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Vom Geburtsort des Grünen Bandes bis "Little Berlin"
Fast bis zur Grenze nach Tschechien reicht der thüringisch-fränkische Abschnitt des Grünen Bandes zwischen Mitwitz und Mödlareuth. Mitwitz gilt vielen als Geburtsort des Gedankens, das Grüne Band als nationales Naturerbe zu schützen. Das einst geteilte Dorf Mödlareuth wiederum, auch „Little Berlin“ genannt, zeigt noch heute fast so gut wie sein großer Bruder, welche politischen und persönlichen Auswirkungen die deutsch-deutsche Grenze mit sich brachte.
Von 300 bis auf fast 800 m ü. NN. erstreckt sich die waldreiche Mittelgebirgslandschaft, die geologisch als thüringisch-fränkisches Schiefergebirge schon immer eine grenzüberschreitende Einheit bildet. Tief eingeschnittene Täler, dicht bewaldete Hänge und panoramareiche Hochflächen formen eine Landschaft faszinierender Naturschönheit. Ausläufer reichen bis ins Obermainische Hügelland im Westen und bis ins Vogtland im Osten. Der Rennsteig und die Saale bilden sprachliche, religiöse, klimatische und landsmannschaftliche Trennlinien in einem Gebiet, das weit bis ins 19. Jh. territorial zersplittert war. Historische Grenzsteine zeugen noch heute davon, jüngere Grenztürme und Mauerreste wiederum von der überwundenen deutschen Teilung des 20. Jahhunderts.






