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2. Symphoniekonzert der Hofer Symphoniker - FreiGeist

18.10.2019  19:30 - 22:00 Uhr 
Musikveranstaltungen
 - Hofer Symphoniker gGmbH

01/02 Sebastian Manz © Hofer Symphoniker gGmbH

 - Hofer Symphoniker gGmbH

02/02 Johannes Wildner © Hofer Symphoniker gGmbH

2. Symphoniekonzert der Hofer Symphoniker unter dem Motto "FreiGeist" im Festsaal der Freiheitshalle Hof.

Rolf Martinsson: Open Minds
Clarl Nielsen: Konzert für Klarinette und Orchester op. 57
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

Solist: Sebastian Manz, Klarinette
Dirigent: Johannes Wildner

Die effektvolle Konzertouvertüre Open Mind wurde im Jahre 2005 vom schwedischen Rundfunksinfonieorchester für die Festivaleröffnung von Baltic Sea in Auftrag gegeben. Es ist Manfred Honeck, dem Dirigenten der Uraufführung, gewidmet. Rolf Martinsson, der zu den interessantesten schwedischen Komponisten dieser Zeit gehört, schuf damit ein farbenreiches, klangschönes Werk, das von harmonischen Strukturen geprägt ist. Mit Open Mind ("Freier Geist") ermöglicht sich Martinsson, unvoreingenommen von Trends und anderen Stilrichtungen, in eine zwanglose Kommunikation mit dem Zuhörer einzusteigen.

Carl Nielsen, der bedeutendste dänische Komponist des frühen 20. Jahrhunderts, war ein musikalischer Tausendsassa. In Dänemark begegnet man seinen Kompositionen bei den verschiedensten Gelegenheiten, sei es in der kleinen Dorfkirche, wo seine Lieder gesungen werden; bei einem festlichen Opernabend, wo seine Oper Maskerade die Bühne mit Leben erfüllt, oder auch im Dänischen Rundfunk bei dem alljährlichen musikalischen Neujahrsgruß seiner Helios Ouvertüre. Nachdem Nielsen 1922 ein Bläserquintett vollendet hatte, wollte er jedem der fünf Instrumente ein Solokonzert widmen. So auch der Klarinette, die "gleichzeitig ganz und gar hysterisch oder wohltuend wie Balsam" sein und "wie eine Straßenbahn auf geschmierten Schienen quietschen" könne. Mit seinem letzten Werk, dem Konzert für Klarinette und Orchester aus dem Jahre 1928, gelang ihm das Kunststück, eine der anspruchvollsten und klangschönsten Kompositionen für das Instrument zu schaffen.

Innerhalb weniger Wochen, im Sommer 1788, vollendete Wolfgang Amadeus Mozart die drei wichtigsten Symphonien seines Lebens. Die lichte, ekstatische Jupiter-Symphonie, die dunkelgetönte Symphonie in g-Moll und die von viel Heiterkeit und Pathos durchströmte Symphonie in Es-Dur. Dass keine Aufführung der Symphonie Nr. 39 zu Mozarts Lebzeiten nachgewiesen werden konnte, trug wesentlich zur romantisierenden Mozart-Sicht des 19. Jahrhunderts des unverstandenen Künstlers bei. Zumindest gibt es Indizien, die dagegen sprechen. So könnte die "neue große Simphony von Herrn Mozart", mit der laut Programmzettel die Akademie in Frankfurt am Main am 15. Oktober 1790 eröffnet wurde, eines der drei Werke vom Sommer 1788 gewesen sein.

Text: Stefanie Müller-Lietzau

Klarinette: Sebastian Manz
Seit Sebastian Manz 2008 den Internationalen ARD-Musikwettbewerb gewann, gehört er zu den gefragtesten Klarinettensolisten und Kammermusikern seiner Generation. Heute konzertiert der gebürtige Hannoveraner weltweit und ist zudem Soloklarinettist des Radiosinfonieorchesters Stuttgart.

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