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Wander-Tour

Schanzenbinderweg

10:30 h 1234 hm 967 hm 41,6 km schwer

Wilhelmsthal

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Schanzen, also Körbe aus Wurzeln und Ästen wurden besonders in Wilhelmsthal und Schwarzenstein hergestellt. Dieser Wanderweg verbindet die beiden Orte. 

Auf dem wenig befahrenen, schmalen Sträßlein zum Hauptort der Streusiedlung Grümpel verlassen wir Wilhelmsthal nahe der Sparkasse und der Wandertafel in das Tal der Grümpel. Gleich nach dem Ortsende biegen nach rechts auf einen Weg in den Wald ab. Wir folgen dem Waldweg parallel und nahe zu Grümpel und Straße etwas mehr als einen Kilometer. Wenn sich unser Weg scharf nach rechts vom Tal abwendet, biegen wir nach links ab zum Waldeck und erreichen dann auf einem Wiesensteig kurz abwärts über die Grümpelbrücke wieder die Talstraße. Auf dem Weg über den Hauptort Grümpel mit den wenigen Anwesen bis zur Untergrümpelmühle erleben wir das schöne Tal des einstigen Floßbaches mit zwei Floßstegen. Von beiden Seiten des von hohen und steilen Waldhängen umsäumten Tales grüßen einzelne Häuser dieser Streusiedlung.

Wir wandern das idyllische Tal der Grümpel weiter aufwärts, passieren den Fahrweg, wo Wanderwege links aufwärts abzweigen und erreichen kurz darauf die Untergrümpelmühle. Wir folgen dem Fahrweg rechts aufwärts zum Wald (links die stattliche Obergrümpelmühle) und wandern lange den gleichen Verbindungswegweg längere Zeit bergan, bis wir über die Kapelle am Dorfrand, das Feuerwehrhaus, und auf der Höhe, die Hauptstraße und die Kirche von Birnbaum erreichen. Der mundartlich Berm genannte Ort wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt. Im Kronacher Urbar von 1507 werden im Bereich Birnbaum 7 Zeitelweiden genannt. In dem schon vorher urbar gemachten Gebiet waren Zeidler, Waldarbeiter, Pechsieder und Köhler tätig.

Auf der Straße (Vorsicht!) gelangen wir zu einer schönen Kapelle am Wasserturm. Der Aussichtsturm bietet einen herrlichen Weitblick. Der überdachte Außenaufgang rund um den Wasserturm führt zur großen Aussichtsveranda unter dem flachen Zeltdach. Hier bietet sich ein herrliches Panorama über die Frankenwaldhöhen hinweg vom oberen Maintal mit dem Kloster Banz und dem Staffelberg bis zum Fichtelgebirge und zum Thüringer Wald. Hier erkennt man, dass Kronach der waldreichste Landkreis Bayerns ist.

Bald biegen wir von der Straße am Waldrand links in die nun beginnende Abgeschiedenheit weiter Waldgebiete ein. Auf schönen Waldwegen wandern wir lange leicht aufwärts durch verschieden alte Waldbestände, mit vereinzelten Laubbäumen und kleinen Freiflächen durchsetzt, bis wir kurz vor Hubertushöhe die Straße erreichen, welche wir bereits vorher einmal kurz tangiert haben. Etwa 50 m südöstlich des Waldgasthofes: ein Naturdenkmal (zwei Lärchen).

Wir laufen über den Parkplatz (oder auf der Straße), dann auf der Straße, biegen nach kurzer Wegstrecke nach links in den Wald ab, laufen auf einem Forstweg lange und gemächlich fallend durch einen reinen Fichtenhochwald und queren bald das erste Seitental. Wir wandern weiter abwärts, meist nun durch junge Waldabteilungen, gesäumt von einzelnen Laubbäumen und kleinen Inseln von Laubgehölzen. Wir gehen auch leicht bergan und überqueren mehrere kleine Seitentäler. Im Nahbereich der Talsperre bieten sich schöne Ausblicke auf das Wasser. Die Bayerischen Staatsforsten errichteten im Jahr 2019 eine Aussichtsplattform mit Schutzhütte oberhalb der Talsperre.

Unten wenden wir uns nach links und kommen auf einem Waldweg auf die für den öffentlichen Verkehr gesperrten Talsperrenstraße. Wir wandern etwa 2 km am Rande der Talsperre nach rechts weiter, dann über den Hauptdamm und auf einem Fußweg bergab nach Mauthaus. 

An der unscheinbaren Ködelbrücke wurde in der fernen Vergangenheit an der von Nürnberg in die sächsischen und reußischen Länder führende Kaiserlichen Landstraße Brückenzoll erhoben. 1855 änderte der Nordhalbener Gemeinderat die Zollordnung insofern, dass Nordhalbener Bürger zollfrei ausgingen, wenn sie für eigene land- und forstwirtschaftliche Zwecke unterwegs waren. Als 1864 fünf Steinwiesener Bürger das gleiche Recht für sich in Anspruch nehmen wollten, kam es wegen dieser Brückenmaut (zum Erhalt der Brücke) zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, die sich über zehn Jahre lang hinzogen.

Wir folgen der Hauptstraße kurz nach links und überqueren Tal und Rodach zur Mündung des Kaugelbaches in die Rodach. In Sichtweite des tief eingeschnittenen Waldbaches wandern wir, links haltend, einen Hangweg bergan zu einer Wegespinne und weiter aufwärts, immer in gerader Hauptrichtung, auf naturbelassenen Waldwegen und Pfaden durch Waldabteilungen verschiedenen Alters zur Höhe. Dort überschreiten wir die nach Neuengrün führende Straße, gehen im Wald weiter, bis wir am Waldende nicht nur einen schönen Blick auf Wolfersgrün (unser nächstes Teilziel) haben, sondern auch einen herrlichen Weitblick genießen können.

Auch im Kirchdorf (574 m über NN) bietet sich eine herrliche Aussicht nach allen Seiten. Gleich im Oberdorf erreichen wir nach links einen Feldweg, der uns auf der Höhe durch die Fluren, dann an der Gabelung rechts haltend zum Wald führt und einen schönen Blick auf das Lamitztal und die es umgebenden Waldhänge bietet. Wir folgen dem nahezu immer naturnahen Waldweg immer in gerader Hauptrichtung abwärts in das stille, idyllische Lamitztal. Der vormalige Floßbach entspringt nahe Geroldsgrün und durchläuft das reizvolle, 8 km lange Tal durch einen Floßteich im oberen Bereich. Sie berührt keine Siedlung, ehe sie bei Schnappenhammer in die Wilde Rodach mündet.

Wir wandern talaufwärts - vor uns der imposante Schlossberg - kommen am Floßteich vorbei und biegen am Talende nach rechts ab. Auf der anderen Talseite laufen wir einen breiten Forstweg durch gepflegte Waldbestände lange und beständig aufwärts zur Höhe. Dort halten wir uns auf einem Waldweg nach rechts und gelangen durch einen Fichtenhochwald auf der Höhe zum Ortsteil Berghaus von Schnaid.

Am Bolzplatz halten wir uns rechts und folgen der Zufahrtsstraße des kleinen Ortsteils. Nach wenigen Metern eröffnen sich erste Blicke über den Frankenwald, die am "Schwamma" auf den Ruhebänken ausgiebig genossen werden können. Der Straße folgend, gelangen wir schließlich in die (Vordere) Mittlere Schnaid und folgen von dort der wenig befahren Straße nach links um in die Hintere Schnaid zu gelangen. 

Schöne Ausblicke begleiten uns. Wenn sich zum Ortsende hin die Straße rechts abwärts wendet, gehen wir geradeaus an den letzten Häusern vorbei ins Freie. Auf einem angenehmen Wiesenweg, begleitet von einem schönen Ausblick, laufen wir zum Wald. Dem bequemen Waldweg folgen wir bis zu einer Wegegabelung, wo wir uns nach rechts halten und auf einem naturbelassenen Weg den Waldhang steil abwärts wandern. Unten treffen wir auf einen Forstweg und auf den Eibenweg, den wir nach rechts zur Straße und abwärts zur Lorchenmühle gehen.

Wir überqueren die Straße und das idyllische Thiemitztal und kommen nach links an gepflegten Teichanlagen vorbei zum Wald und dort auf einem Pfad zu einem Forstweg, dem wir ein Stück Weges nach links folgen. Dann biegen wir nach rechts ab und wandern meist auf naturbelassenen Waldwegen bergan, bis wir von einer Wegekreuzung aus, kurz vor der Höhe, die links in einer Mulde gelegene Einzel Untergemeinreuth vor uns sehen. Wir laufen aufwärts bis nach Gemeinreuth. Wir gehen geradeaus durch den Ort bis zum Waldrand weiter, biegen dort nach links ab und laufen auf einem bequemen Weg am Rand des Feldes und des Waldes bis wir die Kreisstraße erreichen, die wir schräg nach links überqueren und von der alten Meierhofer Verbindungsstraße abwärts abzweigen. Nun geht es auf einem Forstweg geradewegs hinab in den Grund zu einigen Teichen, wo wir nach links den Talgrund überqueren und am Wolfnhaus vorbei durch den Wald auf einem Pfad die Höhe erreichen. Hier wenden wir uns nach rechts, genießen den herrlichen Ausblick auf den Rodachrangen mit dem Doppelgipfel und die bewaldeten Höhen und laufen mit dem Prinz-Luitpold-Weg am Waldrand weiter.

Bevor der Weg wieder in den Wald eintaucht, empfiehlt sich eine Pause, um den beeindruckenden Blick auf den Döbraberg zu genießen, der sich von hier im imposanter Größe zeigt. Wir wandern weiter und nach einer scharfen Biegung nach links im Wald einen Feldweg hinab nach Gottsmannsgrün, mit einem schönen Blick auf die gegenüberliegende Hochfläche von Löhmar. In Gottsmannsgrün unterqueren wir die B 173. Im Unterdorf wenden wir uns nach der Unterführung (B 173) vor dem Haus nach rechts in den Wald, und gehen auf schönen Wegen und Pfaden mehr oder weniger eben in Talnähe, bis sich am Waldrand ein schöner Blick nach Schönbrunn auftut. Wir laufen geradeaus in den Ort hinein und anschließend nach links die Ortsverbindungsstraße hinauf auf die Höhe, wo sich vor der Überquerung der Straße nach Löhmar ein kurzer Abstecher nach links zu einem schönen Aussichtspunkt empfiehlt. Über den Schönbrunner Weg geht es nun im Wald auf einem Fahrweg weiter nach Oberschwarzenstein, wo einst zwei Grundherren das Sagen hatten: Am Aussichtspunkt Schwamma (empfehlenswerter Abstecher) die Herren von Unterschwarzenstein und im Zentrum die von Oberschwarzenstein. Deshalb sind heute noch beide Ortsteile, wenn auch schon verwischt, katholisch und evangelisch. Das Obere Schloss brannte 1780 ab, das Untere Schloss wurde 1874 um 13.000 Gulden an Bürger verkauft. Beide Sitze standen im oberen Ortsteil. Wir laufen geradeaus im Zentrum des oberen Dorfes kurz die Straße nach Unterschwarzenstein weiter, biegen aber bald auf den Wiesenhang nach rechts ab und steigen den steilen Steig abwärts zu den Häusern von Unterschwarzenstein, in denen vormals die meisten Schanzenbinder zu Hause waren und damit den Endpunkt unserer Wanderung.

Tour-Infos

Dauer: ca. 10:30 h

Aufstieg: 1234 hm

Abstieg: 967 hm

Länge der Tour: 41,6 km

Höchster Punkt: 638 m

Differenz: 262 hm

Niedrigster Punkt: 376 m

Schwierigkeit

schwer

Panoramablick

mittel

Saisonale Eignung

geeignet
witterungsbedingt
nicht geeignet
unbekannt

JAN

FEB

MRZ

APR

MAI

JUN

JUL

AUG

SEP

OKT

NOV

DEZ

Eigenschaften

Merkmale Touren

Einkehrmöglichkeit

Offen

Anfahrt

Grümpelstraße
Von Kronach auf der St 2200 Richtung Norden. In Wilhelmsthal befindet sich der Startpunkt bei der Sparkasse.

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