Frankenweg - Etappe 3

6:30 h 525 hm 777 hm 19,4 km difficult

Presseck

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Der Frankenweg vom Rennsteig zur Fränkischen Schweiz. Eine Wanderung zu den Glanzpunkten des Frankenwaldes.

Am Ortsausgang von Elbersreuth, Richtung Köstenhof, verlassen wir die Straße nach rechts, folgen dem Feldweg über die Höhe mit weiteren eindrucksvollen Weitblicken, dann geradeaus in den Wald. Auf dem Forstweg wenden wir uns nach links und wandern bis kurz vor die Straße. Dort biegen wir auf einen Steig nach rechts ab und folgen ihm und einem Waldweg bis zu dem von Fels kommenden und nach Köstenhof führenden Fahrweg.Wir wenden uns hier links aufwärts nach Köstenhof und kommen vorbei an dem am Westhang des 583 m hohen Schübelberges gelegenen, ehemaligen Marmorbruch, dessen dekorativer Kalkstein seit 1908 bei der Innenausstattung zahlreicher bedeutender Bauwerke in ganz Deutschland Verwendung fand. Unterhalb der geschlossenen Gaststätte erinnert das einstige von Lerchenfeld´sche Forsthaus (Nr.11) an vergangene Zeiten.Hinter dem genannten, ehemaligen Gasthaus laufen wir den Feldweg nach rechts zum Wald, freuen uns über die schönen Ausblicke und gehen bald abwärts bis zu einer Sitzgruppe und Infotafel. Hier genießen wir die idyllisch gelegene, historische Stätte, wo einst die 1550 erstmals erwähnte Einzel Güldenstein bis in die 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts stand. Ein verfallener Eingang zu dem knapp 10 m langen Felsenkeller erinnert noch an längst vergangene Zeiten, als hier seine Bewohner neben bescheidener Landwirtschaft dem Vogelfang nachgingen und danach als Waldhüter, Tappenmacher und Handweber ihren kargen Lebensunterhalt verdienten. Auf Pfaden und naturbelassenen Wegen erreichen wir abwärts wandernd im engen Köstenbachtal das Wanderheim Köstenschmölz.Vor der Gebietsreform gehörten die damals vier Häuser des Weilers zu drei Gemeinden und zu zwei Landkreisen. Heute sind es „nur noch“ zwei Gemeinden (Presseck, Wallenfels) und zwei Landkreise (Kulmbach, Kronach).Der Name erinnert an den einst hier betriebenen Bergbau mit einer Schmelzhütte. Dort, wo das Pochwerk stand, wurde 1803 ein Haus gebaut, das 1893 einem Schieferdecker, bis 1934 einer Weberfamilie und anschließend dem „Stahlhelmbund“ gehörte. 1940 erwarb es der FWV. Mit zwei Unterbrechungen wurde es als Wanderheim genutzt.

Hinter dem Wanderheim wandern wir auf einem Pfad ziemlich steil schräg aufwärts zu einem Forstweg, kommen bald zum „langen Weg“, dem wir scharf nach rechts durch wechselnde Waldabteilungen gemächlich aufwärts zur Höhe folgen. Nach dem Wald weitet sich der bisherige Ausblick auf den gegenüber liegenden Waldhang des Köstenbachtales mit der vormaligen Einzel Güldenstein und der verfallenen Einzel Breiteneben. Weiter geht es durch die Flur, vorbei an dem Wildgehege Vogler empor nach Reichenbach. Der 600 m über NN liegende Ort wurde 1126 erstmals urkundlich erwähnt, die Kirche 1958 geweiht. Die bis zum Fichtelgebirge reichende Aussicht wird mit zunehmender Höhe immer eindrucksvoller.Am Ortsende in Richtung Haid bewundern wir ein gepflegtes, 1913 von Andreas und Kathi Hildner gestiftetes, 1,20 m hohes, gusseisernes Kreuz. Vor dem Weiler folgen wir einem Feldweg aufwärts zum Wald (Bank, Panoramatafel) und genießen nach dem Aufstieg die phantastische Aussicht. Auf dem hier abzweigenden Zugangsweg nach Wallenfels steht am Waldrand ein 3.30 m hohes Holzkreuz mit Satteldach. Es geht auf ein Versprechen aus dem 1.Weltkrieg zurück. 400 m weiter können wir die „Göttlich Hilf“ bewundern. Es ist ein 3.60 m hohes und 2.40 m breites Flurdenkmal, ein seltenes „Volto-Santo-Kreuz“ (= heiliges Antlitz, heilige Gestalt). Es erinnert an einen Unfall aus dem Jahre 1800.Durch einen aufgeforsteten Kahlschlag kommen wir zum Kreuzstein. Hierbei handelt es sich eigentlich um 2 Kreuze. Neben einem auf einem Sockel stehenden geschmiedeten Kruzifix ist auch der ursprüngliche „Kreuzstein“, ein in eine Steinplatte eingemeißeltes Kreuz, etwas zurückversetzt zu finden. Geradeaus wandern wir auf dem Fahrweg zum Wald und freuen uns über die eindrucksvolle Aussicht bis hin zum Wetzstein (zweithöchster Berg im Frankenwald – 792 m) mit der Silhouette des markanten Altvaterturmes. Bei Oberehesberg werden wir durch eine überwältigende Aussicht auf das Fichtelgebirge und das Obermainische Bruchschollenland bis hin zum Staffelberg, nach Coburg und zum Rauhen Kulm überrascht.Entlang der Fränkischen Linie geht es nun durch Flur und Wald (Panoramatafel!) zur Radspitzalm, dem Wanderheim der OG Seibelsdorf in Mittelberg. Hier stand einst ein markgräfliches Schloss, das 1426 in einer Fehde zerstört und wieder aufgebaut wurde. Als die Amtmänner 1523 die Stätte verließen, war es dem Verfall preisgegeben.Hinter dem Wanderheim führt ein Steig kurz aber ziemlich steil zu einem angenehmen Waldweg, dem wir aufwärts zur Radspitze mit dem 1955 eingeweihten Turm folgen. Hier stand schon 1886 ein 11 m hohes „Aussichtsgerüst“, der erste Aussichtspunkt im Frankenwald. Neben der Aussicht vom Turm bietet sich vom nahen Startplatz der Drachenflieger ein herrlicher Blick auf die landschaftlich reizvolle Heckenlandschaft des Obermainischen Bruchschollenlandes.

Kilometerlang führt uns nun der Frankenweg durch ein weites Waldgebiet talwärts nach Zeyern. Zunächst treffen wir nach einem naturbelassenen Waldweg auf einen Forstweg, dem wir lange folgen. Nach einem Ausblick auf das Kronacher Umland führt uns ein Abstecher zum versteckt liegenden Fröhlichstein, einem Sandsteinpfeiler aus dem 18. Jahrhundert („Friedrich Engelhard 1761“), an dem man die Krönung Mariens, ein Kruzifix und eine Pieta (Maria mit dem Leichnam Christi auf dem Schoß) erkennen kann.Die nahe Waldkapelle Kirchbühl von 1841 erinnert an das katholische der einstigen zwei, etwas abseits stehenden Häuser des gleichnamigen Weilers, der einstens ständig ein Streitobjekt zwischen dem Bistum Bamberg und der Markgrafschaft Bayreuth war. Denn die Grenze trennte die katholischen Bewohner des einen Hauses von den evangelischen des Nachbarhauses.Geraume Zeit wandern wir noch auf dem Forstweg, links an der Kapelle vorbei, weiter. Pfade und einsame Waldwege führen uns nun nach rechts über die 636 m hohe Markgräfliche Höhe durch die Stille wechselnder Waldformationen mit eindrucksvollen Ausblicken immer weiter abwärts. Wenn sich der Wald öffnet, bietet sich nochmals ein Blick über die Zeyerner Wand hinweg auf die weiten, bewaldeten Höhen des Frankenwaldes.
Wir wandern bis Zeyern.


  • Aufstieg: 525 hm

  • Abstieg: 777 hm

  • Länge der Tour: 19,4 km

  • Höchster Punkt: 676 m

  • Differenz: 335 hm

  • Niedrigster Punkt: 341 m

Difficulty

difficult

Panoramic view

high

Saisonale Eignung

geeignet witterungsbedingt nicht geeignet unbekannt
  • JAN

  • FEB

  • MRZ

  • APR

  • MAI

  • JUN

  • JUL

  • AUG

  • SEP

  • OKT

  • NOV

  • DEZ

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