte dieser Rundwanderung sind auch die herrlichen Ausblicke ins Tal der Rodach und in die Ferne, vom Ochsenkopf bis zur Veste Coburg und vom Döbra- bis zum Staffelberg.

Unser Rundwanderweg beginnt an der Kirche in der Ortsmitte. Wir gehen entlang der B 173 nach rechts. An der Pestkapelle überqueren wir die Straße und bei der Mühle kehren wir auf diese Seite zurück. Irgendwo hier betreten wir den geologischen Frankenwald: Hinter uns leuchtet der Muschelkalk der „Zeyerner Wand“, vor uns liegt nach wenigen Metern die steil in die Rodach abfallende Felswand aus schwarzem Schiefer. Kurz nach dem Gasthof Goldener Löwe biegen wir vor der Brücke nach rechts ab und kommen gleich an der Nepomuk-Kapelle vorbei, deren Figur einst an der Brücke ihren Standort hatte. Wir steigen zum Berggasthof hoch. Hier befand sich bis ins 17. Jahrhundert der Ansitz des alten Adelsgeschlechtes derer von Zeyern.





An der Abbruchkante zur Rodach hin geht es ca. 100 Meter weiter, bis wir den Steig zum kurzen Abstieg (Trittsicherheit erforderlich) zur ehemaligen Friedersdorfer Mühle erreichen. Wir finden nur noch Reste der ehemaligen Schneidmühle.

In den Wiesen sehen wir eine Sandsteinmarter. Dieser Flurbereich nennt sich heute noch Dorfstatt Friedersdorf. Hier stand wahrscheinlich die älteste Ansiedlung auf Zeyerner Flur - sieht man einmal ab von den steinzeitlichen Siedlungsspuren, die man vor wenigen Jahrzehnten auf der Terrasse oberhalb der Zigeunermühle gefunden hat und der bronzezeitlichen Siedlung, die 2016 in der Nähe des früheren Bahnhofs ausgegraben wurde. Am Fuße des Berghanges verläuft an Feuchtgebieten entlang und durch den Wald ein

schmaler Pfad weiter in Richtung Zigeunermühle. Nach einem steilen Anstieg nach rechts biegen wir auf einem Feldweg nach links ab und laufen zur nahen Schneidmühle weiter (1,5 Kilometer). Dann gehen wir den Fahrweg Richtung Bundesstraße. Auf einer der ältesten Betonbrücken (1926) überqueren wir die Rodach und folgen auf dem alten Bahndamm dem Rad- und Fußweg nach Norden. Nach ca. 200 Metern queren wir die stark befahrene B 173 (0,4 Kilometer – Vorsicht, keine Geschwindigkeitsbeschränkung!)



Auf der alten Trasse der B 173 wenden wir uns nach links, wo wir nach wenigen Metern auf einen alten Waldweg treffen, in den wir scharf rechts einbiegen. Zwischen dem Fuß des Steilhangs und einem ausgedehnten Feuchtgebiet gehen wir fast eben bis zu einem kleinen Bach, dem wir steil aufwärts auf einem dammähnlichen Weg zwischen zwei Bachgründen folgen. Wo Bach und Weg sich im Dickicht verlieren, wenden wir uns nach rechts und überqueren steil aufwärts eine wilde Waldschneise. An deren Ende wird der Weg wieder eben und schattig. Durch die Bäume erkennen wir rechts eine vom Wald umschlossene Wiese. Dem nächsten Querweg folgen wir steil aufwärts über eine Lichtung, auf der im Sommer Hunderte Fingerhutblüten selbst den Weg erobert haben, obwohl hier der blanke Fels unter den Füßen liegt. Rechts

neben uns blicken wir in den nächsten tief eingeschnittenen Bachgrund, dem wir mit robustem Anstieg bis zum Schotterweg folgen, wo eine Ruhebank auf uns wartet. Wir gehen ein paar Schritte nach links abwärts und wenden uns dann rechts kurz aber steil aufwärts, wo ein ebener und schattiger alter Waldweg uns am Hang entlang und an der Quelle des Bächleins vorbeiführt, dessen Schlucht unseren Aufstieg begleitet hat. Schon an den Aufstiegen genießen wir über die Schulter blickend die herrlichen Ausblicke in das Rodachtal - erst recht von der nun erreichten Lichtung/Wegkreuzung, wo eine idyllische Bank auf uns wartet.

Wir gehen geradeaus weiter und kommen immer stärker ansteigend in das schluchtähnliche Tal des Finkenbaches, den wir zunächst nur unter uns hören. Diesem Bächlein folgen wir weiter bergan bis zu dessen Quelle fast auf der Höhe. Sie diente einst der Einöde Finkenflug (2,1 Kilometer) als Wasserversorgung.

Finkenflug war ein Bauernhof, wurde später auch als Schullandheim genutzt und stand bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Auf dem Höhenrücken umrunden wir das vom Wald umschlossene große Feld, das überraschend vor uns aufgetaucht ist. Bevor wir wieder in den Wald eintreten, wenden wir uns nach links und gehen am Waldrand etwa 50 Meter entlang, um sofort wieder nach rechts abzubiegen. Auf einem schattigen, weich gepolsterten Waldweg kommen wir wieder bis an den Fahrweg, wo der Grat zwischen Rodachtal und Remschlitzgrund nur noch wenige Meter breit ist. Wir bleiben auf dem alten Waldweg. Nach Überqueren der Schneise (durch Orkan Kyrill im Januar 2007 geschaffen) lohnt es sich, 50 Meter nach Wiedereintritt in den Wald links an die Bergkante zu gehen. Hier tut sich ein atemberaubender Blick in das Rodachtal auf. Im Talgrund erkennen wir bis zu drei Mühlen: die Neumühle, die Buchschneidmühle und die Zigeunermühle.

Richtung Nordosten folgt das Tal der Wilden Rodach, bis wir in der Ferne die Kuppel auf dem Döbraberg erkennen. Auf einem Rastplatz am Hang können wir den Blick genießen. Unser Weg führt uns weiter bis zum Födelberg mit dem Aussichtspunkt. Auch hier bietet sich ein herrlicher Ausblick. Dieser reicht über die Markgrafenhöhe bis zum Schneeberg im Fichtelgebirge. Nach der Rast geht es weiter zum Heilingbrunnen. Das ist die Quelle des Födelbaches, der nach einem nur kurzen Lauf in Zeyern in die Rodach mündet.

Ein leichter Anstieg führt uns nun zur Einzel „Redwitzerhöh“ (2,7 Kilometer).

Die früheren Bewohner des ehemaligen Bauernhofes mussten in vergangener Zeit in trockenen Sommern ihr Vieh zum besagten Brunnen an die Tränke führen, wenn das Wasser im eigenen Brunnen knapp wurde oder gar versiegte. Die eine Zeitlang dort befindliche Einkehrmöglichkeit „Häusla“ ist leider seit 2016 geschlossen. Der Kilometer davor und dahinter bietet uns ständig wechselnde Aussichten in fast alle Richtungen und

auch in weite Ferne. Bei klarer Sicht erkennt man von der Plattform des Wasserspeichers im Südwesten selbst die Veste Coburg und ein Stück weiter von der Fahrbahn aus im Süden den Staffelberg und Vierzehnheiligen sowie im Südosten den Ochsenkopf und den Schneeberg im Fichtelgebirge.

Wir verlassen die Straße, die wir an zwei jahrhundertealten Höfen wieder betreten müssen. Hier endet geologisch der Frankenwald: Die Häuser stehen noch auf dem Gestein der Thüringer Schieferplatte, auf den gegenüberliegenden Feldern sehen wir die weißen Kalksteine des genau hier beginnenden Muschelkalks der Rabensteiner Höhe, die womöglich schon von den Kelten landwirtschaftlich genutzt wurde. Die Verwerfung „Fränkische Linie“ führt exakt hier entlang. Nach 100 Metern verlassen wir bei der einsam gegen den Wind ankämpfenden Kiefer (großartige Rundumsicht!) die recht stark befahrene Straße nach links und kommen am Waldrand entlang zur Kapelle auf dem Kindleinsknock (1 Kilometer). Hier freuen wir uns über einen schönen Blick auf Zeyern – Ausgangspunkt und Ziel unserer Wanderung.

Ein Stück weiter erreichen wir auf der Kanzel eine Sitzgruppe, von der wir bei einer kurzen Rast einen herrlichen Blick über Oberrodach und Seibelsdorf hinweg auf die Fränkische Linie (mit Markgrafenhöhe und Radspitze) entlang bis ins Fichtelgebirge genießen können. Das unmittelbar angrenzende Naturschutzgebiet bietet vor allem im Frühjahr paradiesische Farbenspiele seltenster Pflanzen. Seidelbast, Orchideen und Silberdisteln fühlen sich auf den mageren Kalkböden wohl.

Wir wandern auf dem Feldweg steil abwärts, wo wir am Wegkreuz Winterleithen auf den Frankenweg stoßen (0,9 Kilometer). Mit ihm erreichen wir auf einem schattigen Weg scharf links abwärts die Rodach. An der linken

Seite ragt die Prallwand der Altrodach in weißem Muschelkalk imposant empor. Wir überqueren die Rodach auf einer zu einem kleinen Wasserkraftwerk gehörenden Betonbrücke und kommen am ehemaligen Sportplatz vorbei zum Ortsanfang von Zeyern. Nun ist es nicht mehr weit zurück zu unserem Ausgangspunkt (1,7 Kilometer). Als Einkehrmöglichkeiten stehen der Gasthof Goldener Löwe oder der Berggasthof am Anfang (oder Ende) der Wanderung zur Verfügung.

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Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Ortsmitte Zeyern; an der Kirche, Kronacher Straße, 96364 Marktrodach Schwierigkeit: mittel Dauer: 3.7 h Länge: 11.1 km Höhenmeterdifferenz: 333 m Maximale Höhe: 554 m Minimale Höhe: 333 m

Service

Rundweg
Einkehrmöglichkeit

Was zeichnet die Tour aus

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