
Die Internationale Spitzensammlung wurde 1986 als Teil der Nordhalbener Klöppelschule eröffnet. Auf einer Fläche von ca.120 qm werden Spitzen des 18., 19. und 20. Jahrhunderts den interessierten Besuchern gezeigt. Die Sammlung umfaßt mehr als 400 Exponate. Der soziale Aspekt des Kunsthandwerkes Klöppeln war der Leitfaden beim Aufbau der Ausstellung. In Anerkennung der gelungenen Konzeption und europäischen Ausrichtung erhielt die Internationale Spitzensammlung Nordhalben 1989 eine Auszeichnung im Wettbewerb "Europa-Preis für das Museum des Jahres".
Im Jahre 1903 wurde auf Initiative eines Arbeiterbeschäftigungskomitees des Landes Bayern und eines Plauener Spitzenfabrikanten in Nordhalben der erste Klöppelkurs abgehalten. In einer Zeit, in der in den europäischen Ländern bereits ein Rückgang der Spitzenproduktion zu verzeichnen war, versuchte man in Nordhalben, die Klöppelei als Hausindustrie einzuführen. Die Frauen und Mädchen des Ortes sollten angehalten werden, im Ort zu bleiben und nicht in die Fabriken abzuwandern. 1907 wurde das Gebäude der Klöppelschule errichtet. Vorbild für den Betrieb der Schule waren die erzgebirgischen Klöppelschulen. Anfangs wurden den Klöpplerinnen nur die Grundbegriffe beigebracht, so daß sie einfache Meterspitzen arbeiten konnten. Schon Mädchen ab sieben Jahren arbeiteten so für ein paar Pfennige pro Tag.
Öffnungszeiten:
März bis Oktober Dienstag bis Freitag 10:00-12:00 Uhr und 13:00-16:00 Uhr; samstags, sonntags, feiertags 13:00-16:00 Uhr; November bis Februar Dienstag bis Freitag 10:00-12:00 Uhr und 13:00-16:00 Uhr; Samstag und Sonntag nur für Gruppen nach Voranmeldung; Heiligabend bis Neujahr sowie Karfeitag geschlossen.
Historischer Ortsrundgang (ab klöppelschule) im Sommerhalbjahr sonntags 12:00 Uhr.
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