Tradition der Faschings-Gesellschaft in Töpen. Damit soll die Kasse der feiernden Karnevalisten, in der am Ende der Faschingszeit Ebbe herrscht, wieder gefüllt werden.
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Geldbeutelwaschen
In Bayern und in Franken sind ja bekanntlich die Traditionen zu Hause. So wird auch das Ende der Faschingszeit in der Gemeinde Töpen mit dem Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch, "wo ja alles vorbei ist", gefeiert.
Nach der Faschingszeit, die in Töpen seit fast fünfzig Jahren einen hohen Stellenwert im närrischen Treiben der Region Nordost-Oberfranken hat, herrscht bekanntermaßen Ebbe in der Kasse. Dies sowohl in der Gemeindekasse, da ja der Bürgermeister anlässlich der Inthronisation des jeweiligen Prinzenpaares sowohl den Rathausschlüssel als auch die Gemeindekasse übergibt, wie auch im Portemonnaie der feiernden Bürgerschaft. Um anzudeuten, dass es dringend der Wiederauffüllung des Stadtsäckels als auch des Geldbeutels bedarf, treffen sich die "Oberen" der Karnevals-Gesellschaft, manchmal auch der Hofer Landrat und der Töpener Bürgermeister am Kupferbach, um symbolisch die Geldbörse zu reinigen. Das feucht-fröhliche Spektakel am Kupferbach erfordert auch immer ein gutes Stehvermögen, denn die Ufer des Baches sind durch Schnee und Eis sehr rutschig und mancher der "Wäscher" hat sich schon nasse bis sehr nasse Füße geholt. Nachdem aber vorher ebenfalls traditionell das Heringsessen stattfand, und Hering muss bekanntlich schwimmen, sind die Wahrnehmungsnerven etwas geschwächt und registrieren den plötzlichen "Kälteeinfall" von unten nicht gleich. Auch haben sich schon mehrmals Geldbeutel selbstständig gemacht und sind davon geschwommen. Leer waren sie ja eh. Zumindest für die Gemeinde hat sich dieses Waschen in den vergangenen Jahren ausgezahlt, denn der Gemeindesäckel war immer sehr gut gefüllt, was sich zum Segen der Bürger ausgewirkt hat. Wie es in diesem Jahr sein wird, dies bleibt abzuwarten. "Waschtag" ist am Aschermittwoch, dem 22. Februar 2012 um 13 Uhr am Kupferbach neben dem neuen Jugendtreff an der Rucksackstraße in Töpen.
Text und Bild: Manfred Nürnberger, Töpen





