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Goldener-Falk-Weg KU 12

Wandern

Wir gehen in Wirsberg am Friedhof vorbei in der Ortsstraße "Im Vogtgarten" ortsauswärts zum Wald. Dort laufen wir einen angenehmen Forstweg durch Mischwald beständi...


Wir gehen in Wirsberg am Friedhof vorbei in der Ortsstraße "Im Vogtgarten" ortsauswärts zum Wald. Dort laufen wir einen angenehmen Forstweg durch Mischwald beständig aufwärts, immer nahe des Koserbaches, der sich in der Nähe von Schmölz aus Großer und Kleiner Koser gebildet hatte. An einer versetzten Kreuzung gehen wir geradeaus weiter und an der nächsten Wegegabelung halten wir uns nach links. Über den Krebsbach erreichen wir den Adlerstein (1,7 km), ein ehemals schöner Aussichtspunkt auf einer Felspartie.



Wenn wir bald danach an einer großflächigen Wiese aus dem Wald treten, sehen wir rechts oben ein Haus von Osserich. Wir umrunden die Wiese am Waldrand bis zum obersten Waldeck und freuen uns unterwegs über schöne Ausblicke, anfangs gleich auf die Ruine der Heilingskirche auf der gegenüber liegenden Höhe. Auf der Höhe wandern wir weiter am Waldrand nach links, biegen dann wieder nach links in den Wald ab und laufen auf schönen Pfaden und Wegen abwärts bis wir die Straße Wirsberg-Cottenau erreichen.



Wir folgen ihr kurz abwärts bis zu den ersten Häuser der Goldenen Adlerhütte, wo wir gleich noch vor der torähnlichen Einfahrt nach rechts abbiegen (1,7 km). Wir sollten aber kurz auf der Straße zu den Kliniken weiter gehen. Die Kuranstalt Goldene Adlerhütte wurde 1912 von Dr. Eduard Margerie gegründet, der den Frankenwaldverein nach dem 2. Weltkrieg unter großem, persönlichen Einsatz wieder in Schwung brachte. Die Privatklinik ist eingebettet in einen idyllischen Park, umgeben mit einer prächtigen Waldkulisse, stillen Wanderwegen und idyllischen Ruhepunkten an den Hängen von Ilsestein, Adlerstein und dem Kosereck.



Wir laufen dann durch die genannte torähnliche Einfahrt auf einem gepflasterten Weg kurz aufwärts und dann einen Waldweg weiter. Wenn wir dann die Infotafel über das aufgelassene Bergwerk „Goldener Falk“ erreicht haben, biegen wir nach links ab und wandern einen der selten gewordenen angenehmen Pfade im Wald aufwärts bis zum Ilsestein am Scheitelpunkt des Weges (0,2 km). Von einer Plattform aus kann man eine nur noch eingeschränkte Aussicht genießen. Der Name erweist Frau Ilse Pinkow-Margerie die Reverenz. Es ist die Tochter von Dr. Eduard Margerie.

Nun geht es in angenehmen Serpentinen den gleichen, angenehmen Pfad im Wald beständig abwärts zu einer Forststraße am Hofbach. Sie führt uns gut 50 m aufwärts. Dann biegen wir nach links ab und laufen weiterhin auf einem Steig im Wald recht steil aufwärts. Wenn wir aus dem Wald treten, sehen wir vor uns die Ruinenmauer der Heilingskirche, der erstmals 1469 erwähnten Wallfahrtskirche "Zu den 3 Hl. Marien" (1,1 km). Sagen erzählen von einem Schatz mit 12 goldenen Aposteln unter der Erde in einem Verbindungsgang zur nahen Leonardskapelle. Die aufgespürten Gänge stehen aber vermutlich nur mit dem Kupferbergbau in Verbindung (E im nahen Neufang).

Ehe wir die Wanderung fortsetzen, soll hier in gebotener Kürze vom Untergang der Heilingskirche berichtet werden. Als die Kunde vom Tode von Jan Huß - 1415 als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt - Prag erreichte, begann die Feuerwalze des Hussiten-Krieges das Fichtelgebirge und den Frankenwald zu überrollen. Nur Schutt und Asche hinterließen die Hussiten auf ihrem Kriegszuge. Auch die Bewohner von Marienweiher sahen von ihren Waldverstecken aus Kloster und Wallfahrtskirche in den Flammen versinken.

Um die schöne Heilingskirche vor dem Untergang zu retten, taten sich die Männer von Neufang zusammen, um der Feuerwalze Einhalt zu gebieten. Es war vergebens. Heller Feuerschein am dunklen Nachthimmel verkündeten den Untergang der Heilingskirche. Heute erinnert nur noch eine hohe Mauer von der einstigen Pracht und Schönheit der Kirche. Jahrhunderte hat sie nun schon heil überstanden. Man erzählt sich, dass Axt und Brecheisen wirkungslos an ihr abprallen.

Wir laufen zu dem nahen Birkenwäldchen, an seinem Rande weiter und dann im Wald und am Waldrand, mit schönen Ausblicken, nahe zur Stätte der vormaligen Wallfahrtskirche St. Leonhard "auf dem Hag" (Abstecher, etwa 100 m einfach). Gedenkstein und Infotafel auf dem Rastplatz an der 456 m hohen Buchleite laden zum stillen Verweilen ein. Die Kirche wurde um 1600 abgetragen, die Entstehung ist unbekannt.

Schon vor der historischen Stätte wenden wir uns nach rechts und erreichen bald die Straße Wirsberg-Neufang, die wir in einer scharfen Kurve überqueren. Auf einem Steig setzen wir unsere Rundwanderung fort und kommen nach einem knappen Kilometer zu Bayerns erstem Kaiserdenkmal (1,8 km). Wenn wir noch kurz weiterwandern, kommen wir zu einem Aussichtspavillon. Wie schon beim Kaiserdenkmal, so können wir uns auch hier über eine herrliche Aussicht freuen (0,3 km).

Auf einem Pfad wandern wir weiter abwärts und erreichen den an der Fränkischen Linie in geschützter Lage liegenden Luftkurort gegenüber des Rathauses. Nun sind es nur noch wenige Meter zurück zu unserem Ausgangspunkt (E - 0,4 km).

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Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Rathaus Schwierigkeit: leicht Dauer: 1.7 h Länge: 6.6 km Höhenmeterdifferenz: 226 m Maximale Höhe: 502 m Minimale Höhe: 362 m

Service

Rundweg
Einkehrmöglichkeit
Familienfreundlich

Was zeichnet die Tour aus

60% Kondition

Kontakt

Frankenwaldverein e.V.

Karlsgasse 7, D-95119 Naila

96317  Kronach

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

Ersteller

Frankenwaldverein e.V.

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info@frankenwaldverein.de

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