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Untreu-Weg US 82

Wandern
FWV -

01/04 Markierungszeichen von FWV

Willi Koska -

02/04 Untreugrund von Willi Koska

Willi Koska -

03/04 Blick auf Weißlenreuth von Willi Koska

Willi Koska -

04/04 Blick auf Weißlenreuth von Willi Koska

Stille Wälder, Weite Ausblicke und ein naturnahes Bächlein begleiten uns auf einer abwechslungsreichen Tour durch das Tal der Untreu.

Hat denn der Name des Rundweges, der ohne Steigungen mit schönen Ausblicken durch stille Wälder, freie Fluren und reizvolle Tallandschaften führt, etwas mit der menschlichen Charaktereigenschaft etwas zu tun? Allerlei Sagen ranken sich um den seltsamen Namen. Fest steht, dass das weite Waldgebiet dieses Namens zwischen Almbranz und Waldlust schon im Mittelalter als Grenze zwischen dem fränkischen Radenzgau und dem Regnitzland der Vögte von Wieda und Hof herum erwähnt wurde. Der Bach, der das Waldgebiet durchfließt, erhielt erst später diesen Namen: die Untreu. Er entsteht aus zwei Quellbächen, die von Almbranz und Birkenhof herkommen. Der Bach speist den Konradsreuther Naturbadesee, trieb früher mehrere Mühlen in Konradsreuth, Martinsreuth und Eppenreuth und bildet als Hauptfluss den Untreusee, den er als Ölschnitz wieder verlässt. Sie mündet bei Moschendorf in die Saale.


Wir wandern vom Zentrum am Feuerwehrhaus in der Weberstraße ortsauswärts, an einem weitflächigen Firmengelände vorbei und biegen bei der Abzweigung nach Schallersreuth auf eine schmale Straße nach links ab. Wir wandern immer geradeaus, später auf einem Fahrweg, begleitet von schönen Ausblicken bis zur Waldlust.


Das ist jene Stätte, an welcher im Jahre 1812 im Ortsteil Maschinenhaus (Waldlust) ein Spinnhaus durch die Schlossherrschaft zur Schaffung armer Leute Brot errichtet wurde. 1815 galt dieser Betrieb als erste Maschinenspinnerei Oberfrankens. Im Jahre 1900 standen dort die ersten mechanischen Webstühle. Heute ist das gepflegt wirkende Fabrikgebäude nur noch Lagerhalle. Die Wohnblöcke, die in jener Zeit in schöner Lage für Arbeiter und Angestellte gebaut wurden, sind heute noch bewohnt.


Wir laufen geradeaus am Betriebsgebäude entlang, überqueren auf angenehmen Wegen das reizvolle Tal des Untreubaches, kommen über ein kurzes Wegestück im Wald zu einem Forstweg, dem wir nach links folgen. Ehe uns der Hochwald aufnimmt, genießen wir noch einen Blick auf die Waldlust und das Tal des Untreubaches. Im Freien laufen wir über eine kleine Senke durch die Fluren bis zum Wendlershof. Dort wenden wir uns wieder nach links und wandern auf einer Stichstraße mit weiterhin schönen Ausblicken nach Silberbach, das an der Altstraße aus dem Obermainland nach Hof entstanden ist.


Der dortige Flurname Sicherts (sichern = Auswaschen von Metallkörnchen aus Flusssand) sowie Goldanger und Goldmannsteich belegen die Ableitung des Ortsnamens von einer Waschanlage auf Silber und Gold.


Wir gehen bis zum anderen Ortsende und biegen dort auf einen Fahrweg nach rechts ab und stoßen bald auf den Kreuzstein am Wegesrand. Er soll an einen tödlich ausgegangenen Streit um das Weiderecht zwischen einem Bauern und einem Schäfer erinnern. Es gibt aber auch noch zwei weiter Versionen dazu. Wir laufen den Fahrweg bis zum Wald weiter, mit Ausblicken auf eine schöne Landschaft. Zur Rechten fällt uns die idyllisch gelegene Einzel Hollareuth auf. Nach der Durchquerung des Waldstückes wandern wir weiter am Waldrand entlang, bis der Weg wieder vom nächsten Wald aufgenommen wird. Er verläuft hier direkt in einer der 4 bis 5 parallelen Hohlwegrinnen einer mittelalterlichen Altstraße. Kurz bevor wir nahe der Glänzlamühle auf die Untreu stoßen, biegen wir rechts ab und folgen auf naturnahen Wegen im Wald mit dem Blick auf den Lauf des Baches bis zur Untreufurt, die wir etwas abenteuerlich auf Trittsteinen überqueren müssen. Wir überschreiten das Tal geradeaus und wandern den Feldweg leicht steigend zur Höhe in Richtung Eppenreuth. Zuletzt laufen wir neben einem tiefen Hohlweg, dem Rest der Altstraße, die hinunter zur Untreufurt führte. Nach geraumer Zeit wenden wir uns scharf nach links und wandern auf einem Teilstück einer mittelalterlichen Nord-Süd-Verbindung (Frankenstraße), bis wir auf einem Dammweg an einem Teich vorbeikommen.


Anlass zum Bau dieses Dammes waren mit großer Wahrscheinlichkeit Altstraßenspuren, die hier auf den Dammweg zielen. Um das vorher sumpfige Gebiet durchqueren zu können, errichtete man diesen Damm, hinter dem das Wasser gestaut wurde. Über diesen Damm konnten die Fuhrleute bequem und sicher das Nassgebiet überqueren. So darf man getrost davon ausgehen, dass es sich bei diesem Teich um ein Relikt aus längst vergangenen Tagen handelt.


Wenn wir nun im Wald links abwärts in den Talgrund der Untreu wandern, laufen wir wahrscheinlich auch auf einer Alternativstraße zu der das Tal entlang führenden Altstraße. Unser Wanderweg führt uns nun wieder im Tal die Untreu aufwärts bis zur Glänzlamühle. Dabei führt unser Weg für etwas mehr auf 100m aus unserem Hinweg wieder zurück. Wir laufen an den wenigen Anwesen vorbei auf der Stichstraße bis zur B 2, wo wir auf den Geh- und Radweg stoßen, dem wir nach links folgen und vor dem Teich auf den Weg nach links abbiegen und am Sportplatz vorbei bis nach Martinsreuth gehen. Nach dem Feuerwehrhaus wandern wir nach rechts zu einem Feldweg, der uns in einer offenen Tallandschaft zum nahen Wald bringt. Wenn der Weg endet, laufen wir auf einem Pfad geradeaus weiter, biegen schließlich nach rechts ab und erreichen an der Untreu das Bad und die Steinmühle und schließlich via Silberbacher Steraße und Friedhofstraße unseren Ausgangspunkt in Konradsreuth.

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Anfahrt

Konradsreuth, an Kreisel "Hofer Straße" in Silberbacher Straße und Friedhofstraße. Parkplatz am Bürgerpark.
Tourinfos

Über diese Tour

Startort: Wandertafel Friedhofstraße Schwierigkeit: mittel Dauer: 3.2 h Länge: 12.5 km Höhenmeterdifferenz: 147 m Maximale Höhe: 587 m Minimale Höhe: 515 m

Service

Rundweg
Einkehrmöglichkeit

Was zeichnet die Tour aus

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Kontakt

Frankenwaldverein e.V.

Karlsgasse 7, D-95119 Naila

96317  Kronach

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

https://www.frankenwaldverein.de/

Ersteller

Frankenwaldverein e.V.

T: 09282/3646

info@frankenwaldverein.de

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