Touren im Frankenwald –“ Wandertouren

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Saalepfad US 91

Wandern
FWV -

01/09 Markierungszeichen von FWV

Hans Sarhage -

02/09 Steg entlang der Saale von Hans Sarhage

Hans Sarhage -

03/09 Blick nach Hirschberg von Hans Sarhage

Hans Sarhage -

04/09 An der Saale von Hans Sarhage

Hans Sarhage -

05/09 An der ehem. Lederfabrik von Hans Sarhage

Hans Sarhage -

06/09 Tannbachbrücke von Hans Sarhage

Wolfgang Gluth -

07/09 Blick auf Hirschberg von Wolfgang Gluth

Wolfgang Gluth -

08/09 Der Hirsch von Wolfgang Gluth

Wolfgang Gluth -

09/09 Jenseits der Saale von Wolfgang Gluth

Die Sächsische Saale prägt diese Wanderung, welche stets an deren Ufer entlang führt. Der Wanderweg bei Hirschberg verbindet Franken mit Thüringen. 


Unsere Sächsische Saale entspringt am Fuße des Großen Waldsteins. Sie durchfließt die Stadt Hof und das Bayerische Vogtland, berührt den nordöstlichen Frankenwald und verlässt vor Blankenstein mit dem Wasser der Selbitz Franken ins Thüringische.



Unser Rundwanderweg führt von Hirschberg aus flussaufwärts bis zur Mündung des Tannenbaches in völliger Abgeschiedenheit an beiden Ufern entlang. Es ist sehr angenehm, auf immer naturbelassenen Wegen und Stegen in der natürlichen Stille eine kurze Strecke das durchschnittlich 75 m breite Grüne Band zu erwandern. Es führt mit einer Länge von 1393 km vom Dreiländereck nördlich von Hof bis zur Ostsee.



Wer gerne in stiller Abgeschiedenheit durch eine urwüchsige Landschaft mit gelegentlich schönen Ausblicken wandert, der sollte diesen Rundwanderweg unbedingt einplanen!



Ehe wir die Wanderung nahe dem Gerbereimuseum beginnen, lohnt es sich, etwas umzusehen. Da informiert ein Denkstein, dass die erstmals 1925 erbaute und zum Kriegsende gesprengte Brücke 1997 als Heinrich-Knoch-Brücke wieder erbaut wurde. Vorgänger der beiden Brücken waren die von Otto Knopf erwähnten Holzstege, die im Spätherbst wegen des zu erwartenden Eisgangs abgebaut wurden. Gleich daneben steht die Hag Linde. Sie wurde am 3.10.1997 anlässlich des Brückenschlags von der Frankenwaldverein Ortsgruppe Hirschberg und der Schwarzwaldsektion Öhningen-Hörl gepflanzt. Nahe dem Museum erinnern eine große Gerbertrommel und weitere Infos an die Zeit der Lederherstellung in der Knochschen Lederfabrik. In dem rechts im Hintergrund stehenden, denkmalgeschützten Gebäude, dem Pferdestall, standen die Pferde, die in vergangenen Tagen die dort mit Leder beladenen Wagen zum Bahnhof nach dem etwa 20 km entfernten Reuth im Vogtland brachten. Am hinteren Rande der durch den Abriss geschaffenen Freifläche stehen noch weitere Gebäude, die in der Zeit der großen Lederfabrik eine bestimmte Funktion zu erfüllen hatte. Darüber erhebt sich hoch oben das Schloss und, wenn man genau hinsieht, rechts davon den auf einem Felssporn stehenden Hirschen. Freudig gestimmt wird man, wenn man weiß, dass die farbenfrohen Gebäude am westlichen Rand den Kindergarten beherbergen. Begleitet von der still dahinfließenden Saale am großen Wehr und dem Blick hinauf zu dem auf dem steilen Felsen thronenden alten Bergschloss, kommen wir nach dem Stadtrand an der Wenzelshöhle vorbei. Hier sollen die Hirschberger den Böhmen-König Wenzel vor seinen ihn verfolgenden Feinden versteckt haben. Über den fest in der zerklüfteten Felswand verankerten Hängesteg über dem Wasserspiegel der Saale erreichen wir den urwüchsigen Naturpark Hag mit der längsten, aus einem 130 Jahre alten Baumstamm gefertigten, Bank der Welt. Die im Guinnessbuch der Rekorde verzeichnete Saalebank ist 30,125 m lang und bietet 97 Personen Platz. Die Einweihung der (zweiten) Bank fand am 25.51991 statt. Es ist ein beliebtes Naherholungsgebiet geworden, von dem es früher einmal hieß: Der schöne Hag ist Hirschbergs Stolz. Unter seinen alten Buchen und Eichen kann man sich in die Vorzeit versetzt fühlen.



Von hier aus erreichen wir auch das Schloss auf einem Pfad durch den Hag abwärts. Wir folgen dem angenehmen Weg weiter und trennen uns bald von dem zweiten, direkt nach Venska führenden Rundwanderweg (US 93). Wir biegen nach rechts ab in Richtung Kaiserhöhe. Doch ehe wir dieses Ziel erreichen wandern wir erst den naturbelassenen Weg durch lichte Laubbaumbestände aufwärts. Links begleiten uns schöne Felspartien am Waldhang und nach rechts bieten sich gelegentliche Durchblicke auf die ruhig dahinfließende Saale. Auf der Höhe überrascht uns eine schöne Sicht auf den Fluss und ihr Tal. Nun führt der Wanderweg den Hang, zum größten Teil auf Stufen, abwärts und über die Senke eines kleinen Rinnsals wieder gleich steil aufwärts. Wenn wir nun auf der Kaiserhöhe gut 100 m nach rechts gehen, freuen wir uns über die beeindruckenden Ausblicke auf die Saale und ihr reizvolles Tal, auf die Kleingartenanlage von Tiefengrün und zurück auf das Schloss. Bänke laden zum Verweilen und zum Schauen ein.



Wir gehen auf der Höhe geradeaus durch einen Nadelwald weiter, bis uns im Freien am höchsten Punkt der Wanderung mit dem Kolonnenweg die jüngste Geschichte wieder einholt. Wir folgen ihm abwärts und gehen nun im Tal das unberührte Grüne Band der Saale entlang. Zunächst laufen wir die schon zum Teil verwachsenen Betonplatten abwärts zum Talgrund. Junge, angeflogene Birken und Kiefern begleiten uns. In offener Tallandschaft, entlang einer langen Wiesenfläche, wandern wir in einem weiten Bogen der Weidefläche entlang. Nun säumen vorwiegend Birken und Erlen den Weg, die wieder schnell den ehemaligen Todesstreifen begrünten.



Dieser ehemalige Grenzstreifen bot bedrohten Tieren und Pflanzen Gelegenheit zur Ansiedlung und Entwicklung. Der begraste Mittelstreifen, die Festplatten und die schon begrasten offenen Wegeplatten des Kolonnenweges erleichtern das Laufen, wenn wir ihm wieder kurz, aber ziemlich steil aufwärts zur Höhe, unweit von Venska, folgen. Unser Rundwanderweg biegt aber rechts ab und führt uns noch eine kurze Wegestrecke abwärts weiter. Bald lädt der Aussichtspavillon „Pößenecker Hütte“ zum Verweilen und Schauen ein. Es tut wohl in der Stille der Abgeschiedenheit den Blick über das urwüchsige Saaletal schweifen zu lassen.



Wir können nun auf einem kleinen Schwenk nach links gehen oder etwas beschwerlicher geradewegs abwärts über schöne Felspartien zum Tann(en)bach absteigen. Hier hätten wir uns vor der Wende am Ende der Welt gewähnt, weil hier der Tannbach und die Saale die undurchdringliche Grenze bildeten. Wenn wir über die Steinplatte des Tannbachbrückleins gehen, sind wir von Thüringen nach Bayern gewechselt. Am gegenüber liegenden Waldrand führt uns ein bequemer Weg nach rechts zum Zollsteg nahe der Saaleschleife. Wir überqueren zwei gesicherte Weidezaunbarrieren, überqueren den Zollsteg und erreichen das linke Saaleufer.



Wir gehen im Wald gleich nach rechts und dann auf einem naturbelassenen Weg vielleicht 300 Meter parallel zur Saale in gerader Hauptrichtung weiter, bis wir auf einen Waldweg stoßen, dem wir aufwärts zu einem Forstweg folgen. Er führt uns geraume Zeit leicht steigend zu einer Anhöhe. Gleich danach biegen wir nach rechts ab und laufen auf einem weichen, angenehmen Waldweg leicht abwärts. Aus dem Talgrund grüßt die Saale mehr oder weniger deutlich sichtbar. Sie begleitet uns auch aus sicherer Entfernung weiter, wenn wir wieder leicht aufwärts wandern. Dort, wo der Fahrweg scharf nach links abbiegt, verlassen wir ihn und gehen auf einem naturbelassenen Pfad rechts ziemlich steil abwärts in das Tal des Weißbaches nahe seiner Mündung in die Saale.



Wir überqueren den Weißenbach und sein Tal hinüber zum gegenüber liegenden Hang, wo uns ein Feldweg mit weiten Ausblicken nach links zum Ortsanfang von Tiefengrün bringt. Wir folgen dem Teersträßlein der Parkanlage nach rechts und biegen am Ende des Zaunes auf einen Feldweg nach links ab zu einem Fahrweg, der uns abwärts zur Kuhmühle und zur Saalebrücke (Brücke der Freiheit) und weiter zum nahen Großparkplatz am Museum bringt.



Die Mühle an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, wie es ein Spruch auf einem Gebäude zur Straßenseite hin verkündet: „Sechshundertfünfzig Jahre stund die Mühle hier im kühlen Grund. Gott half in Sonnenschein und Not. Er geb auch weiter Korn und Brot.“



Eine alte, aus Feldsteinen kunstvoll gefertigte Mauerruine kündet von der hohen Baukunst früherer Generationen. Eine 1810 errichtete Zollschranke bestand nur bis zum Jahre 1834.

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Anfahrt

In Hirschberg Richtung Tiefengrün (L 1092). Startpunkt ist vor der Brücke. 
Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Parkplatz beim Gerbereimuseum Schwierigkeit: leicht Dauer: 2 h Länge: 8.2 km Höhenmeterdifferenz: 188 m Maximale Höhe: 495 m Minimale Höhe: 440 m

Service

Rundweg
Familienfreundlich

Was zeichnet die Tour aus

60% Kondition

Kontakt

Frankenwaldverein e.V.

Karlsgasse 7, D-95119 Naila

96317  Kronach

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

https://www.frankenwaldverein.de/

Ersteller

Frankenwaldverein e.V.

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

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