Touren im Frankenwald –“ Wandertouren

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Saaletal-Weg US 23

Wandern
FWV -

01/09 Markierungszeichen von FWV

Hans Sahrhage -

02/09 Ehemalige Papierfabrik von Hans Sahrhage

Björn Stumpf -

03/09 Wanderdrehkreuz in Blankenstein von Björn Stumpf

Markus Franz -

04/09 Drehkreuz des Wanderns von Markus Franz

Jörg Leiner -

05/09 Wandergruppe in Issigau von Jörg Leiner

Peter Köstner -

06/09 Wiedeturm von Peter Köstner

Björn Stumpf -

07/09 Blick von der Saalebrücke von Björn Stumpf

Björn Stumpf -

08/09 Auf der Feldbahn von Björn Stumpf

Björn Stumpf -

09/09 Die Saale von Björn Stumpf

Die (Sächsische) Saale entspringt in 705 m Höhe in einem Stollen im Münchberger Stadtwald. Unser Wanderweg beginnt in Issigau, führt nach Thüringen und dort an der Saale entlang.


Die (Sächsische) Saale entspringt in 705 m Höhe in einem Stollen im Münchberger Stadtwald am Nordwesthang des Großen Waldsteins bei Zell. Sie mündet nach einem 427 km langen Lauf in die Elbe. Ein Teilstück führt von der z.T. unter Denkmalschutz stehenden Flinschen Papierfabrik, die nach Blankenberg gehört, bis nach Blankenstein. Unterwegs laufen wir unmittelbar am Ufer der Saale entlang auf der von Herrn Vogel betriebenen Pferdebahn. Tafeln und Skulpturen erinnern an Sagen und an Verschiedene Geschehen aus der Geschichte. Auch die unrühmliche Nachkriegszeit, bis zur Wende, wird in der Erinnerung wieder lebendig. Neben diesem Talbereich an der Saale beeindrucken phantastische Weitblicke auf der restlichen Wegestrecke.



Wenn wir von Issigau nach Wolfstein auf der sehr wenig befahrenen Stichstraße auf der Verbunddecke wandern, entschädigen uns dafür die Ausblicke im Freien auf eine schön gestaltete Landschaft. Unsere Wanderroute dient gleichzeitig als Zugangsweg zum Frankenweg. Am Beginn von Wolfstein jedoch biegen wir nach rechts ab und laufen dann links abwärts, direkt am Wildgehege vorbei in den Mauswinkel. Wir stoßen dort auf einen Forstweg, der uns im Wald beständig abwärts in das Saaletal führt.



Wir folgen zusammen mit der Markierung des Fränkischen Gebirgsweges (er begleitet uns seit kurzem) der Straße kurz nach rechts und erreichen dann über eine Fußgängerbrücke über die Saale die vormalige, unter Denkmalschutz stehende Flinsche Papiermühle am unteren Ortsrand von Blankenberg (Abstecher n. Blankenberg). In der von Ferdinand Traugott Flinsch (1792-1849) gegründeten und später von Anton Wiede gekauften Papiermühle wurde ab dem Jahre 1843 Papier maschinell hergestellt.



Nach einem kurzen Abstecher aufwärts nach Blankenberg erwartet uns auf dem Schlossberg eine eindrucksvolle Aussicht. Auf dem Felssporn verblieben nur spärlichen Reste des 1948 gesprengten, 1232 erstmals urkundlich erwähnten Schlosses. Von der hier 75 m über dem Saaletal gelegenen Bastei und auch vom Hochzeitskorb hinter dem Rathaus aus bieten sich herrliche Ausblicke auf die malerische Tallandschaft mit der Panoramastraße, auf Blankenstein, den Gupfen (612 m) mit Eisenbühl, den Sieglitzberg (733 m) mit dem Telekom-Masten und den Wolfstein gegenüber.



Unsere Wanderroute führt uns dann im Saaletal aber nach links, wo wir unmittelbar der Saale entlang der Pferdebahn (heute Touristenattraktion) folgen. Wir begegnen dabei vielen interessanten Stationen. Zunächst verraten die mächtigen und steilen Felswände, dass auf dem Felssporn weit oben einst das Schloss stand (1232 1948; gesprengt). Am Wegesrand kommen wir bei der Halbinsel an der Stätte des ehemaligen Hammerschlösschens vorbei, das im 2. Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager diente und wegen seiner Grenznähe 1968 gesprengt wurde. Dann grüßen der Seihans (auch Sauhans: Spitzname der Blankenberger) und die auf eine Sage zurückgehende Saalenixe. Nach einer Sage aßen die einstigen Burgherren gerne Fisch und schickten deshalb ihre Knechte zum Fischen an die Saale. Eines Tages zappelte ein selten großer Fisch an der Angel, der statt der Flosse eine Krone auf dem Rücken trug. Der Fisch stieß einen so schrillen Schrei aus, dass der Fischer die Beute wieder ins Wasser fallen ließ, die Flucht ergriff und nie wieder in der Saale fischte.



Bald erkennen wir am Saaleufer die Stelle, von wo vormals der Wasserstand der Saale an die Bleilochtalsperre gemeldet wurde. In der Nachkriegszeit (bis 1961) wurde diese Vorrichtung gerne als Fluchtweg in den Westen genutzt. Dann erreichen wir bald den Beginn der Pferdebahn, wo eine Tafel an der Felswand daran erinnert, dass von 1950 bis 1961 etwa 60.000 unschuldige Bürger in der DDR zwangsumgesiedelt wurden, davon 32 aus Blankenberg. Dazu gehörten auch die 9 Familien der fünf Häuser des Weilers Ziegelhütte (1232-1971). Sie standen am heutigen Beginn/Ende der Pferdebahn (Feldbahn) zwischen Straße und Saale und wurden 1971 wegen der Nähe zur Staatsgrenze West dem Erdboden gleichgemacht.



Wir überqueren nun die Saale auf der Straßenbrücke und sehen dabei die Selbitzmündung.

Wir kommen in Blankenstein an der deutschlandweit bekannten und bedeutenden, 1883 von Anton Wiede gegründeten ZPR, der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (= Flurbezeichnung) vorbei. Mit dem aufstrebenden Unternehmen entwickelte sich auch das kleine, einst unbedeutende fürstlich-reußische Dorf mit dem Rittergut und seinen 17 Häusern zu Wohlstand und Größe. Blankenstein wurde 1392 erstmals erwähnt, zählt gegenwärtig gut 1000 Einwohner und liegt 435 über NN.

Der Weg führt über den Parkplatz unterhab der (Saale-)Brücke. Wir überqueren kurz darauf die Selbitz hinüber ins Fränkische auf dem seit der Wende bestehenden Holzsteg, der die einstige, gesprengte Verbindungsstraße ersetzt. Doch vorher sollten wir den 1903 von Wiede errichteten, in Stein gehauenen Rennsteigwanderer gegenüber dem Bahnhof aufsuchen. Er steht in Stein gehauen zwischen zwei Fichten und schickt sich zum Erwandern des Rennsteigs an. Doch auch die Tafeln beiderseits des Selbitzufers bieten interessante Informationen.



Wenn wir dann die Selbitz kurz vor ihrer Mündung in die Saale überschritten haben, gelangen wir zum Deutschen Drehkreuz des Wanderns. Hier beginnen vier überregionale Fernwanderwege, auch der FrankenwaldSteig führt hier vorbei. 



Wir folgen nun dem Frankenweg auf bequemen Waldwegen aufwärts zu einer Wegespinne auf der Höhe. Hier führt ein kurzer Abstecher hinauf zum Gipfel des 549 m hohen Wolfsteins mit dem (Anton) Wiede-Turm. Er wurde 1903 anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Wiedes Papierfabrik Rosenthal (WPR) von dem Begründer dieser Fabrik, Anton Wiede, erbaut.



Der Rundwanderweg führt nach rechts meist durch junge Waldbestände weiter zum Weiler Wolfstein, wo sich der schon bekannte herrliche Ausblick auf die schön gestaltete Landschaft bietet. Die freie Hangfläche zur Rechten, ein Ergebnis des Orkans Kyrill, zeigt einige schöne Felspartien. Wenn wir dann der beginnenden Stichstraße noch wenige Meter folgen, erreichen wir in Wolfstein wieder die Stelle, an der wir beim Beginn der Wanderung talwärts abgebogen sind. So ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt in Issigau.



Anmerkung: Man kann auch die Rundwanderung in Wolfstein, Untereichenstein oder Blankenstein beginnen und enden lassen.

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Anfahrt

Von Berg in Richtung Naila. In Issigau links abbiegen. Beim Feuerwehrhaus befindet sich der Startpunkt der Wanderung.
Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Dorfplatz-Wandertafel Schwierigkeit: leicht Dauer: 2.3 h Länge: 8.9 km Höhenmeterdifferenz: 203 m Maximale Höhe: 545 m Minimale Höhe: 416 m

Service

Rundweg
Einkehrmöglichkeit
Familienfreundlich

Was zeichnet die Tour aus

60% Kondition

Kontakt

Frankenwaldverein e.V.

Karlsgasse 7, D-95119 Naila

95119  Naila

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

https://www.frankenwaldverein.de/

Ersteller

Frankenwaldverein e.V.

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

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