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Bierland Frankenwald
Doch was wird im Frankenwald zum Essen gereicht? Ganz einfach: Bier in allen Geschmacksrichtungen, denn der Frankenwald gehört schließlich zu Bierfranken. Nicht umsonst gilt Oberfranken als die Region mit den meisten Brauereien weltweit, allen voran Kulmbach, die heimliche Hauptstadt des Bieres. Während Kulmbacher Gerstensaft in die ganze Welt exportiert wird, reicht der Ausstoß anderer Brauereien gerade mal, um die umliegenden Dörfer zu versorgen. Kein Wunder also, dass es hier so manch einen Geheimtipp gibt, denn jeder schwört auf seine Marke.
Wer im Frankenwald jedoch nicht nur ins Glas, sondern auch hinter die Kulissen blicken möchte, der erfährt im Bayerischen Brauereimuseum in Kulmbach mehr über die hopfigen Traditionen und Geschichten der Region. Eine Region, in der es sogar eine eigene Biereinheit gibt. In Kronach haben heimatverbundene Biertrinker die Kunigundenmaß wieder eingeführt. Diese beruht auf einer alten Einheit aus den Zeiten vor Frankens Einverleibung nach Bayern und entspricht 1 1/8 Liter Bier. Ganz der fränkischen Bescheidenheit entsprechend wird die Kunigundenmaß jedoch zum Preis einer normalen Maß verkauft. Und um Männerherzen noch höher schlagen zu lassen, empfiehlt sich ein Besuch in Weißenbrunn. Dort steht ein Brunnen, der einmal im Jahr statt Wasser Bier sprudeln lässt, denn an besonderen Festtagen fließt aus den Brüsten der steinernen Jungferkättl Gerstensaft der örtlichen Brauerei




