"Blaue Zipfel" - der Frankenwald auf dem Teller
Wer den Norden Bayerns besucht, sollte sich dieses typische oberfränkische Gericht nicht entgehen lassen. Zubereitet in einem aromatischen Essig-Sud mit Zwiebeln, Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und Gewürzen, werden die fränkischen Bratwürste gegart. Dabei entsteht die charakteristische bläuliche Färbung und die hellen Bratwürste entfalten ein sanft-würziges Aroma, das an warme Wirtsstuben, knarrende Holzbänke und echte fränkische Gemütlichkeit erinnert.
Gericht mit Tradition
Historisch gesehen war diese Zubereitungsart eine Notwendigkeit in den langen kalten Wintern, als man ohne Kühlung auskommen musste. Doch aus der praktischen Haltbarmachung wurde eine Tradition - und aus der Tradition ein Geschmack, der heute noch begeistert und nach der man sich besonders in der kalten Jahreszeit sehnt.
Spezialität im Januar
"Blaue Zipfel" sind genau das Gericht, das man braucht, wenn draußen die Kälte in die Knochen kriecht. Ein Stück Brot, dampfende Zwiebelringe im Sud - und plötzlich fühlt sich der Monat nicht mehr so grau an.
Im Januar servieren die oberfränkischen Gasthäuser mit besonderer Hingabe. Sie passt zu frostigen Abenden, zu langen Spaziergängen durch die kalte Winterlandschaft und zu jenen Momenten, in denen man nach einem warmen Teller sucht, der mehr ist als nur ein Essen.
Mehr als nur ein Essen
"Blaue Zipfel" sind einfach ein Klassiker der regionalen Wirtshauskultur und bodenständigen Frankenwald-Küche.
Die unten stehenden Gasthäuser bieten "Blaue Zipfel" im Januar als Spezialität des Hauses an. Sie sind aber ein typisches Gericht, welches man ganzjährig genießen kann.
Die Zubereitung geht leicht von der Hand und ist auch ideal für Koch-Einsteiger geeignet.
Wer die "Blauen Zipfel" also selbst nachkochen möchte, gelangt hier zum Rezept.