Touren im Frankenwald –“ Wandertouren

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Burgenweg Westroute

Wandern
FWV -

01/18 Markierungszeichen von FWV

Bildrechte Naturpark Frankenwald -

02/18 Lucas-Cranach-Turm von Bildrechte Naturpark Frankenwald

Herbert Janka -

03/18 Wandertafel Burgenweg von Herbert Janka

FTSC -

04/18 Schau-dich-um-Turm von FTSC

Peter Köstner -

05/18 Der Samelstein auf der Kirchleuser Platte von Peter Köstner

FTSC/Marco Felgenhauer -

06/18 Die Jungferkättl von FTSC/Marco Felgenhauer

FTSC/Marco Felgenhauer -

07/18 Pause im Paradies von FTSC/Marco Felgenhauer

Stadt Kronach, Stefan Wicklein -

08/18 Festung Rosenberg mit Festungswald von Stadt Kronach, Stefan Wicklein

Marlene Roßner -

09/18 Die Heunischenburg von Marlene Roßner

Björn Stumpf -

10/18 Innenhof Burg Lauenstein von Björn Stumpf

Andreas Hub -

11/18 Wasserschloss Mitwitz von Andreas Hub

Johannes Heinlein -

12/18 Pfarrkirche St Nikolaus von Johannes Heinlein

Johannes Heinlein -

13/18 Dom des Frankenwaldes von Johannes Heinlein

Johannes Heinlein -

14/18 Wallfahrtskirche in Haßlach von Johannes Heinlein

Dietrich Förster -

15/18 Ebersdorf von Dietrich Förster

Martin Weber -

16/18 Trogenbachviadukt von Martin Weber

Stadt Ludwigsstadt -

17/18 Blick auf die Burg Lauenstein von Stadt Ludwigsstadt

Armin Völkel -

18/18 Blick zur Plassenburg von Armin Völkel

Der Burgenweg - der kulturhistorische Wanderweg - führt auf seiner westlichen Route u. a. vorbei am Wasserschloss in Mitwitz und zur urnenfelderzeitlichen Heunischenburg. 

Auf
dem Burgenweg



Der kulturhistorische Wanderweg 



von
Lauenstein nach Kulmbach



 



Der
Burgenweg stellt sich vor:



Mit
zwei verschiedenen Routen verläuft der Burgenweg von Lauenstein am nördlichsten
Ende des Frankenwaldes zur Plassenburg in Kulmbach.



Die
östliche Route führt von der Burg Lauenstein über Ebersdorf, Ludwigsstadt, die
Lauenhainer Höhe, Haßlach b.T., Teuschnitz, Marienroth, Posseck und Glosberg in
die tausendjährige Stadt Kronach. Dabei begleitet uns der im Jahr 2015 neu geschaffene
FrankenwaldSteig.



Auf
einer ebenso empfehlenswerten Route kann man auf einer westlichen Variante die
Wanderstrecke von Haßlach, über Steinbach am Wald, Buchbach, Rothenkirchen,
Welitsch, Stockheim, Burggrub, Bächlein, Mitwitz und die Heunischenburg nach
Kronach erwandern.



Vom
Beginn des Geländes der LGS (Plessi-Turm) aus verläuft der Burgenweg mit der
Markierung des Frankenweges über Weißenbrunn, die Kirchleuser Platte und den
Patersberg nach Kulmbach zur Plassenburg.



Gewaltige
Burganlagen, wie die Mantelburg in Lauenstein, die Festung Rosenberg in
Kronach, die mächtige Plassenburg in Kulmbach sind Zeugen einer längst
vergangenen Zeit. Zusammen mit dem Wasserschloss und dem Oberen Schloss in
Mitwitz und den bescheidenen Resten der einst historisch bedeutsamen Alten Burg
in Rothenkirchen sind sie die kulturellen Höhepunkte dieses Wanderweges. Ein
Glanzpunkt aber ist die zwischen Mitwitz und Kronach auf der westlichen Variante
des Weges gelegene Heunischenburg. Diese teilweise rekonstruierte,
vorgeschichtliche Burganlage ist eine der ältesten Steinbefestigungen nördlich
der Alpen.



Im
Bereich Ebersdorf – dem Dorf, wo einst die Griffelmacher daheim waren – 
führt der Wanderweg an aufgelassenen Griffel-Schieferbrüchen vorbei, und in
Ludwigsstadt erinnert das Schiefermuseum an ferne Tage, an jene längst
vergangene Zeit, als aus dieser Schieferregion unseres Frankenwaldes
Schiefertafeln und Griffel in alle Welt gingen. In ferne Zeiten entführt uns
auch der zwischen Kronach und Kulmbach auf der Kirchleuser Platte gelegene
Samelstein. Er ist einer der ältesten Historiensteine Deutschlands.



Aber
auch andere historisch bedeutsame Zeugnisse unserer Heimat berührt der
Burgenweg. Die Dorfkirchen und Ortskerne in Ludwigsstadt, in Marienroth und
Posseck, altehrwürdige Kirchen in Lauenhain und Haßlach, die Wehrkirche in
Steinbach am Wald, die Wallfahrtskirche in Glosberg und die Stadtpfarrkirche in
Kronach sind neben der modernen Laurentiuskirche in Buchbach weitere Höhepunkte
auf diesem Wanderweg.



Neben
dem Peterskirchlein, der Waldkapelle bei Glosberg und der (auf einem Abstecher
erreichbaren) Kreuzbergkapelle in Kronach, laden auch viele kleine, liebevoll
gepflegte Wegkapellen zum Verweilen und zu stiller Andacht ein. Aber auch die
zahlreichen Marterln, Haus-, Feld- und Wegkreuze, Bildstöcke und Brunnen
bezeugen an diesem Weg exemplarisch die tiefe Gläubigkeit der Menschen
vergangener Tage und der Gegenwart.



Der
Wanderweg selbst ist im wahrsten Sinne des Wortes schon das Ziel. Er berührt
die historisch bedeutsamen Städte Kronach und Kulmbach, lässt uns Floßbäche
überqueren und entlang wandern, erinnert bei Ziegelhütte, vor Weißenbrunn und
am Samelstein an Altstraßen als Teil eines einst bedeutsamen und heute
bedeutungslos gewordenen Wegenetzes und führt uns an Floßteichen vorbei. Wenn
wir bei Mostholz thüringisches Gebiet queren, wird mit den Resten des einstigen
„Eisernen Vorhangs“ die unheilvolle Zeit der deutschen Teilung in der Erinnerung
wieder lebendig. Und den Alltag unserer Vorfahren in längst vergangenen Tagen
spüren wir, wenn wir auf dem Endstück des Hirschfelder Steiges oder auf dem
Franziskanerweg bei Kronach wandern, wenn wir vor Steinbach am Wald nahe der
Stätte des legendären Klosters Ebersbach laufen, oder wenn wir zum historischen
Tanzanger von Ebersdorf kommen und bei Rothenkirchen am Galgenberg und an der
Stätte des einstigen Schlosses vorbeiwandern.



Doch
dieser Wanderweg bietet nicht nur Kultur pur, sondern er führt uns auch zu
Glanzpunkten in Landschaft und Natur. Wir genießen die phantastisch schönen
Rundumblicke von der Lauenhainer Höhe und von der Kirchleuser Platte, die
beeindruckenden Aussichten am Trebesberger Kreuz und am Fuße des Patersberges –
und von der Höhe in Gehülz gleitet der Blick bei klarer Sicht über die
mächtigen, bewaldeten Höhen des Frankenwaldes hinweg bis hin zum Döbraberg.



In
gleicher Weise freuen wir uns über den Blick auf das weite Meer der Wälder und
über die Aussicht auf Einzeln und Weiler, die verstreut in einer harmonisch
gestalteten Landschaft liegen. Wir durchwandern die sehr schöne Teuschnitz-Aue,
abgelegene, stille Wälder und urwüchsige, enge Täler und spüren die tiefe
Gläubigkeit der Menschen vergangener Tage und der Gegenwart, wenn wir an einer
liebevoll gepflegten Kapelle oder einem kunstvoll restaurierten Bildstock für
eine Weile innehalten.



Um
diesen qualitativ anspruchsvollen Wanderweg zu schaffen, wurden nicht nur
Wegestrecken von der Straße und von schlecht begehbaren Wegeabschnitten weg
verlegt, es wurde auch mit Bedacht eine Wegeführung gewählt, die Glanzpunkte in
Landschaft und Kultur berührt. So wurde der Burgenweg zu einem
„Kulturhistorischen Wanderweg“, in dem sich sowohl die Schönheit der Landschaft
als auch die Vielfalt der Kultur unserer Frankenwaldheimat präsentieren. Eine
Wanderung vermittelt uns den Eindruck der unwahrscheinlichen Schönheit einer
Mittelgebirgslandschaft, sie wird uns zu einem ganz besonderen Erlebnis!



 





Zum
Verlauf des Wanderweges



Die vielen
Glanzpunkte dieses schönen Wanderweges, die sich wie die Perlen einer bunten,
kostbaren Kette aneinanderreihen, wurden bereits vorgestellt. Nun soll zum
Wanderweg selbst etwas gesagt werden und zwar zuerst von der Ostroute des
Burgenwegs, die von Lauenstein über Haßlach, Teuschnitz und Glosberg nach
Kronach führt und dann den Frankenweg bis nach Kulmbach begleitet.



Die ersten
beeindruckenden, wechselnden Aussichten auf die Mantelburg können wir 
genießen, wenn wir den ersten Anstieg hinter uns gebracht haben. Ebenso lange
und steil führt der Wanderweg nun abwärts nach Ebersdorf und mit schönen
Ausblicken über eine kleine Anhöhe nach Ludwigsstadt. Auch hier müssen wir uns
erst die grandiose Aussicht auf der Lauenhainer Höhe durch den Anstieg über die
bewaldete Höhe des Winterberges „verdienen“. Mäßige Anhöhen mit schönen
Ausblicken müssen nun erwandert werden, wenn wir über Haßlach b. T. über die
Teuschnitz-Aue die Stadt Teuschnitz erreicht haben. Überwiegend im Freien mit
schönen Weitblicken erreichen wir über Wickendorf und den Pfaffenberg
Marienroth, bevor uns der Burgenweg abwärts in die schöne Tallandschaft der
Teuschnitz und aufwärts zum Peterskirchlein führt. Der Weg bis Posseck wird mit
dem schönen Blick auf das Haßlachtal und die es umgebende Landschaft bestimmt.
Nach dem Höhendorf wandern wir bald in der wohltuenden Stille weiter
Waldgebiete bis wir uns am Trebesberger Kreuz wieder über einen grandiosen
Rundumblick freuen dürfen. Abwärts wandernd laden die Waldkapelle und vor allem
die Wallfahrtskirche in Glosberg zu stiller Einkehr ein, ehe wir auf dem
historischen Franziskanerweg Kronach erreichen.



Nachdem wir
an einem Ruhetag die historische Altstadt der 1000-jährigen Dreiflüssestadt
kennen gelernt haben, steigen wir gemächlich und lange auf zum Lucas-Cranach-Turm
auf dem Kaltbucher Knock und auf sehr angenehmen Wegen weiter und dann abwärts
nach Weißenbrunn. Nach dem Aufstieg zur Kirchleuser Platte auf immer angenehmen
Pfaden und Wegen genießen wir die Wanderung auf der freien Höhe mit den weiten
Ausblicken. Malerische Ausblicke erwarten uns auch auf dem Höhenrücken des
Patersberges und vor allem an seinem Fuße. Über Höfstetten und das
reizvolle  „Gründla“ erreichen wir in Metzdorf den Stadtrand von Kulmbach
und damit unser Ziel.



 



 



Eine
kurze Beschreibung des Wanderweges



 



a)Von
der Mantelburg zum Schiefermuseum nach Ludwigsstadt



Bereits zu Beginn
gilt es den Einstieg zu finden. Dabei handelt es sich um einen unscheinbaren
Steig neben der Confiserie Bauer. Wir verlassen den Burghof über die östliche
Zufahrt und folgen der Burgstraße um die Burg herum zur Ortsstraße und in
gerader Hauptrichtung gleich wieder den bequemen Pfad zum Sportplatz anhaltend
steil aufwärts mit gelegentlichen schönen Rückblicken. An der Wegegabelung vor
der Sportstätte führt uns ein angenehmer, naturbelassener Weg links haltend
sanft ansteigend am Hang entlang, vom Kirchbächlein tief unten begleitet.
Märchen-Tafeln begleiten uns, bis wir an den Damm des Kirchbachteiches stoßen.
Wir wenden uns nach links und kommen geradeaus, und nochmals kurz, aber steil
aufwärts, zu einem Feldweg.



Am Damm des
Kirchbachteiches entlang gehen wir nochmals geradeaus aufwärts zu einem
Fahrweg. Ihm folgen wir nach links und wandern weiter, bis vor uns die Häuser
der Feriensiedlung auftauchen und wir auf die Ringstraße stoßen. Wir laufen
etwa 200 m nach rechts aufwärts, biegen dann auf einen Feldweg nach links ein
und wandern etwa 500 m weiter, ehe wir in einem weiten Bogen an einer zweiten
Feldscheune vorbei auf einen von links unten kommenden Fahrweg stoßen, in den
wir scharfwinkelig nach rechts einbiegen. Unterwegs genießen wir eine
sagenhafte Aussicht zurück zur Mantelburg, eingebettet in eine eindrucksvoll
schöne Landschaft.



Nun wandern
wir nach links zum Wald und folgen dem Weg, bis wir auf einen Wendeplatz
stoßen. Dort biegen wir nach links ab und laufen über einen Jägersteig bis zu
einem Waldweg. Wir halten uns nach links und folgen schließlich einen Steig in
gerader Hauptrichtung abwärts. An ehemaligen Griffelschieferbrüchen vorbei
mündet unser Weg in einen Wirtschaftsweg ein, auf dem wir links abwärts nach
Ebersdorf zur Bushaltestelle kommen.



Hier empfiehlt sich ein Abstecher rechts aufwärts zum Tanzanger
nahe der sehenswerten ev. Pfarrkirche Maria Magdalena. Der von alten Bäumen (2
Linden, 1 Eiche als Naturdenkmal) umgebene Dorfanger dient seit jeher als
Tanzplatz zur bekannten Kirchweih Anfang August. Das Angerhäuschen aus dem 18.
Jh. dient als Musikempore. Getanzt wird in historischen Trachten. Am
Kirchweihmontag bildet der „Männeraufzug“ den Höhepunkt.



„Im
Geschwende“ verlassen wir das Kirchdorf und gehen auf einem Wirtschaftsweg
sanft aufwärts. Noch vor dem Wald biegen wir nach links auf einen Fahrweg ab
und erreichen mit ihm die freie Höhe. Unterwegs schweift der Blick zurück auf (v.l.)
Ebersdorf, das Taugwitztal und die bewaldeten Höhen, hin zum Rennsteig und zur
thüringischen Landesgrenze. Unser Weg führt nun oben nach rechts zu einem
Fahrweg und biegt nach einem Linksknick wieder nach rechts in einen Wiesenrain
ab. Wir folgen ihm bis zum Wegweiser und queren dort die Wiese nach links
abwärts zum Wald.



Wir laufen
auf einem angenehmen Waldweg meist leicht abwärts. Im Freien bietet sich dann
ein weiter, schöner Blick auf Ludwigsstadt und sein schönes Umland. Ein
angenehm zu laufender Feldweg führt uns beständig leicht bergab. Wir überschreiten
die Eisenbahn und gehen am Stadtrand gleich schräg rechts zum Marktplatz von
Ludwigsstadt im Talkessel von Loquitz, Hassbach und Trogenbach.



Die sehenswerte Marienkapelle und das frühere, 1746 errichtete
Rathaus am Marktbrunnen, ein zweigeschossiges Gebäude mit einem schlichten
Fachwerkobergeschoss und Mansardendach, sind sehenswert.



 



b)
Von Ludwigsstadt nach Haßlach



Am Marktplatz
 treffen wir auf den FrankenwaldSteig,
welcher bis nach Kulmbach (fast) parallel zum Burgenweg verläuft. Wir wandern
am oberen Ende des Marktplatzes weiter geradeaus durch die Stadt, über die B 85
und eine kleine Parkanlage zu einer Stichstraße, die uns mit schönen Ausblicken
durch Ottendorf führt. Nahe des Ortsendes biegen wir spitzwinkelig nach rechts
ab und gehen an den letzten Häusern vorbei und dann links aufwärts zum Wald.
Unterwegs freuen wir uns über den schönen Blick auf den gegenüber liegenden
Sommerberg und die Tallandschaft.



Nun wandern
wir auf einem Fahrweg zunächst etwas steiler, dann gemächlicher durch
unterschiedliche Waldabteilungen lange bergan. In einem lichten Hochwald auf
einer Zwischenhöhe müssen wir auf die Markierung achten. Wir verlassen in einer
Kurve den Forstweg auf einen naturbelassenen Waldweg nach rechts.



Im Wald
treffen wir auf Wanderwege, die uns geradeaus weiterhin leicht aufwärts durch
ältere Waldbestände zur Höhe in die freie Flur begleiten. Hier bietet sich ein
schöner Blick auf das reizvolle Umland und auf die Schieferstadt Lehesten. Auf
einem Feldweg und auf einem Wirtschaftsweg wandern wir immer geradeaus durch
schöne Fluren – vor uns das mächtige Windrad auf der Lauenhainer Höhe – zuletzt
auf einem Wirtschaftsweg zur nahen Hauptstraße von Lauenhain mit seiner
sehenswerten, im Kern spätmittelalterlichen (evang.) Filialkirche St.
Franziskus.



Von dem auf
der Anhöhe stehenden, das Landschaftsbild prägende Windrad genießen wir am
Scheitelpunkt wohl einen der schönsten Rundumblicke in unserem Frankenwald.
Einige Meter weiter abwärts bietet sich ein weiter, phantastischer Rundumblick
über den Frankenwald und die Höhenrücken des Thüringer Waldes.



Kurz vor dem
Gehweg erahnen wir den Verlauf einer Altstraße, ehe wir den Rennsteig in der
Nähe des Parkplatzes Ziegelhütte erreichen. Wir folgen ihm nach rechts, am
Weiler Ziegelhütte vorbei, überqueren die Straße (Reichenbach-Lauenhain) am
Kreisel und laufen kurz weiter. Wenn wir die nach Haßlach b. T. führende Straße
erreicht haben, verlassen wir den Rennsteig und folgen der Straße etwa 100
Meter bis zum Waldbeginn.



Wir wandern
nach rechts am Waldrand entlang, dann auf einem bequemen Weg im Wald links
abwärts, bis wir im Freien die Tallandschaft des Dammbaches erreichen, der
einst das ev. Amt Lauenstein (Markgrafschaft) vom kath. Oberamt Teuschnitz
(Hochstift Bamberg) trennte. Der Wanderweg führt am Waldrand entlang, im Wald
bald links abwärts, an einer Teichanlage über den Dammbach und im Wald nahe des
schmalen Talgrundes mit den Teichanlagen rechts abwärts.



Nach dem
letzten Teich laufen wir links im Wald leicht aufwärts, auf einer Forststraße
nur ganz kurz nach rechts und weiter im Wald links etwas aufwärts zur Höhe mit
einem schönen Weitblick. In freier Flur genießen wir den schönen Ausblick und
erreichen auf bequemen Flurwegen immer geradeaus durch die Felder abwärts
Haßlach b. T. mit der sehenswerten kath. Pfarrkirche St. Maria, der
Wallfahrtskirche 14 Nothelfer Haßlach – das „Vierzehnheiligen im Frankenwald“,
die „älteste europäische 14-Nothelferstätte (1121)“.



Haßlach (Hasela: Haselstauden, Haselbach) liegt 582 über NN in der
Quellmulde von Kremnitz und Haßlach und lag einst im Kreuzungsbereich zweier
damals wichtiger Straßen. Man vermutet, dass durch das Kloster Saalfeld in der
zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts auf dem Luckenberge eine Kapelle errichtet
wurde, die später durch einen Neubau ersetzt und 1124 durch Bischof Otto, dem
Heiligen, auf seinem Zuge nach Pommern geweiht wurde.



Ein Abstecher nach Steinbach a. Wald bietet sich, wenn wir am
Rennsteig etwa 1km weiterwandern oder mit dem Pkw auf der Straße (2 km). Die
Variante West führt über die Bastelsmühle nach Steinbach am Wald.

Der
Burgenweg West



 



a)
Von Haßlach über Steinbach am Wald nach Buchbach



Wir wandern
von Haßlach Richtung Steinbach a. Wald und verlassen die Steinbacher Straße in
der Kurve und gehen geradeaus auf dem Mühlenweg bis dieser Fahrweg am Waldrand
links abbiegt und leicht abwärts zur Bastelsmühle im oberen Talgrund der
Haßlach führt. Talwärts weiter kommen wir über die junge Haßlach und unter der
Eisenbahnbrücke hindurch zur anderen Seite bis kurz vor die Kohlmühle.



Wir wenden
uns scharf rechts und kommen auf einen Waldweg zur nahen Forststraße, die uns
nach rechts im Bereich des legendären Klosters Ebersbach, später im Freien mit
schönen Ausblicken, auf halber Hanghöhe zum Seenweg führt.



Bei der Besiedlung des nordöstlichen Frankenwaldes schickte das
Kloster Langheim Mönche nach Ebersbach bei Steinbach a. Wald. Sie machten das
Land urbar und bauten aus dem Holz ein einfaches Kirchlein nebst Haus, Stall
und Scheune. Lange sollen sie dort gelebt haben. Heute erinnern nur noch Sagen
an diese Stätte.



Auf dem
Feldweg wandern wir mit dem Seenweg nach links über die Anhöhe nach Steinbach
am Wald, wo wir bald – am Rathaus von der B 85 nach rechts ab –  zu der
noch durch eine Ringmauer geschützte kath. Filialkirche St. Johannes Baptista,
zur altehrwürdigen Wehrkirche kommen.



Sie wurde im 15. Jahrhundert Nachfolgerin einer 18 m hohen
Turmhügelanlage vom Beginn des 13. Jahrhunderts. Sie diente in Kriegszeiten als
Zufluchtsort und Vorratslager. Die Jahreszahl 1345 auf dem Chorbogen bezeugt
ihr langes Bestehen. Verlässlich sind die Jahreszahlen 1520 im „Terminierbuch“
eines Karmelitenfraters unter einer Spende der „Ecclesia Steynpach (Kirche
Steinbach). 1700 wird das Kirchenschiff erwähnt, 1700 und 1799 wurde die
Kirchenmauer erneuert.



Nach dem
Besuch der Wehrkirche gehen wir nur kurz die Straße in Richtung Windheim,
biegen dort zwischen den Häusern rechts ab und gehen aufwärts zur Höhe und zur
Alten Heeresstraße. Ihre Wanderstrecke von Ludwigsstadt nach Rothenkirchen ist
ein Teilstück der Alten Heeresstraße, oder der Alten Poststraße, die von
Kronach über Probstzella bis nach Saalfeld führte.



Ein kurzer Abstecher
nach links: In der Nähe des Rastplatzes steht der Nachfolger des einstigen
Napoleonsbusches. Napoleon, der wie viele andere Heerführer diesen recht
bedeutenden „Gebirgsübergang“ nutzte und den Bewohnern viel abverlangte, blieb
in vielen Sagen bei den Menschen dennoch in der Erinnerung lebendig. So nannten
sie auch einen markanten Baum auf der Windheimer Höhe, an dem einst seine
Truppen lagerten, den „Napoleonsbusch“. Die Infotafel und der nahe Rastplatz
wurden von den Windheimer Wanderfreunden gestaltet.



Wir begleiten
diesen Wanderweg kurz nach rechts zum Wald, biegen aber bald scharf nach links
ab und folgen einem bequemen Weg durch den Nadelwald und erreichen auf einem
Flurweg, am Forsthaus vorbei, Windheim in der scharfen Straßenkurve am
Ortsanfang. Wir wandern in das nahe Ortszentrum in der Talsenke.



Die katholische Pfarrkirche hat eine lange Geschichte, schon 1190
wird eine Kapelle genannt
.



Nahe des Dorfes (600
m über NN) liegt der 275 x 100 m große Freizeitsee (35.000 m³ Fassungsvermögen,
0,80 – 4,50 m tief), der in den Jahren 1984 bis 1986 vom Landkreis Kronach
gebaut wurde.



Wir überqueren
die verschobene Kreuzung, halten uns rechts und folgen der Straße „Kehlbachsberg“.
Nach etwa 300 m biegen wir wieder links ab. Wir wandern auf einem Pfad den
Wiesenhang aufwärts, bis wir auf einen Feldweg stoßen. Wir folgen ihm über die
Anhöhe (Aussicht!) zu einer Senke und dann abermals hinauf zur Höhe. Dort
wandern wir kurz rechts und gleich wieder links weiter, bis wir im Wald eine
kleine Talsenke erreichen. Diese überqueren wir und biegen an der nächsten
Kreuzung links ab. Wenn unser Weg geradeaus in einer Rückegasse endet, gehen
wir kurz nach rechts und nach wenigen Metern wieder nach links. Die Hochfläche
von Buchbach ist erreicht. Nun geht es stetig mit schönen Aussichten abwärts,
bis wir an die Ortsverbindungsstraße gelangen, welcher wir nach Buchbach
folgen.



Der modernen St. Laurentiuskirche müssen wir unbedingt einen
Besuch abstatten.



Die alte Laurentiuskirche von 1754 steht als ungeweihte Stätte im
Dorf. Ihre Schätze finden sich in der kleinen „Werktagskirche“, in der am
19.07.1970 geweihten neuen Kirche gleichen Namens wieder. Alles ist sehenswert
im „Dom des Frankenwaldes“, wie sie auch genannt wird: Die drei Portale, die
Werktagskirche, der Kirchenvorraum mit dem Taufstein, die Architektur im Innern
mit dem bunten Lichtband rundum, die sechseckige Kuppel, Altar, Orgel, die 15
Kreuzwegstationen und der Turm mit den vier Uhren mit den ganz besonderen
Zifferblättern. Sie lädt zum Schauen und Entdecken ein, aber auch zum stillen
Verweilen im Gebet. Tel. 09269/9526, Fax 09269/9527.



 



b)
Von Buchbach über Hirschfeld nach Rothenkirchen



Nach dem Abstecher
zur modernen, kath. Rundkirche wandern wir von der St.-Otto-Straße in die
Straße „Langenbach“. Sie führt uns links aufwärts aus dem Ort und auf dem
Wiesenweg bergan zum Waldrand. Dort laufen wir im Wald bis zu einem Waldweg
nahe der Straße.



Ihm folgen
wir rechts abwärts. Später durchqueren wir einen Talgrund, laufen links
aufwärts und biegen auf der Höhe wieder nach rechts ab. Wir kommen auf
verschiedenen Waldwegen schließlich aus dem Wald heraus und genießen den
Ausblick auf das Ölschnitztal mit der Aumühle, die wir auf einem Feldweg abwärts
wandernd erreichen.



Links der
Zufahrtsstraße geht es im Wald aufwärts, und wir erreichen auf der Ortsstraße
den auf der Hochfläche (646 m) zwischen der Ölschnitz und dem Steinbach
gelegenen, lang gestreckten Ort Hirschfeld mit der sehenswerten Kirche und dem
Kriegerdenkmal. Auf der Hauptstraße wandern wir nach rechts, an der Kirche und
an Bildstöcken vorbei, immer geradeaus, und kommen mit dem Blick auf die
Windräder am Dorfende zu der Anlage mit Kreuz und Bildstock.



Hier bietet sich ein schöner Weitblick: von links vom großen
Windrad auf der Lauenhainer Höhe über den auf dem Wetzstein, dem 792 m hohen,
zweithöchsten Berg im Frankenwald, stehenden Altvaterturm bis zum Döbraberg.
Schließlich schweift der Blick auf das Umland mit den wechselnden
Landschaftsbildern und den Abbauterrassen des Steinbruchs von Förtschendorf.



Wenn wir
jetzt mit der Markierung der Alten Heeresstraße auf der Höhe weiter wandern,
müssen wir den befestigten Weg in Kauf nehmen. Dafür entschädigen uns aber die
schönen Weitblicke, auch wenn diese zeitweise durch die drei störenden
Starkstromleitungen getrübt werden. Kurz vor Rothenkirchen erinnern Infotafeln
an die einstige Galgenstätte auf dem Galgenberg und an den Standort des
vormaligen Schlosses, ehe wir unser Teilziel, die Burg in Rothenkirchen im
Haßlachtal erreichen.



Der Name des 465 m hohen Galgenberges erinnert an die
mittelalterliche höhere Gerichtsbarkeit, die vom örtlichen Ortsadel im Auftrag
des Fürstbischofs von Bamberg ausgeübt wurde. Heute ziert ein mächtiges Kreuz
den Platz. Von den Ruhebänken aus bietet sich ein schöner Ausblick.



Geschichtsträchtig sind die Überreste einer einst mächtigen und
stolzen Burg, die bis 1358 Ulrich von Haßlach gehörte. Sie wurde im Bauernkrieg
teilweise verwüstet und zerstört, aber wieder aufgebaut, doch 1633 durch
Landsknechte der Festung Kronach gebrandschatzt und geplündert. 1667 wurde sie
durch Hans Veit IV. von Würtzburg an das Hochstift Bamberg verkauft.



Der Name des Ortes, in dem sich schon im 12. Jahrhundert ein
befestigtes Rittergut der Andechs-Meranier befand, geht auf den vorherrschenden
roten Sandstein und Lehm zurück. Die Namensgebung hat nichts mit Rodung zu tun,
denn die kaum bewaldeten Talauen bedurften keiner Rodung. Das neu geschaffene
Erlebnisbad lädt im Sommer zum Besuch ein.



 



c)
Von Rothenkirchen über Friedersdorf, Welitsch nach Stockheim (Ortsanfang)



Wir gehen die
Friedersdorfer Straße ortsauswärts, verlassen sie nach links und wandern immer
geradeaus in der Brunnenstraße zum Wasserhaus und der Trafo-Station. Nun gehen
wir rechts haltend auf einem Feldweg in einer reizvollen Tallandschaft mit
schönen Rückblicken auf das Haßlachtal und sein Umland, aufwärts nach dem schon
1194 erstmals urkundlich erwähnten Friedersdorf, das aber bis auf das 10./11.Jahrhundert
zurück gehen könnte.



Im Mittelpunkt des Dorfes steht die der Rosenkranzkönigin geweihte
Marienkapelle. Mit dem Aufblühen alten Brauchtums wurden Schützenfest und
Kirchweih zu gesellschaftlichen Höhepunkten.



Wir laufen
über den Dorfplatz zu der leicht bergan führenden Ortsstraße. Auf ihr erreichen
wir den Wald auf der Höhe. Dort führt uns ein bequemer Waldweg durch einen mit
Laubbäumen durchsetzten Fichtenwald leicht abwärts. Wir genießen dabei den Blick
auf Stockheim. Wenn wir aus dem Wald treten, bietet sich rückblickend eine
schöne Aussicht auf Heinersdorf (Gedenkstätte an Grenze und Mauer) im Tal des
Leutenbächleins im Thüringischen, auf Welitsch und auf das Umland des
Haßlachtales.



Durch die
Eisenbahnunterführung und über die Tettau kommen wir an den Ortsbeginn von
Welitsch an der Fränkischen Linie.



Der Ort zählt zu den alten Siedlungen des Hochstifts Bamberg. Aus
dem Turmhügel entwickelten sich wahrscheinlich die ersten kirchlichen Stätten:
Die von einem Wassergraben umgebene „wehrhafte“ Kirche (am heutigen
Kriegerdenkmal) und die heutige, auf das Jahr 1777 zurückgehende Filialkirche
St. Anna sind sehenswert.



Am
Feuerwehrhaus, am gefälligen Ortszentrum, biegen wir nach rechts ortsauswärts
ab. Ein Wirtschaftsweg führt uns rechts haltend aus dem Ort, bald durch den
Wald und später im Freien in das weite Tal der Tettau und weiter bis an die
Bahnstrecke Kronach – Ludwigsstadt. Wir folgen dem selben Wirtschaftsweg neben
der Kronach – Ludwigsstadt, bis wir uns mit dem nächsten Feldweg nach rechts
wenden und an den Rödernteichen geradeaus vorbei das Tal überqueren und gleich
am Waldanfang nach rechts auf dem Waldweg den Hang des 520 m hohen Glasberges
aufwärts laufen.



Nachdem wir
den zunächst höchsten Punkt dieses Weges (mit gelegentlichen Ausblicken auf das
Haßlachtal) überschritten haben, stoßen wir am Wasserbassin im Freien auf einen
Forstweg, dem wir nach rechts aufwärts folgen. Nach geraumer Zeit kommen wir im
Wald zur Stätte der ehemaligen, schon 1151 erstmals erwähnten Einzel Traindorf.



Sie wurde 1639 der Stadt Kronach für ihre heldenhafte Verteidigung
im 30-jährigen Krieg geschenkt. Nach mehreren Besitzern kam das als
Ausflugsgaststätte gerne angenommene Gut wieder zurück an die Stadt, die es
1976 abreißen ließ, nachdem der Pachtvertrag zwei Jahre vorher abgelaufen war.



Am Spitzberg
und am Waldgebiet Dachsbau vorbei – hier wurde das einzige Steinkohlevorkommen
Bayerns entdeckt – kommen wir nach längerer Wegestrecke in Sichtweite der
ersten Häuser an den Ortsrand von Stockheim.



Der Ort wurde 1433 erstmals urkundlich erwähnt und liegt 342 m
über NN an der Bier- und Burgenstraße (B85) und an der Bahnstrecke
München-Berlin. Um 1500 entstand das Schloss, das um das Jahr1860 auf die
gegenwärtige Größe erweitert wurde.



Der Dackel des Oberförsters Christoph Friedrich Gundermann
entdeckte 1756 die Stockheimer Kohle, als der Hund aus einem Dachsbau im
Waldbezirk „Zinnruck“ mit schwarzer Schnauze herauskroch. Es brachte dem damals
13 Häuser zählenden Dorf einem großen Aufschwung. In verschiedenen Gruben wurde
die Kohle abgebaut, ehe am 31.03.1968 nach 212 Jahren die Bergbautradition zu
Ende ging. Das endgültige Aus kam am 26.11.1987, als das rund 5 ha große
Gelände bei der Versteigerung der Gemeinde Stockheim zugeschlagen wurde. Ein 16
km langer Bergbau-Lehrpfad mit 30 Info-Tafeln und einen Diaserie über die
Bergbauzeit als Vortrag erinnern an jene Zeit. Auskünfte erteilt die Gemeinde
Stockheim (09265/80700).



d)
Von Stockheim über Burggrub nach Mitwitz



Begleitet vom
„Rundwanderweg durch die Bergbaugeschichte“ wandern wir mit Ausblicken auf
Stockheim und das Haßlachtal geradeaus weiter, wenden uns an der Wegespinne
kurz nach rechts, um gleich, den Lehrpfad verlassend, auf einem naturbelassenen
Waldweg nach links über eine Senke abzubiegen. Nach dem Wald kommen wir auf
einem Wirtschaftsweg zur Höhe. Wir folgen dem Weg mit schönem Ausblick auf Burggrub
und die reizvolle Tallandschaft hinab in den Ort mit der sehenswerten ev.
Pfarrkirche St. Laurentius (vorher St. Maria).



Von der geschichtlichen Bedeutung des früher „Grube“ genannten
Ortes zeugen ein Ansitz und ein vermutlich 1648 zerstörtes und nicht mehr
aufgebautes Schloss. Burggrub war bis 1806 im Besitz (wie Mitwitz) der Herren
von Würtzburg.



Auf der
Mitwitzer Straße wandern wir mit schönen Ausblicken nach beiden Seiten, bis wir
in die Straße über die bayerisch-thüringische Grenze ins thüringische Rotheul
abbiegen. Nach knapp 200 m zweigen wir nach links in den ehemaligen Kolonnenweg
ab und folgen ihm geradeaus zunächst durch die Fluren mit dem Blick auf
einzelne „Wustungen“, bis wir in einem Jungwald wieder auf den noch ursprünglichen
Kolonnenweg stoßen. Er führt uns nach rechts über eine Talsenke zu einer
kleinen Anhöhe.



Der E 3+6,
der uns ein kurzes Stück begleitete, biegt in einen sandigen Weg nach links
abwärts ab. Wir laufen, mit einen „thüringer“ Rundwanderweg 1, am Waldrand nach
rechts, um uns bald wieder nach links in den Wald zu wenden. Wir folgen dem
sandigen Weg durch lichte Kiefernwälder am Hang des 354 m hohen Krögels
zuweilen etwas bergan. An einer Gabelung mit einem kurzen Durchblick wandern
wir durch jüngere Baumbestände abwärts (rechts geht es zum Gipfel des Krögels)
und kommen zu den verstreut liegenden Häusern von Vetternwustung.



An der
Wegespinne am Waldeck wandern wir links abwärts, queren den Kolonnenweg und den
bereits zugewachsenen Todesstreifen, das „Grüne Band“.



1393 km lang ist der durchschnittlich 75 m breite, ehemalige
Todesstreifen, der sich zwischen dem Kolonnenweg und der ehemals eigentlichen
Staatsgrenze vom Dreiländereck in der nordöstlichsten Ecke Bayerns bis zur
Ostsee hinzieht. Er wurde im Laufe von vier Jahrzehnten zu einem ökologisch
wertvollen Gebiet. 60 % dieses längsten, Länder übergreifenden Biotopverbundes
sind im Besitz des Bundes; 90 % der ursprünglichen Gesamtfläche sind noch
erhalten geblieben.



An der Landesgrenze erkennen wir an einem historischen Grenzstein
(1620 – Cent Hasenwustung, Cent Mitwitz), dass er hier vorzeiten
Herrschaftsgebieten trennte und auch heute die Grenze zwischen Bayern und
Thüringen friedlich markiert.



Wir laufen
weiter durch sandiges Gebiet in Kiefernwäldern, biegen an der Kreuzung rechts
Richtung Reginasee ab. Bald erreichen wir den Damm des sehr tiefen Sees und den
Oberen Pfadensee. Einen Abstecher zur Dammmitte des Reginasees sollten wir
nicht versäumen. Weil hier vorzeiten am Rande des Reginasees adelige
Herrschaften derer von Würtzburg ein Bad zu nehmen pflegten, war der Zugang für
das „Volk“ gesperrt.



Die Stille
der weiten Kiefernwälder umfängt uns weiterhin, wenn wir geradeaus wandern, bis
sich der Wald vor dem Gampertteich öffnet und den Blick frei gibt in das
reizvolle Föritztal und auf die Häuser von Neundorf.



Einst war dieser Teich nicht nur wegen der Fische wichtig, sondern
auch im Winter wegen seines Eises, das von der gleichnamigen Brauerei bis zur
Einführung des elektrischen Stromes, in den Zeiten vor den „Eismaschinen“, zum
Kühlen und Lagern des Bieres tief unter der Erde in den Felsenkellern gebraucht
wurde.



Wo das Braurecht ausgeübt wurde, mussten Felsenkeller zur
Bierlagerung und Kühlung gebaut werden. Das geschah mit dem Eis anderer Teiche
in den Kelleranlagen der örtlichen Gaststätten am Mitwitzer Berg. Solche
vormaligen, größeren „Kühlschränke“ sind noch erhalten, so zum Beispiel im
Schafhof bei Schauenstein, bei Schnappenhammer und bei Hölle. Zugänglich und
touristisch genutzt wird aber nur noch die große historische Kelleranlage im
thüringischen Bad Lobenstein.



An einer Brücke
kreuzen wir die Föritz und bald haben wir den Nordrand von Neundorf erreicht.
In gerader Hauptrichtung queren wir am Autohaus die Straße und gehen am linken
Talrand der Föritz weiter mit dem Blick auf (v.l.) den Mitwitzer Berg, den
Kostberg, Weinberg und Hassenberg.



Die Föritz entspringt im Gebiet zwischen Föritz und Mönchsberg.
Die wenigen Meter nach rechts abwärts zum Felsenkeller aus dem Jahre 1835
sollten wir nicht versäumen. Auch wenn wir nur in den Vorraum blicken können,
stellen wir uns vor, dass er mit seinen Seitengängen etwa 150 m lang ist. In
die Sandsteinwände sind lange „Etagen“ für die Bierfässer geschlagen.



Wenn der Weg
im Freien nach rechts abbiegt, folgen wir ihm über die Föritzbrücke und das Tal
hinüber nach Neundorf. Wir gehen dort links die Hauptstraße zum Ende des
Bürgersteiges und laufen auf einem Fußweg weiter zum Wasserschloss im nahen
Mitwitz.



Es steht fest, dass der Marktflecken zu den ältesten Siedlungen
zählt. Es gehörte anfangs zum Geschlecht derer von Schaumberg und zu dem
ausgestorbenen Rittergeschlecht derer von Rosenau. Der 1266 erstmals erwähnte
Ort geht wahrscheinlich bis auf das 11. Jahrhundert zurück. 1575 kam das
Untere, 1596 das Obere Schloss an die Herren von Würtzburg, die als freie
Reichsritter unmittelbar dem Kaiser unterstellt waren. Von 1575 bis 1922 wurde
Mitwitz von ihnen regiert. Nach dem Aussterben der Herren von Würtzburg wurde
der Schwiegersohn – Freiherr von Cramer-Klett – Erbe der Gesamtbesitzung. Über
Jahrhunderte war die Geschichte des Ortes und die der Herrschaft
auffallend eng miteinander verknüpft.



 



Von
Mitwitz über Kaltenbrunn, die Heunischenburg und Gehülz zur
Hans-Silbermann-Anlage in Kronach



 



a)
Von Mitwitz über Bächlein und Kaltenbrunn zur Heunischenburg   9 km



Wir laufen am
Wasserschloss vorbei und biegen beim Kriegerdenkmal nach links über ein
Brücklein ab und kommen am Rathaus vorbei zur Ortsstraße. Wir überqueren nach
oben die Straße, um zum Oberen Schloss (Besichtigung nicht möglich) zu kommen.
Wir gehen im Ort weiter zurück zum Kreisel an der Hauptstraße am Ortsende, dann
zum Breitenseeweg, der uns zum gleichnamigen See und weiter auf einem
angenehmen Weg durch eine urwüchsige Tallandschaft mit großen Teichen in den
Wald führt.



Die großflächigen
Teiche der Herrschaft von Cramer-Klett entstanden bereits im 13. Jahrhundert
und dienten lange Zeit der Fischzucht. Wir folgen dem Weg, vorbei an
Freiflächen, bis zu einer Wegekreuzung. Dort biegen wir nach links ab, um nach
längerer Wegestrecke in einen schmalen Waldweg nach rechts abzubiegen. Durch
Wald und freie Flur erreichen wir.



Nach dem
Parkplatz wenden wir uns rechts auf einen Feldweg, kommen zum Wald und wandern
mit dem Europäischen Fernwanderweg auf einem angenehmen Waldweg, bis er uns nach
links verlässt. Unsere Wanderroute führt uns nach rechts auf sandigen
angenehmen Wegen durch Kiefernwälder nach Kaltenbrunn. Wir überqueren die
Straße, kommen am Feuerwehrgerätehaus zum Ortskern und verlassen den schmucken
Ort auf der Straße in Richtung Burgstall (Aussicht).



Wir biegen
aber bald nach links in den Wald ab und laufen geradeaus bis zu einer
Sandgrube. Dort folgen wir einem angenehmen Waldweg nach rechts zurück zur
Straße, der wir nach links folgen. Wir verlassen sie in einer Rechtskurve und
wandern im Wald beständig aufwärts durch wechselnde Waldpartien, queren den
oberen Talgrund des Öfelsgrabens, dessen enger Talgrund uns bergan begleitete.
Wir laufen weiter in der Abgeschiedenheit des großen Waldgebietes bis hinauf
zur Heunischenburg, der ältesten steinernen Befestigungsanlage nördlich der
Donau.



Die bisher einzigen, archäologisch gegrabenen, 3000 Jahre alten
Überreste der Steinbefestigungsanlage aus der Urnenfelderzeit (Bestattungssitte
seit dem 12. Jahrhundert v.Chr.) in Europa nördlich der Alpen liegt auf dem
Bergsporn des 486 m hohen Wolfsberges – und zwar rechts der Straße zwischen
Gehülz und Burgstall und westlich von Kronach. Erst in den Jahren 1937/38
entdeckten Wissenschaftler eine der ältesten Steinmauern bzw.
Steinbefestigungen in Trockenmauertechnik in ganz Mitteleuropa.



Diese erkennbar großflächige Anlage der Heunischenburg ist ein
einzigartiges archäologisches Denkmal. Es stammt – so meinen die Archäologen –
aus drei zeitlich verschiedenen Perioden. Die erste, auf das 11. Jahrhundert v.
Chr. zurück gehende Siedlung war unbefestigt. Die Ausgrabungen von verkohlten
Resten von Eichenholzbalken deuten auf eine zweite Siedlung aus dem 9./8.
Jahrhundert v. Chr. hin. Die dritte Anlage auf dem Wolfsberg datieren die
Archäologen auf den Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr.



 



b)
Von der Heunischenburg über Gehülz zur Silbermann-Anlage in Kronach



Wir folgen
dem grasigen Fahrweg bis zur Einzel Untere Bürg, wandern nach links auf einem
Wiesenweg zum Wald und nach rechts durch den Wald zur Einzel Obere Bürg. Auf
dem Zugangsweg gehen wir weiter durch die freie Flur rechts zur Bundesstraße
303 und freuen uns dabei über die phantastische Aussicht. Wir überqueren sie
und wandern geradeaus in den 450 m über NN liegenden Kronacher Ortsteil Gehülz.
Gleich nach der Kirche biegen wir nach links in die Rauhershofstraße ab.



Gehülz war 1818 der Sammelname für die damals in der Gemeinde
zusammengefassten zahlreichen Ortschaften. Auf dieser Höhe bietet sich ein
einmaliger Weitblick auf Festung und Stadt Kronach, über den Frankenwald bis
hin zum Döbraberg, bis in das Maintal und bei guter Sicht bis zum Ochsenkopf
und Schneeberg im Fichtelgebirge.



Wenn wir nun
die kaum befahrene, enge Stichstraße am Rande einer reizvollen Tallandschaft
durch die Fluren und ein kurzes Waldstück am Rauhershof und den verstreut
liegenden Anwesen vorbei zur Ortsstraße geradeaus abwärts laufen, beschränkt
sich der Blick allmählich auf die Festung, die Stadt Kronach und die sie
umgebende Landschaft. Auf der (auf 30 und 50 km/h beschränkten) Ortsstraße
kommen wir durch den Ortsteil Dobersgrund und weiter am Rande des urwüchsigen
Dobersgrundes abwärts zur B 85 am Stadtrand von Kronach.



Wir wandern
nach rechts, gehen über die Eisenbahnbrücke, biegen an ihrem Ende gleich nach
links – nur wenige Meter – in die Alte Ludwigsstädter Straße ein und erreichen
bald einen kleinen „Hain“, die Silbermann-Anlage mit dem Silbermann Gedenkstein
(Parkmöglichkeiten). Hier trifft die unsere Route wieder auf die Ostroute es
Burgenweges.



Hans Silbermann (1890-1976) war Schulrat im vormaligen Landkreis
Naila, Heimatforscher, Herausgeber heimatgeschichtlicher Werke, Ehrenmitglied
des FWV, Ehrenbürger von Marxgrün, ehrenamtlicher Archivar der Stadt und des
Landkreises Kronach, Verfasser der Stadtchronik und zahlreicher Chroniken
mehrerer Frankenwaldgemeinden.

In Kronach
muss man Verweilen, um die mittelalterliche Stadt kennen zu lernen!

Das
mittelalterliche Kronach



Auf einer von
Haßlach und Kronach begrenzten Bergnase liegt das mittelalterliche, rund 18.000
Einwohner zählende Kronach. Ein drittes Floßwasser, die Rodach, formt die
Kreisstadt zu einer dreieckigen Stadtfläche. Von vielen Punkten des Umlandes
aus bietet sich dem Besucher ein imposantes Bild von der nie bezwungenen
Festung Rosenberg (wenn man vom 2. Weltkrieg absieht), ein immer währendes
Zeugnis von der Wehrhaftigkeit und Tapferkeit seiner Bewohner und der Stadt,
die im Jahre 2003 das stolze 1000-jährige Bestehen begehen konnte.



Die „Urs
Crana“ wurde im Jahre 1003 erstmals urkundlich erwähnt, als der Schweinfurter
Markgraf Hezilo seinen Sitz und diese Ansiedlung niederbrannte, damit sie nicht
in die Hände des Bamberger Königs und späteren deutschen Kaisers Heinrich II.
fiele. Von 1122 bis zur Säkularisierung im Jahre 1803 war der Fürstbischof von
Bamberg der Landesherr der Kronacher. Schon um das Jahr 1300 erhielt Kronach
das Stadtrecht und damit auch das Markt- und Braurecht. Der berühmte Sohn der
Stadt, Lucas Cranach – seine Bilder sind in der Fränkischen Galerie in der
Festung zu bewundern – leitet seinen Namen von dem seiner Heimatstadt ab.
Nahezu 700 Jahre blieb Kronach „bambergisch“ bis es 1802 mit dem Hochstift
Bamberg zu Bayern kam.



Man kann sie
nicht beschreiben, man muss sie unbedingt sehen und verweilend bewundern – die
verwinkelten Gassen und Straßen, altehrwürdige Gebäude, alte Brunnen, Türme und
Säulen, so das Bamberger Tor, die Stadtteile am Stadtgraben, die Türme der
Stadt, das Rathaus mit dem St. Michaels-Brunnen, die Ehrensäule auf dem
Melchior-Otto-Platz, schließlich die Feste Rosenberg.



1000 Bäume
wollte man gepflanzt haben, bis die mehr als 100 bedeutenden Veranstaltungen
zum 1000-jährigen Jubiläum begannen. Auch die Pracht der Landesgartenschau mit
mehr als 650.000 Besuchern wird noch nachhaltig wirken. So bleibt Kronach nicht
nur ein schönes und lohnendes Ziel für interessierte Besucher, es ist auch
Ausgangspunkt für viele und schöne Wanderungen in das Umland.



 



Die
tapferen Frauen von Kronach



Ein Brunnen
an der Stadtmauer –  er zeigt Frauen beim Ausschütten von Kesseln –
erinnert an die Tapferkeit der Kronacher Frauen während des 30-jährigen
Krieges.



Nach mehreren
fehlgeschlagenen Versuchen, Kronach einzunehmen, rückte im März 1634 das Heer
des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar mit 20.000 Mann zum Sturm an. Die etwa
2000 Verteidiger schossen von Dächern und allen Häusern, konnten aber doch
nicht verhindern, dass es der schwedischen Artillerie gelang, auf der Westseite
der Festung eine Bresche in die Mauer zu schießen.



Dank der
Kronacher Frauen gaben die arg bedrängten Männer nicht auf. Sie munterten nicht
nur die Männer zum Weitermachen auf, sie selbst brachten aus den Brauhäusern
heißes Wasser, schütteten es auf die Angreifer und warfen Pflastersteine und
andere Gegenstände auf sie. Das brachte die Wende zum Guten. Auf Grund der
hohen Verluste und der Meldung, dass Entsatz anrücke, brachen sie die
Belagerung ab und zogen sich zurück.



Die Kronacher
wussten es ihnen nicht nur durch den Brunnen zu danken, sondern auch durch das
Gelöbnis, bei einem glücklichen Ausgang jährlich eine Prozession von der
Pfarrkirche hinauf zur Festung und zurück zu machen mit dem Versprechen, dass
die Frauen dabei für ihre beispielhafte Tapferkeit vor den Männern und dem
Allerheiligsten den festlichen Zug anführen. Bei der „Schwedenprozession“ am
Sonntag nach Fronleichnam haben sie das Gelöbnis bis heute bewahrt. Auch auf
dem bekannten Belagerungsbild des Kronacher Malers Kaim ist dieses besondere
Ereignis ebenfalls festgehalten.



 



Die
geschundenen Männer von Kronach



Am
Melchior-Otto-Platz nahe der Stadtpfarrkirche in der Oberen Stadt steht die
imposante Ehrensäule, die den Bildhauern Johann Brenk und Hans Georg
Schlehendorn zugeschrieben wird. Die hohe Sandsteinsäule zeigt zwei Männer, das
Stadtwappen flankierend, die mit einer Hand ihre eigene, abgezogene Haut unter
dem Arm halten und mit der anderen das Wappen. Seit dem Ende des 30-jährigen
Krieges zeugen sie von der Tapferkeit der Kronacher Bürger und von den
Grausamkeiten der schwedischen Belagerer. Was war geschehen?



Als die
Schweden schon über eine längere Zeit die Stadt belagert hatten, erfuhren die
Verteidiger, dass sich der größte Teil der feindlichen Reiter zurückgezogen
hätte. Die Kronacher nützten diese günstige Gelegenheit zu einem Ausfall in das
schwedische Lager. Es gelang ihnen, zwischen die feindlichen Geschütze und das
Lager zu kommen. Sie schlugen die restlichen Schweden in die Flucht und
begannen deren Geschütze zu „vernageln“.



Plötzlich
wurde ihnen von den Posten auf der Mauer und auf den Wällen zugerufen, dass die
schwedische Reiterei wieder zurück käme. Blitzschnell zogen sich die Männer
wieder hinter die schützenden Mauern ihrer Festung zurück.



Doch vier von
ihnen – der Kupferschmied Lorenz Pabstmann, der Panzerwirt Hans Fiedler, der
Bürgersohn Rochus Körner und der Spitalknecht Berthold von Höfles – schafften
es nicht mehr, sich vor den Feinden zu retten. Sie wurden von ihnen ergriffen
und vom Hals bis auf die Fußsohlen geschunden, d.h. ihre gesamte Haut wurde
ihnen vom Körper gezogen. Anschließend wurden sie auf einem Feld verscharrt.



Als der Feind
abgezogen war, ohne die Festung bezwungen zu haben, suchten die Kronacher nach
den vier Leichnamen und bestatteten sie anschließend feierlich auf ihrem
Friedhof. Seit dem Jahre 1654 erinnern die jeweils zwei fleischfarbenen Männer
zu beiden Seiten des Stadtwappens – Fürstbischof Otto hatte es den 
Kronachern 1651 für ihre Tapferkeit und Treue während des 30-jährigen Krieges
verliehen – auf der Ehrensäule am Melchior-Otto-Platz an die tapferen Männer
und auch an die Grausamkeit eines Krieges.



Der
Burgenweg von Kronach über Weißenbrunn nach Kulmbach
 



Vom
Plessiturm aus führt der Burgenweg zusammen mit der Markierung des Frankenweges
über Weißenbrunn, die Kirchleuser Platte mit dem Samelstein und den Patersberg
nach Kulmbach, wo die gewaltige Plassenburg dem Burgenweg den Schlusspunkt
setzt. Der Burgenweg ist mit seinem Markierungszeichen durchmarkiert. Die
Entfernungen sind den Wegweisern des Frankenweges zu entnehmen. Diese
Wegestrecke ist in der Broschüre „Der Frankenweg“ von Seite 34 bis 39
beschrieben. – Doch vorher verabschieden wir uns noch von dem mittelalterlichen
Kronach:



 



a)
Von Kronach nach Weißenbrunn, dem „Bierdorf des Frankenwaldes



(Anmerkung:
Nahezu alle der folgenden Ausführungen des Hintergrundwissens basieren auf
Unterlagen des Herrn O. Schmidt aus Kulmbach.)



Nach dem
Gelände der vormaligen Landesgartenschau kommen wir über die B 85 zum Gasthaus
Fröschbrunn mit seiner 830 m langen, mit sieben Steilkurven versehenen Sommerrodelbahn,
und wandern auf einem stillen Waldweg durch einen gepflegten Hochwald aufwärts.
Am Scheitelpunkt dieses Weges biegen wir auf einem Pfad nach links ab und
steigen, an einem längst aufgelassenen Sandsteinbruch vorbei, aufwärts zum
Weiler Kaltbuch.



Wenn wir nur
wenige Meter an den Waldrand treten, genießen wir dort nach dem Aufstieg den
weiten, eindrucksvollen Blick auf das Küpser Umland, Schloss Banz und den
Staffelberg.



Wir folgen
dem Weg geradeaus über die Straße in den Wald. Nahe des Waldrandes umwandern
wir den Weiler Kaltbuch und freuen uns über die Durchblicke und die Aussichten,
wenn wir bis zur Abzweigung zur Höhe hin laufen. Der schöne Ausblick weitet
sich dabei mehr und mehr, bis wir ihn vom 22 m hohen, 1913 erbauten und 200 m
über dem Rodachtal auf dem 496 m hohen Kaltbucher Knock thronenden
Lucas-Cranach-Turm voll genießen können.



Der Aussichtsturm wurde nach dem bedeutendsten Sohn der Stadt,
Lucas Cranach d.Ä. benannt.



Wir gehen auf
der Höhe weiter und kommen nach dem Sendemast nach rechts auf einem weichen
Pfad durch schöne Waldbestände zu einer Altstraße. Diese führte von Kulmbach
nach Kronach und kreuzte am Samelstein eine weitere Altstraße (Bamberg –
Burgkunstadt – Hof). Auf dem historischen Fahrweg, oder daneben, erreichen wir
abwärts wandernd die Weißenbrunner Spinne.



Wir laufen
auf dem historischen Fahrweg weiter abwärts – nicht auf dem unbequemen Fahrweg
sondern lieber auf dem Pfad am Wegesrand. Bald haben wir auch den Ortsrand des
„Bierdorfes im Frankenwald“ erreicht.



Es wurde 1350 erstmals erwähnt, ist aber bestimmt schon viel älter.
Wenn wir der Hauptverkehrsstraße nach links folgen, fällt uns nahe der Kirche
eine steinerne Schönheit als Brunnenfigur auf, die Jungfer Kättl, das
Wahrzeichen des Ortes. Aus ihren steinernen Brüsten sprudelt Wasser (und einmal
im Jahr Bier).



 



b)
Von Weißenbrunn zum Samelstein



Wir
durchschreiten den lang gestreckten Ort. Am Beginn der Grüner Straße verlassen
wir Weißenbrunn links über 75 Stufen empor, laufen auf der Ortsstraße nach
links und biegen dann auf die zur Einzel Hohenwart führenden Stichstraße wieder
nach rechts ab. Mit schönen Rückblicken wenden wir uns noch vor der Einzel nach
rechts in den Wald und wandern im Schatten des Hochwaldes den Geiersberg (685
m) empor. Zunächst ist es ein bequemer, naturbelassener Waldweg, später ein
angenehmer Pfad, die uns bis nahe zur Einzel Holzhaus führen. Dort erwartet uns
eine wunderbare Aussicht auf das malerische Küps und sein Umland.



In der Nähe liegt der Weiler Böhlbach, oberhalb der
Schlottermühle. Nach der Sage erbauten die Franken, wohl schon im 5. Jahrhundert,
dort eine Burg zur Sicherung des Leßbachtales. Die Schlottermühle unten im Tal
ist seit 1487 nachweisbar. Seit 1618 ist sie im Besitz der Familie Ehrhardt.



Wir wandern
auf dem Fahrweg im Freien aufwärts zum Wald und kommen auf der Höhe über eine Waldwiese
(hier treffen wir wieder auf den FrankenwaldSteig, welcher uns in Weißenbrunn
verlassen hatte), rechts haltend, auf angenehmen Waldwegen zum aufgelassenen
Kirchleuser Steinbruch. Wir umgehen den Bruch, genießen oben die Aussicht,
laufen abwärts ins Freie und folgen am Birnbaum dem Feldweg nach rechts
aufwärts zur Kirchleuser Platte.



Es ist der Beginn des 3 km langen und 1,8 km breiten, nahezu
ebenen, aus Weißjura bestehenden Kirchleuser Rains, wie der Höhenrücken auch
genannt wird
.



Beeindruckend
sind die Ausblicke nach Osten und gelegentlich auch die weit reichende
herrliche Sicht, auf der Straße nach Schimmendorf, nach Westen. Ein Glanzpunkt
der Wegestrecke ist der weite Rundblick vom Kirchleuser Knock, den wir vom
Samelstein aus auf einem Zugangsweg nach Kirchleus (KC54, 750 m einfach)
erreichen.



Die sehr
schöne Wegestrecke führt zu einem der ältesten, deutschen Historiensteine, zum
Samelstein. Er zeigt einen gegürteten Mann, der wie zum Schutz die Hände hoch
hält.



 



c.
Vom Samelstein zur Gründlein(Straße) in Metzdorf/Kulmbach



Nach geraumer
Zeit verlassen wir nach dem Überqueren der Straße nach Schimmendorf wieder den
Höhenrücken und kommen bei einem herrlichen Ausblick in das westliche Vorland,
und gleich wieder durch den Wald, dann im Freien zum ersten Haus von
Oberdornlach. Im Dorf ist heute noch für Kundige der Kernhügel der vormaligen
Burganlage erkennbar.



Ohne
Abstecher verlassen wir die Straße geradeaus und wandern – begleitet von
schönen Ausblicken – auf einem naturbelassenen Feldweg geradeaus weiter, durch
die Fluren über eine Anhöhe zu einer reizvollen Tallandschaft. Wir halten uns
nach links, durchqueren den Grund und wandern im Wald ziemlich steil aufwärts
zum Beginn des Höhenrückens des Patersberges. Auf weichen Waldwegen kommen wir
auf der lang gestreckten Höhe durch einen Kiefernhochwald zum Aussichtsturm
„Schau-dich-um“, einem viereckigen, 1838 erbauten, 8 m hohen Sandsteinbau auf
dem südlichen Gipfel des 528 m hohen Patersberges.



Auf stets
angenehmen Pfaden und Steigen wandern wir rechts um den Turm herum und dann in
Serpentinen durch lichten Hochwald den Hang des Patersberges lange und
beständig abwärts. Am Bergfuß lädt eine Sitzgruppe mit einer überwältigenden
Bilderbuch-Ansicht auf Kulmbach, die Plassenburg und die waldreiche Umgebung
zum Verweilen ein. Mit der sich ändernden, aber immer schönen Aussicht laufen
wir durch zwei Höfe des Weilers Höfstätten.



Sein Ursprung geht wohl bis auf das Jahr 1000 zurück; nach dem
Brand im Jahre 1630 war der Ort zeitweilig verlassen und vergessen.



Wir wandern
geradeaus über die Straße durch den Ort weiter und auf einem naturbelassenen
Feldweg durch eine harmonisch gestaltete Landschaft. Wir lassen den Haidhügel
links liegen und erreichen an seinem Fuße entlang bald einen Wiesengrund, den
wir vor einer Baumgruppe nach rechts überqueren.



Nach der
kleinen Anhöhe laufen wir durch die weiten Fluren und dann am Rande eines
schönen Wiesentales weiter abwärts über den Mühlbach in den 1360 erstmals
urkundlich erwähnten, sicherlich aber weit älteren Kulmbacher Ortsteil
Metzdorf. Wenn wir die B 85 an der Ampel überquert haben, erreichen wir gleich
an der Wandertafel an einem Parkplatz den Stadtrand von Kulmbach.



Zur
Plassenburg weiter führt uns die Markierung des FrankenwaldSteiges.



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Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Lauenstein, Burg Lauenstein Schwierigkeit: mittel Dauer: 24.2 h Länge: 104 km Höhenmeterdifferenz: 2203 m Maximale Höhe: 694 m Minimale Höhe: 296 m

Service

Einkehrmöglichkeit

Was zeichnet die Tour aus

60% Kondition

Kontakt

Frankenwaldverein e.V.

Karlsgasse 7, D-95119 Naila

 

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

https://www.frankenwaldverein.de/

Ersteller

Frankenwaldverein e.V.

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

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