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Kurfürstenstein-Weg R 32

Wandern
FWV -

01/01 Markierungszeichen von FWV

Wir beginnen am Parkplatz Ziegelhütte und folgen dem Rennsteig auf der Forststraße etwa 200 m im Wald, biegen dann nach links ab und laufen einen bequemen Forstweg bis zum ersten der b...


Wir beginnen am Parkplatz Ziegelhütte und folgen dem Rennsteig auf der Forststraße etwa 200 m im Wald, biegen dann nach links ab und laufen einen bequemen Forstweg bis zum ersten der beiden Grenzsteine 625 und 629. Hier endet der „Zubringer“ zum Rundwanderweg „Kurfürstenstein-Weg“ (0,8 km). Ihnen folgen wir entgegen des Uhrzeigersinns nach rechts.



Von Martin Weber wissen wir, dass die am Grenzstein nicht mehr sehr gut erkennbare Inschrift folgenden Inhalt hat: VGG: Von Gotts Gnaden GFCMZB: Georg Friedrich Carl Markgraf Zu Brandenburg.



Und auf dem zweiten Grenzstein 629, auf den wir bald nach rechts wandernd stoßen, erkennen wir auf der Vorderseite den Brandenburger Adler mit dem Hohenzollern-Schild. Auf der Rückseite ist das Wettin-Wappen mit dem sächsischen Rautenkranz zu sehen.



VG (G): Von Gottes (Gnaden*) JEHZSJCVB: 1927 Johann Ernst Herzog Zu Sachsen, Jülich, Cleve Und Berg. (M. Weber: * Das 2. "G" fehlt: Steinmetzfehler)



Wir folgen also dem Kurfürstenstein-Weg auf einem sehr angenehmen Pfad zwischen dem ehemaligen Grenzstreifen und dem Wald, bis wir wieder auf den Rennsteig stoßen (0,4 km). Wir wandern zusammen mit seiner Markierung nach links und begegnen weiteren, einfachen, so genannten „Läufersteinen“ – KB (= Königreich Bayern) und HSM (= Herzogtum Sachsen-Meiningen) – und alten Wappensteinen, von denen der Dreiherrenstein (Nr. 634) aus dem Jahr 1717 wohl der bekannteste Historienstein ist.



Martin Weber schreibt dazu:



„Das Hochstift Bamberg mit dem Oberamt Teuschnitz, das markgräflich brandenburgisch-bayreuthische Amt Lauenstein und das sachsen-saalfeldische Amt Probstzella. Auf bayerischer (Nordwest-) Seite des Steines das stark beschädigte markgräfliche Wappen: Der „Brandenburger Adler“. Unter dem Wappen Fragmente der Inschrift: 717 / 1 4 O C T O B, das bedeutet: 1717 / DEN 4. OCTOBER. Auf bayerischer (Südwest-) Seite das Wappen des Hochstiftes Bamberg (Amtswappen Lothar Franz Graf von Schönborn, Kurfürst und Erzbischof von Mainz, Bischof von Bamberg, 1693 – 1729).



Unter dem Wappen wiederum Fragmente der Inschrift. Auf der thüringischen (Ost-) Seite das sächsische Rautenkranzwappen und Fragmente der Inschrift. Es ist überliefert, dass die Burschen der Umgebung ihre Messer am Dreiherrenstein wetzten, um die Kraft dreier Fürsten zu erlangen. Wetzspuren zeigen, dass dieser Brauch auch in unserer Zeit (leider) noch gepflegt wird.“



Wir folgen dem Schönwappenweg weiter, vorbei an altehrwürdigen Grenzsteinen, bis wir zum ältesten und wohl auch schönsten Wappenstein, dem Kurfürstenstein kommen, der den Namen dieses schönen Rundwanderweges trägt (2,3 km). Nach kurzem Verweilen überqueren wir den Grenzstreifen zur thüringischen Seite zu einer Infostation mit Tafeln und Rastmöglichkeiten (0,1 km). Wir folgen zunächst dem Rennsteig knapp (0,2 km) in den Wald.



Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir den gesamten Rundweg über Brennersgrün und den Wetzstein erwandern wollen, oder ob wir direkt den Weg zum nahen Stern (0,1 km) wählen wollen.



Die Abkürzung führt 100 m nach links im Wald zur offenen Wegespinne am „Stern“.



Der Kurfürstenstein-Weg aber führt mit der Markierung des Rennsteigs – also ohne eigene Markierung – vorbei am Rastplatz am ehemaligen Jagdhaus und über den jungen Doberbach bis nach Brennersgrün. Am Ortsrand (E – 2,0 km) queren wir die Kreisstraße und wandern dort parallel und ziemlich nahe zu dieser Straße nach links, durch den Wald und über eine Kyrill-Blöße bis zum Saale-Orla-Weg (rotes Dreieck auf weißem Grund). Mit diesem Wanderweg queren wir die Straße wieder zur anderen Seite und gehen im Wald kurz, aber ziemlich steil aufwärts zum Altvaterturm auf den 792 m hohen Wetzstein, dem zweithöchsten Berg des Frankenwaldes (E – 1,7 km). Unterwegs führen uns thüringische Wanderwege zu unserem Ziel.



Auf der Höhe überqueren wir mit örtlichen Markierungen den Fahrweg und laufen im Wald auf einem naturbelassenen Waldweg abwärts zu einem Forstweg. Er führt uns nach rechts, eben und in gerader Hauptrichtung, durch gepflegte Waldabteilungen bis zu der Wegekreuzung am schon vorher genannten „Stern“(1,7 km).



Wer den Rundweg in Brennersgrün begonnen hat, hat hier die Möglichkeit nach links durch den Wald auf einem naturbelassenen Weg hinüber zum Rennsteig und mit ihm zurück nach Brennersgrün zu laufen.



Wir aber biegen nach rechts ab und wandern mit der Markierung des Saale-Orla-Weges in den Kolonnenweg abwärts bis zur Loquitzquelle (0,5 km), die für eine kurze Strecke die bayerisch-thüringische Grenze bildet. Sie durchfließt Ludwigsstadt, verlässt bei Probstzella bayerisches Gebiet, nimmt den Steinbach (auch er bildet 4 km lang die Grenze) und die Sormitz auf und mündet in die Saale. An dem Rinnsal der jungen Loquitz entlang wandern wir beständig talabwärts, bis wir an das Gelände des Schieferparks Lehesten nahe der Straße stoßen (1,9 km). 



Ein Besuch des Schieferparks auf einem kurzen Abstecher lohnt sich (1,3 km gesamt). Für eine ausführliche Erkundung braucht es Zeit!



Mit dem MZ – gr. setzen wir unsere Wanderung fort. Der Rundweg biegt scharf nach links ab. Wir gehen parallel zur Straße kurz am Waldrand links aufwärts und kommen dann auf naturbelassenen Waldwegen etwas steiler bergan nach einem guten Kilometer wieder zum Kolonnenweg. Diesem folgen wir nur kurz aufwärts und biegen dann gleich wieder nach rechts ab und laufen auf einem angenehmen Pfad über den Grenzstreifen. Schon nach kurzer Zeit haben wir unseren Ausgangspunkt des Rundweges am altehrwürdigen Grenzstein erreicht (1,5 km).



Auf dem bereits vom Herweg bekannten „Zubringerweg“ erreichen wir den Ausgangspunkt an der Ziegelhütte. – Vom Grenzstein 625 aus lohnt sich ein Abstecher auf einem Jägersteig abwärts zu einem 1992 gesetzten Grenzstein zwischen Bayern und Thüringen (0,8 km).


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Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Parkplatz Ziegelhütte Schwierigkeit: leicht Dauer: 3.8 h Länge: 14.8 km Höhenmeterdifferenz: 271 m Maximale Höhe: 789 m Minimale Höhe: 620 m

Service

Rundweg

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