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Buddhistisches Waldkloster Muttodaya

Kirchen
 - Markt Stammbach

01/02 Buddhafigur am Waldkloster Muttodaya © Markt Stammbach

 - Markt Stammbach

02/02 Im Waldkloster Muttodaya © Markt Stammbach

Waldtradition im Theravãdabuddhismus.

Vor mehr als 2.500 Jahren zog ein Mann aus adeliger Familie in die Hauslosigkeit, um den Weg zum Ende des Leidens zu finden. Nach sechs Jahren härtester Anstrengungen war er erfolgreich und wurde fortan als Buddha, ein "Erwachter" bezeichnet, der völlige Klarheit und Wissen über die wahre Natur des Daseins erlangt hatte.

Der Buddha lehrte einen Weg, Dhamma genannt, auf dem andere ihm erfolgreich nachfolgen konnten und können. Die Gemeinschaft verwirklichter Nachfolger wird Sangha genannt. Sangha ist auch die Ordensgemeinschaft der Mönche und Nonnen, die der Buddha ins Leben gerufen hat.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich eine Vielzahl unterschiedlicher buddhistischer Traditionen. Darunter ist die Theravãda-Tradition diejenige, die den ursprünglichen Lehren des Buddha noch am nächsten steht. Diese Lehren, Dhamma und Vinaya (die Lebensführung der Ordinierten), werden in Pãli, der Sprache des Buddha, seit damals getreu überliefert.

In den zweieinhalbtausend Jahren buddhistischer Geschichte gab es Niedergang, aber auch immer wieder Erneuerung und Besinnung auf das Ideal des spirituell Suchenden, oft verbunden mit der Rückkehr zu einem schlichten, zurückgezogenen Lebensstil in der Natur. Die Mönche und Nonnen der sogenannten Waldtradition versuchen, dem Beispiel des Buddha und seiner erwachten Schüler zu folgen: Sie suchen nicht mehr nach dem zerbrechlichen Glück materieller Dinge, sondern leben genügsam und streben nach dem subtileren und verlässlicheren Glück, das aufblüht, wenn innerer Friede, Stille und Weisheit im Herzen Wurzeln schlagen.

In den letzten Jahrzehnten fühlten sich immer mehr Menschen aus westlichen Ländern zu dieser Lebensform der Herzensläuterung hingezogen und folgten dem Beispiel des Buddha in den Wäldern und Bergen Asiens. Einige brachten die Waldtradition des Theravãdabuddhismus in ihre Heimatländer zurück. Und nun ist auch in Deutschland, dem Pionierland des Buddhismus in Europa, ein Waldkloster entstanden.

Muttodaya heißt "Befreites Herz"
Unser Waldkloster ist ein Ort, an dem Menschen ein nicht-selbstsüchtiges Leben, das zum vollkommenen Erlöschen von Gier, Hass und Verblendung führt, erlernen und ausüben können. Ein Ort also, an dem der sogenannte Edle Achtfache Pfad praktiziert, der Geist auf die völlige Befreiung ausgerichtet und das Todlose (Nibbãna) verwirklicht werden kann; ein Ort, an dem Ordinierte und Nicht-Oridnierte verweilen und miteinander meditieren, studieren und sich austauschen können. Es handelt sich nicht um ein Retreatzentrum, ein Seminarhaus oder einen auf einen bestimmten Kulturkreis ausgerichtet Tempel.

Der Name "Muttodaya" bedeutet Befreites Herz in Pãli, der Sprache des frühen Buddhismus. Es ist ein poetischer Ausdruck unseres Ideals, unseres Ziels. Die Mönche folgen dem Standard der Waldtradition, wie sie in den Theravãda Ländern (Sri Lanka, Thailand, Burma, Laos, Kambodscha) heute noch zu finden ist. Sie reduzieren auch sonst ihre Habe auf ein Minimum und leben anspruchslos und genügsam.

Die Ordensgemeinschaft respektiert und achtet die verwirklichten Meister in der Nachfolge des Buddha, legt sich aber nicht auf eine spezielle Linie oder einen bestimmten Lehrer fest. Das Kloster ist ein Ort für alle ernsthaft Strebenden.

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Herrnschrot 50 95236 Stammbach Tel. +49 9256 960435 muttodaya@googlemail.com http://www.muttodaya.org
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