Touren im Frankenwald –“ Wandertouren

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Seenweg

Wandern
FWV -

01/18 Markierungszeichen von FWV

Anja Wunder -

02/18 Tschirner Höhe von Anja Wunder

Anja Wunder -

03/18 Wanderheim Hermesgrün von Anja Wunder

Anja Wunder -

04/18 Nordhalbener Hochfläche von Anja Wunder

Johannes Heinlein -

05/18 Wehrkirche St. Johannes Baptista von Johannes Heinlein

Armin Heinrich -

06/18 Auensee am Morgen von Armin Heinrich

Willi Koska -

07/18 Berg von Willi Koska

Björn Stumpf -

08/18 Infozentrum Blechschmidtenhammer von Björn Stumpf

Helmut Welte -

09/18 Am Frankenwaldsee von Helmut Welte

Andreas Hub -

10/18 Kurpark Bad Steben von Andreas Hub

Norbert Neugebauer -

11/18 Klöppelschule Nordhalben von Norbert Neugebauer

Björn Stumpf -

12/18 Auf dem Schlossberg von Björn Stumpf

Markus Garscha -

13/18 Ölschnitzsee von Markus Garscha

TI Rennsteigregion/Florian Bauer -

14/18 an der Bahnunterführung von TI Rennsteigregion/Florian Bauer

Naturpark Frankenwald e.V. -

15/18 Blick auf die Ködeltalsperre von Naturpark Frankenwald e.V.

Johannes Heinlein -

16/18 Wallfahrtskirche in Haßlach von Johannes Heinlein

Naturpark Frankenwald/Maria Setale -

17/18 Blick über das Höllental von Naturpark Frankenwald/Maria Setale

FTSC/Touristinfo Hof -

18/18 Untreusee von FTSC/Touristinfo Hof

Der Seenweg verläuft durch das östliche Nordbayern und wird vom Untreusee in Hof bis zum Ölschnitzsee bei Steinbach am Wald vom Frankenwaldverein betreut. 

Auf einem Geh- und Radweg unterhalb des Landratsamtes laufen
wir vom Untreusee zur Straße und müssen gut auf die Markierung achten. Dort
gehen wir nach rechts über den Bach und gleich nach der Brücke nach links
zusammen mit der Ölsnitz durch die Unterführung zur Straße. Wir folgen einem
Geh- und Radweg in Richtung Moschendorf, das in der Nachkriegszeit als
Auffanglager bekannt wurde. Wir laufen bis zu der Unterführung (B15) weiter.
Gleich danach biegen wir nach rechts ab, wandern den Geh- und Radweg über das
Saaletal zur zweiten Unterführung (B15) und dort nach rechts abwärts nach
Döhlau. An der nächsten Kreuzung wenden wir uns im Ort nach links und wandern,
rechts haltend, zum Ortsende und biegen dort nach links ab, gehen über die
Brücke und dann noch etwa 200 m weiter. Wir kommen dann, mit einem schönen
Blick auf das Umfeld, in das Regnitztal und auf den Quellitzsee und auf einem
Flurbereinigungs- und Feldweg links abwärts nach (Alt-) Tauperlitz.



Wir laufen über die Regnitzbrücke, dann geradeaus
ortsauswärts, vorbei am Kriegerdenkmal in den Hofer Weg. Wir wandern den
gleichen Feldweg über die Höhe mit schönem Blick auf den Stadtkern von Hof und
weiter an einem Sühnekreuz vorbei durch den Wald und auf dem Tauperlitzer Weg
hinab in die Ascher Straße der rd. 50.000 Einwohner zählenden Kreisfreien und
Kreisstadt Hof, Einkaufs- Wirtschaftszentrum und Mittelpunkt des bayerischen
Vogtlandes (bis zum Hallenbad 3,6 km). Auf dem Fuß- und Radweg nahe der Saale,
laufen wir am Freibad vorbei. Vor der Minigolfanlage wenden uns ab, kommen nach
etwa 100 Metern nach rechts wieder an die Saale. Wir laufen unter der
Friedrich-Ebert-Brücke hindurch und erreichen nach etwa 200 Metern auf einem
Steg den Uferweg und kommen bald an die Michaeliskirche. Bis zur Lessingbrücke
gehen wir neben der Saale auch an der Hospitalkirche, an einem kleinen Park und
an der Staustufe und dem Turbinenhaus vorbei. Wir überqueren an der Ampel die
Straße und erreichen auf der Uferstraße das Klärwerk. Wir wandern nun unter dem
113 m langen und 26 m hohen, 8-bogigen Eisenbahnviadukt (Hof-Plauen) hindurch
nach Unterkotzau mit der Brauerei und dem Landkartenverlag.



In dem 1982 wieder
aufgelegten (alten) Buch „Die malerischen Ufer der Saale“ lesen wir (S. 30):
Seit 1823 ist das Rittergut, mit einem Malz- und Brauhause, so wie mit einem
alten Schlösschen, das am Ende des Dorfes liegt und noch jetzt von einem
Wassergraben umgeben ist, .... Wer sich in der Stadt umsehen möchte, was sehr
zu empfehlen ist, kann die Wanderung (mitten) in Unterkotzau fortsetzen. Im
gleichen Buch lesen wir auf Seite 29: Vor Unter-Kotzau ragen zwei Berge
einander gegenüber hervor, diesseits der Teufelsberg, jenseits der
Studentenberg, wo der Krebsbach mündet; diese nach den Schülern, welche ihn,
wie das Studentenölzchen, oft besuchten, jener von dem abergläubigen Volke so
genannt, weil der Böse dort sonst sein Unwesen trieb, die Vorübergehenden häufig
,,besonders des Nachts, in die Saale führte, durch seltsame Gesichte
erschreckte, oder in riesenmäßigen Gestalten erschien, mit dem einen Fuße auf
dem Teufelsberge, mit dem anderen auf dem Eichelberge stehend, wovon man noch
die Spur des Pferdefußes zeigt, sowie eine Vertiefung des Teufels Schüssel und
eine Spalte im Berge die Hölle nennt.



Wenn wir dieser Gefahr entronnen sind, überqueren wir die
Saale, folgen der Ortsstraße zusammen mit dem Jean-Paul-Weg (Infotafeln!) nach
links und rechts weiter. Vor dem Ortsende biegen wir nach links in eine
ortsauswärts führende Dorfstraße ein und kommen auf einem Wirtschaftsweg über
die Regnitzbrücke ins Freie. Auf einem Feldweg gehen wir nun am rechten Rande
einer schönen, breiten Tallandschaft entlang zum Wald. In diesem Abschnitt hat
die Saale ihren natürlichen Lauf bewahrt und durch seine zahlreichen Windungen
die Landschaft in seiner Vielgestaltigkeit geformt. Bald geht der
Wirtschaftsweg in einen Fahrweg über. Mit dem Blick auf diese schöne Landschaft
verlassen wir an einer Straßengabelung am Brudergrab den Jean-Paul-Weg und das
Tal. Nun wandern wir auf einer Forststraße in gerader Hauptrichtung eine Weile
durch gepflegte Waldabschnitte, bis wir auf einen weiteren Forstweg stoßen. Wir
überqueren ihn, laufen auf einem geschotterten Weg und kommen bald durch eine
kleine Waldabteilung ins Freie. Über eine kleine Senke überqueren wir eine
große Wiesenfläche zum Wald hin. Während wir die Wiese auf einem Pfad überschreiten,
wird der Blick nach beiden Seiten frei. Nach einem kurzen Waldstück stoßen wir
auf einen Feldweg, dem wir im Freien an großflächigen Feldern und Wiesen vorbei
nach rechts bis zu dem nahen Fahrweg folgen.



Er führt uns durch die Unterführung der A 72 noch eine Weile
im Wald leicht bergan, bis wir uns einer verschobenen Wegekreuzung nähern. Wir
biegen dort nach links in den Waldweg ein und wandern nur noch eine kleine
Weile, bis wir auf den Beginn des ehemaligen Wildgeheges stoßen. Hier mündet auch
eine von links aus dem Saaletal kommende Variante des Jean-Paul-Weges ein. Mit
diesem Themenweg gehen wir geradeaus am Gatter entlang. Bald beginnt sich der
Weg durch junge Baumbestände abwärts zu wenden, bis wir in einer Senke, schon
nahe des Saaletales, auf den von Isaar über den Garbühl kommenden Weg stoßen.



Wer sich für das 1412
erstmals erwähnte, sicher schon viel ältere, 530 m über NN gelegene Kirchdorf
Isaar interessiert, kann einen Abstecher auf diesem Fahrweg nach rechts
aufwärts unternehmen. Der Kanzelaltar mit der Darstellung Jesu und den vier
Evangelisten der 1970 neu geweihten und gründlich renovierten Kirche stammt aus
dem Jahre 1659.



Wir biegen nach links ab und wandern auf einem Pfad, an
gewaltigen Felspartien vorbei zur Saale und kommen auch bald zu der idyllisch
gelegenen, historisch interessanten Fattigsmühle mit dem Satteldachbau mit
einem Fachwerkobergeschoss von 1677. Heute ist die ehemalige Mühle eine
Ausflugsgaststätte mit noch anderen gewerblichen Schwerpunkten. Wir wandern
durch das Hofgelände aufwärts und erreichen am Birnbaum mit der Jean-Paul-Tafel
einen Fahrweg. In nützen wir und wandern nach links am Rande der noch
ursprünglichen Tallandschaft der Saale entlang nach Joditz, wo Jean Paul seine
Jugendjahre verbrachte.



Bekannt ist das Dorf
vor allem durch das 10 ha große Erholungsgebiet Auensee mit dem 35.000 m²
großer See. Der Name „Auensee“ entstammt den Werken Jean Pauls (Auenthal). 1470
stand schon eine Kapelle; die heutige, barocke Kirche geht auf das Jahr 1704 zurück.
Einen Besuch in der Kirche und im Jean-Paul-Museum sollten unbedingt eingeplant
werden!



Wir laufen an der Kirche vorbei und dann gleich nach links
zum Ortsende. Dort folgen wir einem Feldweg nach rechts, der sich später wieder
nach rechts wendet und durch abwechslungsreiche Fluren aufwärts nach Steinbühl führt.
Es liegt am Nordostrand des Parks von Schloss Brandstein und ist auf der
Stichstraße von Bruck aus zu erreichen. Diese wenig befahrene Straße bringt uns
dann auch nach Bruck. Das Dorf war einst das Vorwerk von Schloss Brandstein und
ist diesem geschichtlich eng verbunden. Den Dorfteich speist die südöstlich von
Berg entspringende Schönitz, die ein weites Tal, an der Bruckmühle vorbei,
durchfließt und bei Joditz in die Saale mündet.



Unter der Staatstraße hindurch kommen wir durch die Felder
mit schlackenartigen Steinen (Bergbau!) aufwärts zur Einzel Erzengel und zur
Höhe (schöne Ausblicke). Auf den Äckern und am Wege fallen uns schlackenartige
Steine auf, die an den vormaligen Bergbau erinnern. Oben biegen wir nach links
ab, überqueren die A 9 auf einer Brücke, wenden uns gleich nach rechts. Wir
wandern auf einem Feldweg durch die Fluren zur, auf einem Hochplateau in 640 m
Höhe gelegenen, Gemeinde Berg. Dieses Zentrum des Berger Winkels bietet mit
seinem Umland einen reizvollen Wechsel von Höhen und Talsenken, von Feldern,
Weiden, Wiesen, kleinen Laubbaumbeständen, Feuchtgebieten und dichten
Fichtenwäldern Wir gehen an der Kirche vorbei, über die Ampelkreuzung die
Straße kurz abwärts und durchwandern dann nach links das gesamte, lang
gestreckte Hadermannsgrün bis hinauf zum Schotterwerk an der Straße nach
Issigau. Seit Hadermannsgrün folgt uns auch das FrankenwaldSteigla Eisenpark-Weg.
Wir überqueren die Straße geradeaus und kommen mit einem schönen Blick auf das
Schloss Reitzenstein durch die Fluren abwärts zur Einzel Steingrün.



Wir wandern vor der Einzel auf einem Steig über eine
bewaldete Anhöhe mit schönen Felspartien und weiter geradeaus durch einen
Jungwald hinab in das Tal des Issigbaches. Dann geht es aufwärts nach
Reitzenstein mit dem das Dorfbild bestimmenden Schloss und seiner sehr langen
und sehr bedeutenden Geschichte.



Die Gründungszeit der
ersten Burg fällt in die Zeit zwischen 1133 und 1137. Im Jahre 1326 ist es im
Besitz eines Konrad von der Grün, der sich Chunrad von Reychczenstein nannte.
1899 wurde es von Karl Friedrich von Reitzenstein zum heutigen Aussehen
umgestaltet. Nun ist es nicht mehr weit nach Issigau. Auf einem Gehweg
erreichen wir das nahe Dorf mit der sehenswerten, etwa 400 Jahre alten Kirche
mit der wertvollen Innenausstattung. Die Kassettendecke zeigt 66 Bilder (Bibel
der Analphabeten) des Alten und Neuen Testamentes.



Über das Ortszentrum laufen wir aufwärts zur Kreisstraße und
mit ihr weiter in Richtung Hölle. Doch noch vor dem Ortsende biegen wir nach rechts
ab und folgen der Stichstraße nach Eichenstein.



Wir kommen dabei an
der Steinschüttung vorbei. Es ist eine eingezäunte Fläche mit Feldgehölzen. Das
sich selbst überlassene Gelände mit den aufgetürmten Gesteins- und Erdmassen
ist eine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für den Bau der A 9 (1992) und soll als
ein Nachbau der als Lebensraum selten gewordenen Steinbrüche gelten.



Wir wandern am Gasthaus und Wanderparkplatz vorbei, kommen
durch den Wald nach einem freien Platz über den Haselhügel zum Aussichtspunkt
König David, der in 623 m Höhe und 170 m über der Talsohle thront und einen
beeindruckend schönen Blick auf das wildromantische Höllental mit dem Kraftwerk
und dem Umland bietet. Er wurde nach einem Bergwerksstollen am Fuße des Berges
so benannt. Kurz nach dem Aussichtspunkt empfiehlt sich für trittsichere
Wanderer der Abstieg zum Hirschen, dem Wahrzeichen des Höllentales.



Der lebensgroße, von
Julian Bittermann aus Bayreuth geschaffene, Hirsch steht auf einer Felsklippe
und setzt zum Sprung in den 75 m tiefen Talgrund an. Diese (nachweisbar bisher sechs)
Nachbildungen des Hirschen könnten seit Mitte des 19. Jahrhunderts an gleicher
Stelle stehen. Der geschichtliche Hintergrund sollen die Jagden des Markgrafen
Friedrich Mitte des 18. Jahrhunderts gewesen sein.



Der Seenweg führt auf
einem Pfad rechts von der Höhe des König David steil abwärts in das Tal der
Selbitz und über die Selbitzbrücke nach Blechschmidtenhammer mit dem
Infozentrum im ehemaligen Lichtenberger Bahnhof.



Es befasst sich mit
der Naturlandschaft des Frankenwaldes allgemein und mit dem Höllental und
Lichtenberg im Besonderen. Die Höllentalbahn dort ist naturgetreu nachgebaut.
Neben dem Gebäude stehen auf dem ehemaligen Bahnkörper drei historische
Eisenbahnwaggons. Nur einen Steinwurf entfernt in Richtung Lichtenberg sollten
wir das Besucherbergwerk Friedrich-Wilhelm-Stollen aufsuchen. Es ist der
einzige von Alexander von Humboldt projektierte, auf 975 m (von 1100 m)
erschlossene Bewässerungsgraben. Ein Diavortrag und die Ausstellung ergänzen
die empfehlenswerte Führung.



Die noch auch schon vorher erkennbare Trasse der
Höllentalbahn (1901 - 1945) führt uns geradeaus zu dem unter Naturschutz
stehenden wildromantischen, 3,8 km langen, von steilen, felsigen Waldhängen
umsäumten Höllental. Wir aber wenden uns auf der Straße in Richtung
Lichtenberg, kommen am Friedrich-Wilhelm-Stollen vorbei und wandern dann nach
links, das reizvolle Tal des Lohbachs aufwärts. Der Bach entspringt östlich der
Straße Lichtenberg-Bad Steben, umfließt den Galgenberg, speist das Naturfreibad
am Erholungszentrum und mündet in Blechschmidtenhammer in die Selbitz. Dann
queren wir die Straße, gehen an den alten Bäume des Hag vorbei und an den Resten
der restaurierten Schlossruine vorbei zum 577 m hohen Schlossberg von
Lichtenberg, der ältesten Stadt im Landkreis Hof. Vom 25 m hohen
Schlossbergturm bietet sich ein weit reichender Ausblick ins Thüringer Land,
zum Fichtelgebirge und auf den Frankenwald.



Wenn wir weiterwandern, überrascht uns der reizvolle
Stadtkern, das wappengeschmückten Rathaus und der Henry-Marteau-Brunnen nach
dem geschlossenen Marktplatz.



Dieser soll an den
einst weltberühmter Violinkünstler, Komponisten und Ehrenbürger der Stadt
Lichtenberg, Henry Marteau, erinnern. Das Haus des weltberühmten Geigers mit
dem großflächigen Park am Stadtrand ist heute eine musikpädagogische
Begegnungsstätte des Bezirks Oberfranken.



Die Markierung führt am Freizeitsee den rechten Fahrweg
aufwärts, über die Höhe im Wald zu einem Forstweg, mit dem wir rechts abwärts
ein für den öffentlichen Verkehr gesperrten Sträßlein im Tal des Stebenbaches
erreichen. Nun wandern wir mit anderen Wanderwegen diese Stichstraße am Talrand
rechts aufwärts nach Bad Steben, das wir nahe der Spielbank und des Bahnhofes
erreichen.



Das Staatsbad bietet
eine reichhaltige Fülle von Kur- und Freizeitangeboten, vor allem die Therme.
Das Wahrzeichen ist die Wehrkirche St. Walburga, die, erstmals 1430 urkundlich
erwähnt, wahrscheinlich bis auf das Jahr 1322 zurückgehen kann.



Durch den Kurpark und an zwei Ausflugsgaststätten vorbei
wandern wir mit dem Silla-Rundwanderweg auf der noch zum Teil mit alten
Alleebäumen bestandenen, alten Langenbacher Straße. Mit dem Blick nach
Thüringen, auf den Sieglitzberg mit Sendemast kommen wir im Freien zu einer
Wegekreuzung, wo es rechts nach Carlsgrün und links zur Friedelhöhe geht.



Diese Kreuzung war in
fernen Tagen der Standort einer Kapelle, über die Albert Frotscher in der
Kirchengeschichte (Wehrkirche) schreibt: Chronisten früherer Zeiten berichteten
von einer ersten Kapelle, die von missionierenden Mönchen im Jahre 1012
außerhalb des Ortes Steben, etwa halbwegs an der alten Straße nach Langenbach
erbaut worden war. Moritz Völkel schreibt: Der Name Silla, wobei der
Endbuchstabe als undeutliches a gesprochen wird, ist nach alter Mundart von
Sill abgeleitet,, was im Schriftdeutschen Seele bedeutet. Mit Silla ist die
Seele in der Verkleinerung ausgedrückt (die kleine Seele). Das Silla wäre
demnach sinngemäß in der kürzester Form die kleine Seelenkapelle (zur Verfügung
gestellt von Werner Munzert).



Wir laufen geradeaus weiter zum Friedhof von Langenbach. Von
der Schwedenwacht kommend hat sich für ein kurzes Wegestück der
Wasserscheidenweg zu uns gesellt. Wir gehen durch das obere Dorf die Straße
nach Nordhalben, verlassen sie nach geraumer Zeit nach links und kommen auf
einem Feldweg über eine Einzel nach Hermesgrün zu dem idyllisch am Waldrand
gelegenen Wanderheim der Frankenwaldvereins-Ortsgruppe Langenbach. Wir laufen
am Heim weiter zum Wald, wandern bald halbrechts auf einer Forststraße zum
oberen Talgrund des idyllischen Tales des Rothmaiselbaches, der bei der
Pfarrschneidmühle unten im Tal gleich in die Ölsnitz mündet. In der Stille des
waldumschlossenen Grundes wandern wir abwärts fast bis zur Straße im
Ölsnitztal. Gleich nach der Rothmaiseltalbrücke biegen wir scharf links und
laufen auf dem Ölsnitzpfad dem Bach entlang aufwärts, vorbei an einer
Schieferhalde, bis zum Dürrenwaiderhammer.



Im waldumsäumten,
anerkannten Erholungsort wurde, wie man allenthalben sieht, Schiefer abgebaut.
In ferner Vergangenheit wurde aber auch mit großem Erfolg in Bergwerken nach
Gold, Silber, Blei und Eisen gegraben.



Wir gehen am Ortschild an der Brücke nach rechts in den Wald
und wandern zunächst auf naturbelassenen Wegen und Pfaden bergan, bis wir auf
einen breiten Forstweg stoßen. Er führt uns durch unterschiedliche Waldbestände
beständig mäßig aufwärts zur Höhe, wo wir den E 3+6 (blaues X) kreuzen.



Wer über den nahen
Schiefertisch einen zumutbaren Abstecher zum Schieferbergwerk Lotharheil machen
will (ein knapper Kilometer einfach), muss sich der Wegeführung des Fernwanderweges
anschließen. Mit ihm erreichen wir Lotharheil (Besichtigung nach Anmeldung:
09267/91010).



Wir aber verlassen diesen Weg, queren den Fernwanderweg an
der Kreuzung und wandern nun auf naturnahen Wegen auf der Höhe weiter bis wir
auf eine Forststraße stoßen. Er führt uns nur wenige Meter nach rechts, um dann
in einen angenehmen Weg einzubiegen. Durch Waldgebiete, in denen die Buchen
immer mehr die Oberhand gewinnen, wandern wir stetig abwärts. Während wir meist
nur sanft abwärts laufen, kommen wir an Seitentälern vorbei, wo sich
gelegentliche Durchblicke öffnen. Sie werden zum Tal hin auf den gegenüber
liegenden bewaldeten Talhang immer weiter und schöner. Wenn wir das Talende der
Langenau nahe der Kreisstraße im Tal der (Zahmen) Rodach erreicht haben, laufen
wir kurz die Talstraße aufwärts, biegen aber gleich wieder über eine Brücke
über das Tal hinüber zum Wald ab.



Wir gehen nur kurz aufwärts und biegen bald nach rechts zu
einem Waldweg am unteren Hang ab. Ihm folgen wir mit angenehmen Blicken auf das
Tal, bis wir zu einem Forstweg kommen. Wir wandern auf dem sich nach oben
ziehenden Hangweg weiter. Ausblicke auf das tief liegende Tal der (Zahmen)
Rodach begleiten uns. Sie hatte kurz vorher den Langenaubach aufgenommen. Wir
wandern weiter bis wir auf eine Forststraße nahe der Rodach stoßen, mit der wir
das Rodachtal und die wieder von Nordhalben bis Steinwiesen für den Tourismus
reaktivierte Eisenbahnstrecke nach Mauthaus zum Hauptdamm der Ködeltalsperre überqueren.



Nach der
Wasseraufbereitung im nahen Rieblich versorgt die von 1968 - 1972 erbaute,
erste Trinkwassertalsperre Bayerns, die Großräume Bamberg, Coburg, Bayreuth,
Kulmbach und Hof.



Den Hauptdamm der Talsperre erreichen wir zusammen mit der
Markierung des Nortwaldweges, wenn wir am Ende des Parkplatzes auf einem Fußweg
rechts aufwärts durch jungen Mischwald laufen zu einem freien Platz mit einem
freien Blick auf die Talsperre gehen. Wir wandern weiter durch einen mit
einzelnen Tannen und Laubbäumen bestandenen Nadelwald, an einer Schutzhütte
vorbei, durch die Stille eines weiten Waldgebietes. Die Ausblicke auf die
Talsperre und die gegenüber liegenden Waldhänge werden enger und seltener und
verschwinden ganz, ehe wir auf den vom Vordamm kommenden Forstweg stoßen. Nun
gehen wir noch im Wald mäßig bergan. Am Waldrand geht der Waldweg in einen
Feldweg über, mit dem wir an einer Marter vorbei (Ausblick!) zum Großparkplatz
an der Straße kommen. Nun wandern wir auf dieser Straße zu dem auf einem
Hochplateau (500 bis 700 m), an der Frankenwaldhochstraße liegenden
Erholungsort Nordhalben mit der Klöppelschule und dem Klöppelmuseum.  



Wenn wir nicht in das Zentrum aufsuchen wollen, verlassen
wir die Hauptstraße bald in einer Rechtskurve nach links und gehen den
Fichteraweg aufwärts hinaus zur Fun-Arena und zum Skilift. Mit dem E 3+6
wandern wir einen angenehmen Waldweg geradeaus abwärts zum urwüchsigen Tal der
Norhalbener Ködel, die nicht weit entfernt, an der Zweiwassermühle, aus dem
thüringischen Grumbach und dem Großen Rosenbaumbach entstand. Wir überqueren
das Tal. Nun empfängt uns ein weites, abgeschiedenes Waldgebiet mit nahezu
reinen Fichtenbeständen. Nach kurzer Wegestrecke im Wald aufwärts verlassen wir
den E 3+6 nach rechts und folgen einem breiten Forstweg am Hang entlang, bis
wir das schmale Tal eines Frankenwaldbächleins überqueren. Gleich in der
Wegebiegung wenden wir uns nach links und laufen auf einem naturbelassenen
schmalen Waldweg im engen, urwüchsigen Tal eines Rinnsals entlang aufwärts.



Bald stoßen wir auf einen naturnahen Waldweg, der uns kurz
nach rechts bergan zu einer Wegekreuzung führt. Wir wählen den mit Splitt
bedeckten Weg nach rechts und gehen längere Zeit an einem Waldstück entlang. Nach
dieser Freifläche erreichen wir an einem kleineren Teich einen Forstweg. Wir
biegen nach rechts ab und laufen etwa 400 m bergan, bis wir uns an einer
lichten Waldfläche nach links wenden. Je weiter wir den Hang aufwärts laufen,
merken wir den nur schlecht begehbaren Weg. Auf dem Weg nach oben entschädigt
uns dafür ein Blick zurück, auch schon vorher, auf die Höhe von Nordhalben mit
den Häusern am Ortsrand. Wenn wir gleich das kilometerweit von Süd nach Nord
schnurgerade durch das Waldgebiet führende Reviersträßlein auf der Höhe
überschritten haben, sehen wir immer noch die Folgeschäden des orkanartigen
Sturmes Kyrill vom Januar 2007.



Wir gehen leicht abwärts kurz durch den Wald, bis wir auf einen
Forstweg stoßen. Kurz vorher freuten wir uns über den schönen Blick auf das
Kirchdorf Tschirn. Wir wandern auf dem Fahrweg durch Waldabteilungen mit jungen
Beständen sanft abwärts, bis wir eine schmalen Senke im oberen Talgrund
überschreiten. Nun gehen wir, immer dem gleichen Weg folgend, in Windungen
leicht bergan weiter, bis wir diesen Weg in einer Rechtskurve nach links
verlassen. Bis hierher boten sich dreimal südwärts schöne Ausblicke die
zunehmend breiter und weiter wurden. Dabei können wir schon das Tal der
Tschirner Ködel erahnen, das wir bald erreichen werden. Wir laufen nur etwa 50
m auf dem naturnahen Waldweg weiter, bis wir in den Jungwald nach rechts
abbiegen(!) und auf einem naturbelassenen Weg an einer Waldblöße steil bergab
zu einer Forststraße laufen.



Wir sind im Talgrund des zweiten Wasser-Hauptspenders des
Stausees, an der Tschirner Ködel. Wir müssen aber noch dem Forstweg nach links
folgen. Sie entspringt im Waldgebiet Hohe Tanne (721 m) nahe des Rennsteigs und
nahe der bayerisch-thüringischen Grenze. Am Oberlauf durchfließt sie ein enges,
unberührtes Waldtal mit einigen vormaligen Floßteichen. Bei Niedrigwasser
können wir sie über die Furt überqueren, bei größerer Wasserführung umgehen wir
sie auf einem kleinen Umweg über einen Steg und wandern durch den Wald, dann
durch die Fluren über die Anhöhe hinab nach Tschirn, dem 650 m hoch gelegenen
Pfarrdorf.



Am südlichen Ortsende
bietet sich ein schöner Weitblick. Das Pfarrdorf liegt 650 m über NN an der
Frankenwaldhochstraße auf einer großen Rodungsinsel zwischen der Tschirner
Ködel und dem Dober. Die 1869/70 erbaute kath. Pfarrkirche mit dem spitzen Turm
grüßt weithin in das Umland. Eine Kirche wurde bereits 1187 genannt.



Wir verlassen das obere Dorf nach der Kirche im Güterweg
geradeaus. Am letzten Haus biegen wir nach rechts in einen Feld- und Wiesenweg
ein (Fernsicht!) und wandern über die Wiese zum Wald. Wieder nimmt uns ein
weites Waldgebiet auf. Wir wandern durch verschiedenen Waldbestände beständig
abwärts. Allmählich bieten sich gelegentliche Blicke auf das reizvolle Dobertal
und einen Floßteich, wenn wir dann den Talgrund und den Dober auf einer
Holzbrücke überschreiten. Nun wandern wir durch einen mit einzelnen Laubbäumen
durchsetzten Fichtenwald stetig und lange bergan über den Höhenrücken und
weiterhin im Wald nach links und wieder abwärts zur Schneidmühle im Tal der
jungen Kremnitz. Wir überqueren den Talgrund und erreichen auf einer längeren
Stichstraße nach geraumer Zeit das 631 m hoch gelegene schon 1190 erstmals
erwähnte Reichenbach, in dem die 1927 erbaute Holzkirche 1980 abgerissen wurde.



Dafür entstand auf der
Anhöhe nahe des Dorfes die Kirche St. Michael für die Gemeinden Haßlach b. T.
und Reichenbach. Auch hier zeugen im Umkreis Kapellen, Martern und Kreuze von
frommen Menschen. Der Marienkapelle werden wir bald begegnen. Sie wurde 1826
von Johann Görg Neubauer erbaut. Melchior Rebhahn und Paul Raab aus Teuchnitz
ist das gegenwärtig saubere Aussehen zu danken. An den Wänden des Chorraumes
sind die Namen der gefallenen Soldaten beider Weltkriege aufgelistet. Ein
Vortragskreuz hängt neben dem Altar, daneben schmücken der hl. Josef und eine
Lourdesgrotte das Innere. Bis zum Jahre 1970 führten Prozessionen von
Reichenbach hierher. Die Trauerzüge zum nahen Friedhof verweilen an der Kapelle
zu einem kurzen Gebet.



Wir biegen von der Dorfstraße nach rechts ab und wandern an
der genannten, schmucken Kapelle mit Gedenkstein, am Fußballplatz und an der
Kirche vorbei über die Anhöhe zum Hasslacher Friedhof und schließlich nach
Haßlach mit der sehenswerten Kirche Vierzehnheiligen im Frankenwald.



In Haßlach, das
zusammen mit Reichenbach auf einer großen Rodungsinsel im Quellgebiet von
Haßlach und Kremnitz liegt, muss man unbedingt die Wallfahrtskirche St. Maria
und die 14 Nothelfer besuchen. Es ist die älteste 14-Nothelferstätte in Europa
(1121). Sehenswert sind auch im Umfeld die zahlreichen Martern und Kreuze
Zeugnisse tiefer Frömmigkeit der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart.



Wir schließen uns in Haßlach b. T. dem Burgenweg an und
wandern im Moosweg auf einem angenehmen Feldweg aufwärts zu einem Fahrweg auf
der Höhe und genießen dort die herrliche Aussicht auf das nahe Umland. Wir
verlassen den Burgenweg auf dem Fahrweg nach links, genießen die weiterhin
herrlichen Ausblicke, überqueren die Staatsstraße und wandern geradeaus auf
einem Feldweg hinunter zum Wald und weiter am Waldrand in das Tal der jungen
Haßlach. Unter der Eisenbahnunterführung hindurch kommen wir auf dem gleichen
Weg durch schön gestaltete Fluren gemächlich steigend zur Höhe. Unterwegs
begleiten uns beeindruckende Ausblicke. Auf halber Höhe schließt sich uns
wieder der Burgenweg an.



Mit ihm überschreiten wir die freie Anhöhe und erreichen
leicht abwärts wandernd den Ortskern von Steinbach a.Wald, den 500 - 700 m über
NN gelegenen, staatlich anerkannten Erholungsort am Oberlauf des Steinbachs mit
der altehrwürdigen Wehrkirche.



Mit dem Bau der
Eisenbahnstrecke entwickelte sich im Bahnhofsgebiet eine neue Ansiedlung, durch
die auch der Rennsteig führt. Der 1190 erstmals urkundlich erwähnte Ort war
schon seit 1187 im Besitz des Klosters Langheim. Etwa zu Beginn des 13.
Jahrhunderts wurde (im Dorf) mit dem Bau einer 18 m hohen Turmhügelanlage
begonnen, zum Schutz, als Zufluchtsort in Kriegszeiten und als Vorratslager.
Daraus entwickelte sich die heute noch bestehende Wehrkirche.



In der Windheimer Straße wandern wir gleich hinter der
Wehrkirche zwischen Häusern hindurch rechts aufwärts zur Höhe, wo wir auf die
Heeresstraße (oder Alte Poststraße) stoßen.



Unser Wanderweg führt
nun nach rechts. Aber es lohnt sich ein kurzer Abstecher nach links zu der
nahen Sitzgruppe der Wanderfreunde Windheim am Napoleonsbusch mit der schönen
Aussicht. Bedingt durch bedeutende Gebirgsübergänge, zog auch viel Kriegsvolk
durch den Frankenwald, auch Napoleon. Sagen ranken sich um seine Person. Obwohl
er den Bewohnern viel abverlangte, blieb er den Menschen in recht guter
Erinnerung, warum sonst hätten sie einem so markanten Baum auf der Windheimer
Höhe, dort, wo seine Truppen einst lagerten, den Namen Napoleonsbusch gegeben?!



Wir setzen unsere Wanderung auf dem Höhenweg nach rechts
weiter fort durch Flur und Wald. Wir verlassen zuerst den nach links
abzweigenden Burgenweg. Dann gehen wir von der Heeresstraße ab und laufen im
Wald links leicht abwärts, bis wir an einem kleinen Parkplatz auf die Straße
stoßen. Ihr folgen wir nach links zu unserem nahen Ziel zum Freizeitsee von
Windheim am Oberlauf der Ölschnitz. Wen wir es genau nehmen, müssen wir den See
noch bis zum gegenüber liegenden Ufer zur Wandertafel und zur Sitzgruppe
umrunden. Dort endet offiziell der 89 km lange Seenweg.



Der 600 m über NN
liegende Freizeitsee wurde in den Jahren 1984 bis 1986 vom Landkreis Kronach
gebaut. Er hat ein Fassungsvermögen von rund 35.000 m³ Wasser bei einer
Ausdehnung von rund 275 x 100 m. Seine Tiefe beginnt bei etwa 0,80 m und reicht
bis zu einer Tiefe von 4,5 m.



Es ist ein würdiges
Endziel auf dem Seenweg, der die Wanderwege von Fichtelgebirge und Frankenwald
verbindet.

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Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Parkplatz am Untreusee Schwierigkeit: mittel Dauer: 22 h Länge: 88.5 km Höhenmeterdifferenz: 2119 m Maximale Höhe: 677 m Minimale Höhe: 392 m

Service

Einkehrmöglichkeit

Was zeichnet die Tour aus

60% Kondition

Kontakt

Frankenwaldverein e.V.

Karlsgasse 7, D-95119 Naila

96317  Kronach

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

https://www.frankenwaldverein.de/

Ersteller

Frankenwaldverein e.V.

T: 09282/3646

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grün = geeignet, gelb = witterungsabhängig, rot = ungeeignet, grau = keine Infos vorhanden

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