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Wander-Tour

Eibenweg

4:30 h 537 hm 807 hm 18,1 km mittel

Naila

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Dieser Wanderweg führt zum ältesten Baum des Frankenwaldes - zur 900jährigen Eibe im Thiemitztal. Die Tour kann in Naila oder Geroldsgrün gestartet werden.

Die (nach Gollwitzer) etwa 900-jährige Eibe zeigt sich noch heute in voller Pracht. Ihren Namen soll der Wanderweg tragen, der (mit der Anbindung Frankenweg von Naila aus) bei Pechreuth beginnt und über den Großvater und die Eibe über Fels/Schübelhammer hinweg (750 m aufwärts) zum Frankenweg führt. Ein 3,5 km langer Anbindungs-Weg, von Geroldsgrün kommend, mündet am Sandplätzla auf der Höhe, noch vor dem Großvater, in den Hauptweg ein. Zwischen Grubenberg und der Lorchenmühle (8 km) kommt man an keinem Wohnhaus vorbei. Der Wanderweg führt durch ein zusammenhängendes, weites Waldgebiet, berührt die Lorchenmühle, quert das urwüchsige Thiemitztal und führt an Stätten einstiger Besiedlungen vorbei über das Kirchdorf Bernstein hinab nach Schübelhammer/Fels und schließlich aufwärts zum Frankenweg bei Köstenhof. Von den Höhenrücken bieten sich schöne Weitblicke. Ein erster Glanzpunkt ist die Stätte, wo bis 1918 der altehrwürdige Großvater, eine mächtige, sehr alte Weißtanne, stand.

DER ANBINDUNGSWEG

VON GEROLDSGRÜN ZUM "SANDPLÄTZLA" AM SCHNAIDER WEG (3,5 km):

Wir laufen von der Wandertafel im Ortszentrum aus aufwärts, biegen nach der Wehrkirche nach links ab und gehen zum Schneidbergweg (diese Häuser waren einst, alleinstehend, „Oberhalbgeroldsgrün“, im Volksmund „Derfla“ genannt) und laufen dort auf einem Feldweg im Freien aufwärts zu den Funkmasten an der Stichstraße nach Hertwegsgrün. Über die Straße, an der Anlage vorbei gehen wir zum Wald und dort in einem Linksbogen, am alten Steinbruch vorbei, zurück zur Straße in der Ortsmitte nahe der Gaststätte. Wir folgen zunächst der Straße nach rechts und dann dem Fahrweg nach zum Bassin und Brunnen aus Horwagener Marmor am Waldrand. Dann wandern wir am Hang des Schneidberges (759 m; dritthöchsten Berg im Frankenwald) in dem beginnenden weiten Waldgebiet beständig aufwärts (Ausblicke nach Nordhalben, zum Wetzstein im NW, auf die Frankenwaldhöhen bei Nurn und Birnbaum) zum „Sandplätzla“ auf der Höhe am Schnaider Weg (3,5 km). Wir stoßen hier auf den von Naila über Pechreuth kommenden Eibenweg und folgen ihm geradeaus abwärts zum Großvater.

DER EIBENWEG VON NAILA ÜBER DEN GROSSVATER ZUR LORCHENMÜHLE (12 km):

Der Eibenweg sollte den Frankenweg in Pechreuth mit dem vor Köstenberg verbinden. Vom Bahnhof kommen wir im Gewerbegebiet mit dem Frankenweg über den Aussichtspunkt und (Ober-) Erbsbühl auf einem Fahrweg zum Wildgehege Rückner in Pechreuth. Hier verlassen wir den Frankenweg und folgen der Stichstraße wenige Meter und gelangen auf einem weichen, naturbelassenen Weg quer durch den Wald und über den Froschbach und sein Tal zur Ausflugsgaststätte Fränza. Kurz vorher berichtet eine Infotafel über die Freilegung des Froschbachtales.

Vor dem Gasthaus Fränza verlassen wir die Straße Lippertsgrün-Bobengrün, folgen dem Fahrweg nach links und wandern bald auf einem Forstweg durch den Wald nahe des Froschbachtales aufwärts. Sumpfige Talwiesen bergen seltene Pflanzen. Wenn wir aufpassen, erkennen wir beim Überschreiten den noch jungen Grenzbach (fraisch-bach), den Froschbach, als Rinnsal im oberen Talgrund, wenn wir dann bald danach zum Gasthaus Vogela in der Streusiedlung Grubenberg kommen. Am Gasthaus vorbei folgen wir kurz der Straße Richtung Thiemitz, biegen vor dem Wald nach rechts ab und erreichen durch einen lichten Hochwald wandernd kurz nach dem Hagenbrunnen einen Forstweg, dem wir nach links auf der Höhe zum Sandplätzla folgen. Hier mündet der von Geroldsgrün kommende, 3,5 km lange Eibenweg-Zugangsweg ein. Wir wandern im Wald den Weg links abwärts zu Schutzhütte und Infotafel an der einstigen Stätte des Großvaters, des verschwundenen Baumveteranen.

Nur noch die Schutzhütte, die an den mächtigen Stamm erinnernde Rundbank und die Infotafel erinnern an den Großvater, an die mächtige Weißtanne, den etwa 350 Jahre alten Baumveteranen, der einst auf dem 643 m hohen Bergrücken zwischen Thiemitz und Lamitz stand und im Jahre 1918 in 3 m Höhe von einem mächtigen Sturm abgebrochen wurde. Mehr als 50 Jahre zeugten die vermodernden Reste des Stammes von seiner Größe.

Unser Wanderweg führt durch die Stille weiter Wälder, ermöglicht aber auch schöne Ausblicke, vor allem im ersten Teil der Wegestrecke. Er berührt das urwüchsige Thiemitztal, wo sich ein Besuch der Kohlstatt lohnt. Wir folgen dem Steig oberhalb der Anlagen weiter und erreichen bald eine Forststraße und tauchen mit dem nach Westen führenden Weg wieder ein in ein weitflächiches Waldgebiet, das wir erst wieder vor der Lorchenmühle verlassen. Wir folgen zunächst dem Waldweg eben durch einen mit zahlreichen Buchen durchsetzten Fichtenwald. Nach einer Weile laufen wir sanft bergab, aber gleich wieder die etwa gleiche Strecke bergan. Bei der Bestockung haben sich die Buchen ein Stück weit durchgesetzt.

Wenn wir wieder sanft abwärts wandern, ziehen sich die Buchen bis zur Waldhütte fast völlig zurück. Gleich danach erreichen wir eine Wegespinne, wo uns die Wanderroute wieder zur Höhe führt. Gleich anfangs bietet sich ein Durchblick auf einen Teil von Schnaid und die den Ortsteil umgebenden Waldgebiete. Das leichte Auf und Ab setzt sich fort, wenn wir noch vor der Höhe auf einen naturbelassenen Waldweg talwärts abbiegen. Es dauert eine Weile, ehe wir in einer kleinen Senke wiederum auf einem angenehmen Weg aufwärts steigen. Letztmals gehen wir, begleitet von einem kleinen Waldbächlein, zu Tale, das die wenigen Häuser im Thiemitztal in die Landkreise Hof und Kronach trennt. Wenn wir die Häuser sehen, halten wir uns nach rechts und erreichen bald, sanft bergan, die Straße. Kurz zuvor gesellt sich der Schanzenbinderweg zu unserer Wanderroute. Die Straße führt uns abwärts zur Lorchenmühle.

VON DER LORCHENMÜHLE ÜBER DIE EIBE UND SCHÜBELHAMMER/FELS ZUM FRANKENWEG BEI KÖSTENHOF (6 km):

Ab der Lorchenmühle bis nach Schübelhammer begleitet uns das FrankenwaldSteigla "Süßengut-Weg".

Wir laufen am Gasthaus geradeaus, überqueren die Straße, den Thiemitzbach und das urwüchsige Tal, gehen nach links an Teichanlagen vorbei und dann nach rechts im Wald den Götzengrund hinauf zu einer Forststraße. Wir wandern auf diesem Hangweg nach rechts über eine kleine Anhöhe, mit gelegentlichen Aus- und Durchblicken auf das Thiemitztal, vorbei an einer der drei Anwesen von Süßengut. Kurz danach, rechts in der Wegebiegung, stand das zweite Haus von Süßengut, wo heute nur noch die kleine Teichanlage daran erinnert. Das dritte steht nahe der Thiemitztalstraße.

Wir folgen dem Forstweg, kommen an die Stelle, wo nahe der Einzel Breitengrund das ganze Tal hinüber zur Ortschaft Schnaid mit einer Stromleitung überspannt wird. Wir folgen dem Weg weiter und verlassen ihn nach etwa 100 m und erreichen scharf links aufwärts die etwa 900-jährige Eibe nahe eines Strommastes. Wir gehen den kurzen Stichweg (etwa 20 m) scharf nach rechts zum ältesten Baum des Frankenwaldes. Wir bewundern den altehrwürdigen Baumveteranen, verweilen staunend eine Weile und kehren zu unserem Weg zurück.

Dann folgen wir dem Weg am ersten Haus vorbei weiter zum zweiten Anwesen der Einzel Breitengrund (im Volksmund Hänsa-Grund; von Hans), biegen danach rechts ab und wandern im Hochwald ziemlich steil aufwärts, erreichen die freie Flur und laufen mit phantastischen Ausblicken am Waldrand aufwärts nach Bernstein. Wir queren die Hauptstraße, laufen hinunter zur Wandertafel und etwas links haltend zum Dorf hinaus.

Der Eibenweg führt uns auf der Höhe nahe des Schleeschlosses durch die freie Flur.

Das einstige Schleeschloss ist nach den Besitzern (Schlee) benannt, die schon über 200 Jahre Besitzer dieser Gemarkung sind. Es könnten die spärlichen Überreste eines mittelalterlichen Burgstalles sein. Spuren in dem von Gras überwachsenen Wall und Graben deuten darauf hin. Die Anlage könnte im 12. Jh. unter den Dienstmannen des Grafen von Henneberg entstanden sein.

Reizvolle Weitblicke begleiten uns, wenn wir auf dem Höhenrücken weiter zum Wald gehen. Im Wald abwärts erreichen wir auf einem Forstweg Schübelhammer im Landkreis Hof.

Der Schübelhammer war einst ein Hammerwerk für den Erzbergbau (1551 im Besitz eines Sixt von Reitzenstein), dann Mahlmühle und schließlich Gasthaus und Pension. Wir überqueren die B 173 (Vorsicht!) und die Wilde Rodach zum ehemaligen Gasthof Fels im Landkreis Kulmbach.

Ein Georg Lehner übernahm 1805 von seinem Schwiegervater Andreas Ott ein Trupfhaus im Schübelhammer. Im Laufe der Jahre bauten die Lehners das bescheidene Trupfhaus zu dem Gasthof mit dem schlossartigen Aussehen aus und bewirtschafteten es nahezu 200 Jahre, ehe es im Jahre 2002 in anderen Besitz überging. Damals trennte die Wilde Rodach die Markgrafschaft Bayreuth von der Herrschaft der Wildensteiner, heute die Landkreise Kulmbach und Hof.

Wenn wir, am Gasthaus Fels vorbei, der Forststraße bergan folgen, stoßen wir nach etwa 700 m auf den Frankenweg am stillgelegten Marmorbruch am Schübelsberg nahe von Köstenhof.

Test

Tour-Infos

Dauer: ca. 4:30 h

Aufstieg: 537 hm

Abstieg: 807 hm

Länge der Tour: 18,1 km

Höchster Punkt: 729 m

Differenz: 296 hm

Niedrigster Punkt: 433 m

Schwierigkeit

mittel

Panoramablick

mittel

Saisonale Eignung

geeignet
witterungsbedingt
nicht geeignet
unbekannt

JAN

FEB

MRZ

APR

MAI

JUN

JUL

AUG

SEP

OKT

NOV

DEZ

Eigenschaften

Merkmale Touren

Einkehrmöglichkeit

Offen

Anfahrt

Bahnhof Naila

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