Eine ganz besondere Genuss-Spezialität des Flößerortes Wallenfels.
Tradition und Ursprung der "Gstopftn Rumm" Die "Gstopftn Rumm" gehören untrennbar zu Wallenfels und seiner Geschichte. Früher lebten im Tal der Wilden Rodach hart arbeitende Flößer, Holzmacher und Weber. Es waren arme Leute, die sich zu einem Großteil von dem ernähren mussten, was ihre kleinen Gärten hergaben. Allerdings sind die Böden der Region karg, nur robustes Gemüse gedeiht hier.
Herstellung und Haltbarmachung So entstanden die "Gstopftn Rumm" als haltbare Variante einer Mischung aus Erdkohlrabi, Karotten, Wirsing, Kraut und Lauch. Im Herbst werden die Zutaten zerkleinert und in Holztrögen "gestopft" - also gehackt. Danach werden die Rumm gesalzen. Anschließend muss die Mischung für etwa 4 bis 5 Wochen ruhen; in dieser Zeit setzt die Gärung ein. Fertig sind die "Gstopftn Rumm" im Dezember und damit genau zur rechten Zeit, denn gerade beim Schmaus an den Festtagen sind sie nicht wegzudenken.
Zubereitung und Bedeutung als Beilage Die Wallenfelser lieben die "Rumm" süß-sauer zubereitet als Beilage zu Gans, Ente oder Schweinebraten. Sie sind für die Frankenwäldler ein Stück kulinarische Heimat und für viele Gäste ist das "Arme-Leute-Essen" von einst mittlerweile zur unverwechselbaren Delikatesse geworden.