FrankenwaldSteig-Bezwinger

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Erwandere den kompletten FrankenwaldSteig und hol dir das begehrte FrankenwaldSteig-Bezwinger-Shirt

Wer den kompletten FrankenwaldSteig erwandert hat und sich bei uns meldet, bekommt eines unserer FrankenwaldSteig-Bezwinger-Shirts. Natürlich müsst ihr uns irgendwie "beweisen", dass ihr den FrankenwaldSteig auch tatsächlich ganz gelaufen seid. Das kann in Form von Bildern und kurzen Anmerkungen zu den einzelnen Etappen sein oder in Form von Streckenaufzeichnung mit verschiedenen Apps. Natürlich muss der FrankenwaldSteig für das Shirt nicht komplett an einem Stück gelaufen werden ;-)


FrankenwaldSteig-Bezwinger


Hier ein Erlebnisbericht und ein paar Eindrücke von den zwei FrankenwaldSteig-Bezwingern Matthias und Uschi Götz:
Wir haben uns für dieses Jahr entschieden, mal zu Hause Urlaub zu machen, und haben im Verlauf von 10 Tagen (plus zwei Einzeltagen) den FrankenwaldSteig komplett durchwandert. Es war wunderschön und hat riesig Spaß gemacht.

Am Donnerstag, 06.06.2019, fuhren wir mittags mit dem Zug von Bayreuth nach Neuenmarkt und dort ging die Wanderung direkt los ab dem Bahnhof. Die Übernachtungsquartiere waren zuvor recherchiert und teils auch vorgebucht - das war notwendig, da man nicht übermäßig viele Quartiere entlang des Weges findet. Läuft man am Tag im Schnitt 23 Kilometer, ist es gut, sich nicht zu verlaufen. Wir hatten gelernt, besser auf die Schilder zu achten, die gut sichtbar angebracht sind. In Steinbach am Wald hatten wir bei Marion Herrmann sogar eine "Wandern im Frankenwald" Lunchbox bekommen, wo wir uns vom Frühstück eine Brotzeit mitnehmen durften.

Der Reihe nach waren wir über Nacht in Hermes, Presseck, Culmitz, Issigau, Obersteben, Nordhalben, Steinbach am Wald, Neukenroth und Gössersdorf. Das Hotel in Neukenroth hatten wir mit einem öffentlichen Bus (ca. 5 Kilometer) hin und her erreicht, da das ja nicht direkt auf der Wanderroute lag. In Gundelsdorf hatten wir leider kein Quartier bekommen.

Am Freitag, 14.06., hatten wir Frankenwald Tourismus in der Geschäftsstelle in Kronach einen Besuch abgestattet und erzählt, dass uns die nördliche Schleife bis Ludwigsstadt noch fehlt und wir auch Kulmbach bis Neuenmarkt vorerst auslassen, weil wir am Samstag, 15.06., zu Hause sein wollten.
An zwei weiteren Tagen in der daurauffolgenden Woche sind wir die fehlenden Abschnitte noch gewandert. Einmal das Teilstück zwischen Kulmbach und Neuenmarkt. Gefrühstückt haben wir auf einem Bänkla am Flughafen Kulmbach, nachdem wir schon um 06:30 Uhr in Kulmbach losgelaufen waren - der Tag war sehr warm. Beim nördlichsten Wanderabschnitt oberhalb von Steinbach am Wald nach Ludwigsstadt machten wir Rast mit schönem Ausblick auf Ludwigsstadt samt Sitzplatz und Holzliege. An der WELA-Suppen-Fabrik kamen wir vorbei, haben dort auch Suppenpäckla eingekauft. Auf den letzten Wanderkilometern darf natürlich nicht fehlen, sich noch einmal zu verlaufen - standen wir doch plötzlich nach einem Rundkurs wieder an der gleichen Kreuzung, an der es hoch zum Freizeitheim geht. Da hatten wir den roten Pfeil nach rechts im Wald übersehen. Zurück in Steinbach am Wald war der FrankenwaldSteig komplett umrundet und wir haben anschließend noch Pralinen in Lauenstein gekauft. 

All die Wandertage haben wir eigentlich nur Pfingsten am Sonntag und Montag Leute getroffen, die anderen Tage waren wir überwiegend mutterseelenallein.

Auf dem Abschnitt nach Nordhalben machten wir einen Abstecher an den Schwarzen Teich, dort fanden wir auch zwei nette Wandersprüche. Eine Wildschweinfamilie oberhalb von Weißenbrunn war innerhalb eines elektrischen Zaunes an einem Maisfeld gefangen, da ging uns dann die Muffe, weil die Tiere in unsere Richtung gelaufen waren. Parallel hatten wir einen Feldhasen auf dem Weg vor uns im Visier, er hatte uns gar nicht bemerkt. In der Kleinrehmühle konnten wir Rast machen, ein Bier trinken und beim Weiterlaufen lief mir der weiße Gockel mit lauten "Kikeriki" hinterher und ich musste ihn mit dem Fuß abwehren. Ansonsten gab es einen Babyfuchs und Mamafuchs, einen röhrenden Rehbock und viele Rehe, Feldhasen und viel Vogelgezwitscher im Wald. Dazu die frische Luft, die Düfte der Natur wie zum Beispiel die Holunderblüten oder Rosenbüsche, den Geruch von trockener warmer Waldluft. Wir haben hier im Frankenwald eine wunderbare Natur. Der für uns schönere Abschnitt war eindeutig die östliche Strecke zwischen Neuenmarkt und Nordhalben, da der Weg eher einem "Steig" entspricht und sehr viele schöne Pfade in überwiegend schattigem Wald liegen. Übrigens kann man auch toll in der Steinachklamm baden. In der Gegend vor Steinbach am Wald hatten wir auch an einem Tag zwei schöne Waldseen mit glasklarem Wasser zum Baden genutzt. Es tat gut, die Füße tagsüber manchmal in ein kleines Bächlein zu stecken um sie abzukühlen.

Der westliche Abschnitt des FrankenwaldSteig ist auch sehr schön und besteht eher aus land- und forstwirtschaftlichen Wegen, überwiegend außerhalb des Waldes. Dadurch kommt man gefühlt etwas zügiger beim Wandern voran. Ab und an sah man nicht nur Kornblumen, sondern auch Mohnblumen, die so selten geworden sind. Soweit dies möglich war, sind wir unterwegs auch auf alle Türme gestiegen - leider war der in Lichtenberg geschlossen.

Mit dem Wetter hatten wir echt Glück. Es hatte ab und an nur nachts geregnet und war tagsüber nicht zu heiß - ein gelungener und erholsamer Urlaub, trotz vieler Wanderkilometer. Der Rucksack war nicht zu schwer, selbst mit der Wechselwäsche. So viel braucht man nicht. Da man täglich das Quartier wechselt, fällt es auch nicht auf, wenn man abends immer fast das Gleiche anzieht. Zum Trinken hatten wir immer genug dabei, es gab tagsüber leckeres Leitungswasser aus unseren Trinkflaschen, das auch bei Bedarf von freundlichen, interessierten Menschen in Vorgärten auf unser Bitten hin neu gefüllt wurde. War es doch eher ungewöhnlich, Wanderer wie uns mit großen Rucksäcken zu sehen. So entstand kurz ein Gespräch, in dem man feststellte, dass man bei uns daheim einen solchen Wanderurlaub machen kann, ohne groß weg zu fahren. Leider haben auf dem FrankenwaldSteig doch so manche Gasthäuser zu oder waren im Lauf des Tages noch nicht offen. Wir waren aber täglich immer gut informiert worden, ob wir an geöffneten Supermärkten vorbei kämen, um uns eine Brotzeit kaufen zu können. Im Quartier abends angekommen, konnten wir meisten auch dort essen. Da wir unsere regionale Kost lieben, stand einer täglichen Wunschspeisekarte nichts im Weg. Angefangen vom Bauernomelette über Strammen Max, Wurstsalat, Schäuferla oder Salat mit Putenstreifen bis hin zum Schnitzel Wiener Art samt leckerem einheimischen Bier zum kleinen Preis ist durchaus konkurrenzlos günstiger als anderswo.
In unserem Freundeskreis stießen wir auf Nachfrage zum Urlaub eher auf erstaunte Reaktionen. Heutzutage wird eher erwartet, vom "All-inclusive-Urlaub im Strandhotel im Ausland" zu berichten. Noch ein Vorteil, zu Hause Urlaub zu machen: Die Anreise hatte sich ja sehr kurz gehalten und wir hatten beim Zugfahren auch keinen Stau ;-)

Fazit: Wir sind uns sicher, dass wir einen solchen Urlaub wiederholen werden - vielleicht den ganzen Weg mal in der anderen Richtung? Es gibt ja noch andere Wanderwege hier bei uns. Mal sehen, wo es uns das nächste Mal hinführt.

Bayreuth, Juni 2019, Matthias & Ursula Götz
Wegweiser auf dem FrankenwaldSteig Kornbluem am FrankenwaldSteig 
Am Pranger auf dem FrankenwaldSteig Die 12 Apostel auf dem FrankenwaldSteig 
Die Steinerne Arnika in der Teuschnitz-Aue am FrankenwaldSteig Brotzeit mit Blick auf Ludwigsstadt auf dem FrankenwaldSteig